Trommelbremse der Saxonette quietscht

Saxonette, Spartamet und andere
Aquapolis
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Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von Aquapolis » Donnerstag 15. September 2011, 07:21

Hallo
meine Trommelbremse der Saxonette quietscht
habe schon ein Bischen Kontakt-Spray benutzt
bringt aber nichts. Oder mal aufschrauben und mit einen lappen Reinigen ?????????

=-O =-O =-O =-O =-O =-O

Gruß
Frank

:andiearbeit:

hotte
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Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von hotte » Donnerstag 15. September 2011, 07:37

moin
Den Belag etwas aufrauhen oder wenn verölt ersetzen

Gruß hotte
Gruß hotte

Alle haben gesagt : Das geht nicht!
Da kam einer, der wusste das nicht und hat's einfach gemacht !

winfried
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Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von winfried » Donnerstag 15. September 2011, 14:12

Hallo Freunde,

über diese quietschenden Trommelbremsen der alten Saxonetten wurde, wenn ich mich recht
erinnere, schon vor langer Zeit im Nachbarforum geschrieben. Es wurden damals auch
Problemlösungen angeboten, wie einen schräglaufenden Einschnitt in die Bremsbeläge zu sägen, der
außermittig liegen sollte. Damit sollten auftretende Resonanzen verhindert werden.
Die Bremsbeläge der späten 80iger Jahre waren für die Vorderradgabeln der ersten Saxonetten zu bissig
Einige Male hat damals den armen Saxofahrern beim starkem Bremsen das Vorderrad blockiert und die Gabeln
sind einfach abgebrochen. Aua, Aua.
Sachs hat dann weichere Bremsbeläge genommen um solche schrecklichen Unfälle zu vermeiden, dafür war auch die Bremswirkung
der Keksdose erheblich geringer. Beim Stehen über Nacht und geringster Korrosion der Trommel quitschten sie halt.
Einige verzweifelte Saxofahrer hatten dann ihre Bremsbacken leicht gefettet, mit verheerendem Erfolg. Die Trommel
bremste nun gar nicht mehr. 8-)
So wurden dann die Trommeln oft stillgelegt und, wenn machbar, Felgenbremsen installiert. Heute gibts dafür hydraulische
Scheibenbremsen. (Gott sei Dank)

Lange Rede, kurzer Sinn: Sie quitschten damals, sie quitschen noch heute. Wer die Optik seiner "historischen" 80iger Jahre-Saxo
nicht verändern möchte, sollte Ohropax einführen und das historische Qriginalquitschen ertragen.

Liebe Grüße - Winfried
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der Edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der Leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der Bitterste. (Konfuzius, chinesischer Philosoph, 551-479 v. Chr.)

Mike

Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von Mike » Donnerstag 15. September 2011, 20:17

winfried hat geschrieben: ...Einige verzweifelte Saxofahrer...
Liebe Grüße - Winfried
verzweifelte Saxofahrer :muahaha:

nenene Sparky und das Dir @}->--

http://www.motorfahrrad.eu/search.php?k ... remsenfett

Nix für ungut Winfried, aber das war damals eine rege Diskussion pro und contra Bremsenfetten.

Servus
Mike

Hinnerk

Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von Hinnerk » Donnerstag 15. September 2011, 20:51

Also bei einer Trommelbremse an einem Oldtimer gab es auch mal den Tipp die Bremse zu fetten. Allerdings nicht den Belag, sondern die Bolzen auf denen die Beläge beweglich gelagert sind - und bitte vorsichtig!

