Hallo Freunde,
die aktuellen schrecklichen Bilder von Japans Ostküste haben bei mir wieder alte Verständnisprobleme wachgerufen. Die Bilder vom 26.12.2004 vom Tsunami im Indischen Ozean haben mir schon damals nicht eingeleuchtet.
Da ist immer die Rede von einer mächtigen Flutwelle, der "Riesenwelle" mit 8m Höhe und mehr. Das deckte sich überhaupt nicht mit meiner Erfahrung!
Eine 3-Meterwelle verpufft ihre Energie nach ein paar Metern am Strand. Solche Wellen habe ich schon öfter erlebt. Die haben nichts Bedrohliches. Eine 8-Meterwelle hat ein Mehrfaches an Energie, o.k. Aber das reicht nicht, um 10km ins Landesinnere zu drücken und dabei Autos, sogar Häuser, mehrere tausend Tonnen schwere Schiffe und dergleichen fortzubewegen.
Jetzt habe ich aus dem Filmmaterial kapiert: Die Höhe der Wellenfront zeigt nur den kleinsten Teil des Tsunami. Entscheidend ist, wie hoch das Wasser hinter dem Wellenkamm steht! Ein Tsunami ist eigentlich selten eine riesig hohe Welle, sondern mehr ein plötzlicher Anstieg des gesamten Meeresspiegels in der Umgebung. Die nächste Welle erhöht den Meerespiegel wieder um einige Meter, u.s.w. Entscheidend für die Gefährlichkeit ist nicht die Höhe der Welle, sondern die Tiefe der Welle (quer zur Laufrichtung, nicht Richtung unten!!).
Ich werde nicht in die Verlegenheit kommen, einen Tsunami selbst zu erleben (bin Ostsee-Urlauber). Für Fernreisende lohnt es sich vielleicht, diese teuflisch trügerische Naturgewalt besser zu verstehen.
Dieter
Tsunami - in drei Tagen gelernt
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nicht mehr Mitglied
Re: Tsunami - in drei Tagen gelernt
Hi Dieter
Da hast Du Recht - in flachen Küstenregionen steigt der Meeresspiegel an.
Und das nicht nur wie in den meisten ersten Bildern zu sehen war , ne kleine Welle.
Wir haben auch Bilder gesehen , weit im Landesinneren wo ein Auto auf dem Dach eines
dreistöckigen Hauses andgeschwemmt wurde.
Oder der Flugplatz - kleine Welle kam angerauscht die ersten Bilder,
danach komplette Flugzeuge weggeschwemmt.Das kann nicht mit einer Welle von 1-2 Metern passieren.
Der stetige anstieg des Wasserspiegel hinter der ersten Welle bewirkt so etwas.
betrübte grüsse
Bernd
Da hast Du Recht - in flachen Küstenregionen steigt der Meeresspiegel an.
Und das nicht nur wie in den meisten ersten Bildern zu sehen war , ne kleine Welle.
Wir haben auch Bilder gesehen , weit im Landesinneren wo ein Auto auf dem Dach eines
dreistöckigen Hauses andgeschwemmt wurde.
Oder der Flugplatz - kleine Welle kam angerauscht die ersten Bilder,
danach komplette Flugzeuge weggeschwemmt.Das kann nicht mit einer Welle von 1-2 Metern passieren.
Der stetige anstieg des Wasserspiegel hinter der ersten Welle bewirkt so etwas.
betrübte grüsse
Bernd
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Claus
Re: Tsunami - in drei Tagen gelernt
Hallo Jungs
,
genau d a s habe ich anfangs auch nicht kapiert.Riesenwelle? Na gut,die kommt dann halt,schwappt
kurz ins Landesinnere ,zieht sich zurück-und Ruhe ist wieder.
Bei einer normalen Welle ist das ja auch so,es ist auch nur die "Oberfläche des Meeres "wild).
Bei einem Seebeben ist das gesamte Meer in Aufruhr(von unten bis oben zig-Meter) Und diese
Wassermassen drücken dann ohne Ende.....
Traurige Grüße
Claus
P.S.So wurde es im KIKA den Kindern erklärt,habe ich bei meinen Nachbarn gesehen.Wirklich gut gemacht.
genau d a s habe ich anfangs auch nicht kapiert.Riesenwelle? Na gut,die kommt dann halt,schwappt
kurz ins Landesinnere ,zieht sich zurück-und Ruhe ist wieder.
Bei einer normalen Welle ist das ja auch so,es ist auch nur die "Oberfläche des Meeres "wild).
Bei einem Seebeben ist das gesamte Meer in Aufruhr(von unten bis oben zig-Meter) Und diese
Wassermassen drücken dann ohne Ende.....
Traurige Grüße
Claus
P.S.So wurde es im KIKA den Kindern erklärt,habe ich bei meinen Nachbarn gesehen.Wirklich gut gemacht.
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winfried
Re: Tsunami - in drei Tagen gelernt
Hallo Freunde,
Die Wassermenge dieser Tsunami ist abhängig vom Auslöser.
