Polrad Rep. versuch

Saxonette, Spartamet und andere
Jörg

Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von Jörg »

Ich werde demnächst auch versuchen ein klapperndes PVL-Polrad auf diese Weise zu reparieren ,werde mir aber eines aussuchen ,welches im kalten Zustand noch nicht klappert .Soll heißen ,es befindet sich im Anfangsstadium...Habe trotz Abgabe immer noch einen Turm hier stehen .
nicht mehr Mitglied

Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von nicht mehr Mitglied »

Hi Mischa und Jörg / all ,
Damit ihr wißt wie es im innenleben eines PLV - POLRAD aussieht
habe ich Euch eins freigedreht.
Dann könnt ihr die Spannstifte gezielt ansetzen / Bohren.
Die Bohrteilung könnt Ihr ja an der MITTELNABE ersehen
..... vieleicht geht es ja :stop:

( werde dieses noch etwas Polradbearbeiten und dann kommt es wieder zum Einsatz , habe andere Idee :wink: :-X )
mfg Bernd

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Dieter-K
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Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von Dieter-K »

Super-Bilder, Bernd!

Wie es beim PVL-Polrad innen aussieht, wusste ich nicht.
Da sind die Verhältnisse durch den großen Stahlkern-Durchmesser eigentlich recht günstig.

Was mir zu denken gibt:
Wenn die Krankheit wirklich eine schleichende Zinkpest ist, dann dürften alle, wirklich ALLE
Reparaturversuche langfristig scheitern.
Die Modellbahnfraktion hat da schon in diesem Jahrtausen ihre Erfahrungen gemacht. Das Zeug
pulverisiert sich gewissermaßen. Untrügliches Indiz ist eine Ausdehnung der Bauteile. Sie wachsen.

Jetzt habe ich wieder meine Tabellenbücher greifbar.
Bei Zinkdruckguss darf nur mit etwa 10% der Festigkeit im Neuzustand gerechnet werden, wenn
Zeit-Festigkeit über 10.000 Gebrauchs-Stunden gewährleistet sein soll (DIN 1743 T1).
Diese Werte gelten für einwandfreies Material und ohne Zinkpest.

Dieter
Dampframme
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Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von Dampframme »

Jetzt wo ich das Innenleben sehe , hätte ich an den Rotmarkierten Punkten mit 5,5mm gebohrt
und dann die Spannstifteeingeschlagen, dort hätten sie den besten halt.

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Dampframme
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Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von Dampframme »

Habe die Saxo 2012 verkauft, sie läuft heute noch damit.
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spartarie
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Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von spartarie »

Auf ähnliche weise habe ich einmal die "magneten" wieder fest gemacht.
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Zuerst das polrad ganz genau gewogen, danach zwei 3mm locher gebohrt und zwei 3mm spannstifte eingeslagen.
Danach das polrad wieder gewogen, das gewicht war 1,0 gram weniger.
Am gegenüber liegende seite habe ich dan auch ein loch gebohrt mit darin ein stück spannstift, so das das polrad jetzt 2,0 gram leichter war.
Mit dieses polrad habe ich voriges jahr noch 800 km gefahren , die magneten bleiben fest!
Klaus-W

Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von Klaus-W »

Hallo Sporti
Wie hast Du es geschafft,ein Loch in den Magneten zu bohren?Ich habe das auch versucht,um eine losen Mag. wieder fest zu kriegen.Ich bin ums Verrecken nicht in den Mag.reingekommen.Ist der so hart?Kann ich mir nicht vorstellen,denn ich habe gute Bohrer und ein langsam laufende Standbohrmaschine.Von oben in den Mag.(Test)zu bohren war kein Problem.Die Mag.sind ja geblecht und sollte die Seite so hart sein? :sad:
Gruß Klaus
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spartarie
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Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von spartarie »

Hallo Klaus

Ich habe vorher von Fehntjer dieses bild bekommen.
Bild
Was wir am polrad sehen sind eigentlich eisen lamellen, verklebt an die magnete.
Da kan man sehen an welche stelle du bohren muss, genau am rand des polrad.
Gebohrt unter den standbohrmachine mit cobaltbohr, das war nicht schwierig.
Als spanstifte habe ich diese gebraucht.
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Grüsse Arie
Klaus-W

Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von Klaus-W »

Danke Arie
Ich werde es mal versuchen,aber da ich schon oben reingebohrt habe und somit eine Unwucht verursacht habe,werde ich es anschließend weg schmeissen.
Gruß Klaus
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spartarie
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Re: Polrad Rep. versuch

Beitrag von spartarie »

Leider sind die meiste Bilder in diese thread verschwunden.. :/
Spezial das Bild von das Innenleben fand ich interessant....und habe es damals natürlich gespeichert. :wink:
Da könnte man sehen WO man am besten bohrt.
Im Bild gemessen kam ich an diese Größen:

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Und damit ein Bohrschablon gefertigt.


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Bohren muss man mit der Standerbohr, wobei dat Polrad richtig eingeklemmt wird!
Warum?
Teilweise bohrt man durch Stahl, teilweise durch das Zinkdruckguss.
Ein Bohr ist faul und macht es sich am liebsten einfach...und wandert dann gerne Richtung das weichere Material.
Dann bekommt man keine schöne, runde Bohrlöcher, und geht die Reparatur nicht.
Aber auch ohne Standerbohr geht es, für Zuhausearbeit habe ich diese gefertigt:

Bild

Hier sind Bohrbuchse eingesetzt, und diese verhindern auch das wegwandern vom Bohr.
Spannstifte: schweren Ausführung nehmen!
Am "Starterseite" einschlagen bis gleich mit das Zink:

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Am Motorseite mit Dremel abschneiden:

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Magneten: Auch diese wollen gerne nach aussen fliegen. :/
Dann entsteht bei die gelbe markierungen eine kleine Spalt.
Zuerst das überstehende Eisen vorsichtig abschleifen (Bandschleifer) bis sie wieder bündig liegen.
Ausblasen mit Pressluft und dann ein bischen Loctite 603 (sehr dünnflussig) darauf.
Das wird dann gerne aufgesaugt.. *THUMBS UP*

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Ich habe in fast all meiner Motoren ein auf diese Weise repariertes Polrad darin, in einige schon vier Jahre.
Und noch keine Ausfälle gehabt!
Und ich fahre nicht immer langsam...
Und auch einige Mitglieder in Holland habe ich auf diese Weise geholfen und sind sehr zufrieden.

Ein neues Polrad kann man auch kaufen, Problem ist das ist alles alte Lager!
Die sind dann zwar noch nie benutzt, aber doch schon 25 Jahre alt.
Und das Zinkdruckguss ältert immer weiter und verliert seine Festigkeit, auch auf Lager!
Denke das "Polradproblem" wird im Zukunft das "Kolbenproblem" übersteigen.

Gruss Arie
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