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PeCeBu
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Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von PeCeBu » Donnerstag 15. September 2011, 21:56

Hallo miteinander,
bei Trommelbremsenquitschen sollte die Anlaufseite des Bremsbelags mit einer Schräge versehen werden,
leider hatte es bei mir auch nicht den Erfolg gehabt, den ich mir vorstellte, nach längerer Standzeit im Freien quitschte es Anfangs immernoch, nach paarmal Bremsen wars dann vorbei.
Als ich bei meiner 500 XT neue Bremsbeläge kaufte, bekam ich solche
Yamaha XT.jpg
Yamaha XT.jpg (18.13 KiB) 2747 mal betrachtet
also habe ich bei der Saxonette
Bremse2.jpg
Bremse2.jpg (39.88 KiB) 2747 mal betrachtet
dies ist aber an der Hinterradbremse,
vorne ist eine Federgabel mit Hydr. Magura
Hydr_Magura.jpg
Hydr_Magura.jpg (30.1 KiB) 2747 mal betrachtet
Gruß Peter

yogi

Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von yogi » Donnerstag 15. September 2011, 23:37

Hallo Sax-Freunde,

genau das schon empfohlene,
schräge Rillen in den Bremsbelag einsägen (feilen), siehe Bilder
Lagerflächen der Bremsbacken (nicht die Bremsbeläge) mir steifem Fett dünn einreiben
heute benutzt man statt Fett Kupferpaste wie bei Scheibenbremsen, und
die Bremstrommel innen mir feinkörnigem Korundschleifpapier (-leinen) leicht aufrauen
hat schon in meiner Lehrzeit in den 1950ger Jahren geholfen.
Die Bremstrommel nur soweit aufrauen, daß die Bremsfläche nicht mehr gänzt.

Je nach Konstruktion der Bremse mußte das aber wiederholt werden.

Gruß Yogi (Jörg)

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Rudi
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Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von Rudi » Freitag 16. September 2011, 03:55

Aquapolis hat geschrieben: habe schon ein Bischen Kontakt-Spray benutzt
Gruß
Frank

:andiearbeit:
Öhm Bremsen Ölen keine gute Idee! =-O ]:-> @=
Wenn du Kontakt Spray direkt in die Trommel gesprüht hast, hilft nur noch ein Auseinanderbauen und Belag wechseln ,mit gründlicher Reinigung!

Ölen wenn überhaupt, dann nur an den Befestigungsbolzen und dort auch nur sparsam.(Besser Fett gibt spezielles für Bremsmontage)
Das mit dem schrägen einschneiden der Beläge geht, habe ich auch!
Bei mit Quietschen höchstens noch die Gelenke vom Fahrer.

Gruß Rudi-HH
Bild
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. :-/
Das Gegenteil ist schon schwieriger. :-)
Kurt Tucholsky

Hinnerk

Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von Hinnerk » Samstag 17. September 2011, 12:35

Was Du zuerst mal probieren kannst: Mit abgezogener Bremse mal ein paar Meter rückwärts schieben. Das löst ggf. Einschlüsse in den Belegen.

Sparky

Re: Trommelbremse der Saxonette quietscht

Beitrag von Sparky » Freitag 23. September 2011, 21:59

Mike hat geschrieben:
winfried hat geschrieben: ...Einige verzweifelte Saxofahrer...
Liebe Grüße - Winfried
verzweifelte Saxofahrer :muahaha:
nenene Sparky und das Dir @}->--
...
Servus
Mike
Hallo zusammen,
ich hatte ja seinerzeit sogar eine kleine Bohrung unten an der Bremstrommel gesetzt,
damit ich meine Service-Spray-Kanüle gut da reinhalten kann, um einige Tropfen
von dem edlen Zeugs da reinsprühen zu können (schön kriechfähig, soll sogar Teflon drin sein...).
Gleich danach ist die Bremswirkung natürlich schlecht!
Alle hatten sehr mit mir geschimpft deswegen!

Darum spreche ich auch nur ungern darüber:
Wenn man danach mit angezogener Bremse einige Zeit lang auf einer Teststrecke fährt
ODER einen Berg sorgsam herunterfährt, dann wird die Bremse bald so heiß,
dass das ganze Schmierzeugs mehr oder weniger restlos verpufft / verdampft / weg ist.
Die Bremswirkung ist bald wieder voll da - es quietscht oder blockiert aber nicht mehr!
Die günstige Wirkung hält lange an - und sobald es wieder quietscht / blockiert...
...dann muss die Therapie eben wiederholt werden.
Pragmatische Grüße - Sparky

Quintessenz:
Wenn man eine Bremse heißbremst, ist sie danach immer ölfrei!

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