Hebt sich innerhalb weniger Sekunden der Meeresboden um 10 Meter auf einer Fläche von
100 Quadratkilometern, dann wird doch, wenn ich mich nicht verrechne 1 Kubickkilometer Wasser
in kürzester Zeit bewegt. und diese unglaubliche Energie wird vom Wasser weitertransportiert und trifft irgendwann
auf Hindernisse. Mit den Effekten, die wir ja sehen konnten.
Die Wellen haben bestimmt eine Ausdehnung vom Wellenkamm zum Wellental von vielen Kilometern und eine Geschwindigkeit
wie ein Düsenjet. Auf offenem Meer kaum in ihrer Höhe zu sehen, aber gnade Gott, der Meeresboden steigt an. Dann steigen die Wellen hoch.
Es hat wohl schon Tsunamis in Binnenseen gegeben, deren Wellen an die 500 Meter Höhe mit sich brachten. Hier waren wahrscheinlich
riesige Landabbrüche die Ursache. Wann das in grauer Vorzeit war, weiß ich nicht, zu sehen ist aber heute noch das Treibgut in Höhen von 500
Metern über dem Wasserspiegel.
Passiert so etwas heute vor Holland und Deutschland, wage ich nicht mir auszumalen was alles passieren wird.
Winfried
Die Wassermenge dieser Tsunami ist abhängig vom Auslöser.
Hebt sich innerhalb weniger Sekunden der Meeresboden um 10 Meter auf einer Fläche von
100 Quadratkilometern, dann wird doch, wenn ich mich nicht verrechne 1 Kubickkilometer Wasser
in kürzester Zeit bewegt. und diese unglaubliche Energie wird vom Wasser weitertransportiert und trifft irgendwann
auf Hindernisse. Mit den Effekten, die wir ja sehen konnten.
Die Wellen haben bestimmt eine Ausdehnung vom Wellenkamm zum Wellental von vielen Kilometern und eine Geschwindigkeit
wie ein Düsenjet. Auf offenem Meer kaum in ihrer Höhe zu sehen, aber gnade Gott, der Meeresboden steigt an. Dann steigen die Wellen hoch.
Es hat wohl schon Tsunamis in Binnenseen gegeben, deren Wellen an die 500 Meter Höhe mit sich brachten. Hier waren wahrscheinlich
riesige Landabbrüche die Ursache. Wann das in grauer Vorzeit war, weiß ich nicht, zu sehen ist aber heute noch das Treibgut in Höhen von 500
Metern über dem Wasserspiegel.
Passiert so etwas heute vor Holland und Deutschland, wage ich nicht mir auszumalen was alles passieren wird.
Winfried
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winfried
Re: Tsunami - in drei Tagen gelernt
Hi Ingo,
der La Palma Tsunami ist schon seit längerer Zeit im Gespräch. Wissenschaftler beobachten sorgfältig den drohenden Landabbruch,
wo sich in 2000 Metern Höhe auf einer Länge von mehreren Kilometern Risse im Gestein gebildet haben. Rutscht der Berghang ab,
rauschen bis zu 500 Milliarden Tonnen Gestein in die Tiefe des Atlantik.
New York kann dann mit einigen 25 Meter Tsunami rechnen.
Als vorbeugende Maßnamen werden große Bohrungen im Vulkan erwogen, die das Regenwasser aus dem Berg leiten sollen.
Ein ganz riesiger Tsunami droht vom Shelf vor Skandinavien. Sollte dort begonnen werden industriell Methanhydrat zu fördern, könnte
auf es zu einer katastrophalen Rutschung kommen. Vor 550.000 Jahren hat wohl solch eine Riesenrutschung dort stattgefunden.
Wenn ich mich richtig erinnere, waren diese Wellen an der USA-Ostküste 200 Meter hoch.
Aber hier ein tröstendes Wort: ”Erwartet nicht zu viel vom Weltuntergang"! (Stanislaw Lem)
Gruß Winfried
der La Palma Tsunami ist schon seit längerer Zeit im Gespräch. Wissenschaftler beobachten sorgfältig den drohenden Landabbruch,
wo sich in 2000 Metern Höhe auf einer Länge von mehreren Kilometern Risse im Gestein gebildet haben. Rutscht der Berghang ab,
rauschen bis zu 500 Milliarden Tonnen Gestein in die Tiefe des Atlantik.
New York kann dann mit einigen 25 Meter Tsunami rechnen.
Als vorbeugende Maßnamen werden große Bohrungen im Vulkan erwogen, die das Regenwasser aus dem Berg leiten sollen.
Ein ganz riesiger Tsunami droht vom Shelf vor Skandinavien. Sollte dort begonnen werden industriell Methanhydrat zu fördern, könnte
auf es zu einer katastrophalen Rutschung kommen. Vor 550.000 Jahren hat wohl solch eine Riesenrutschung dort stattgefunden.
Wenn ich mich richtig erinnere, waren diese Wellen an der USA-Ostküste 200 Meter hoch.
Aber hier ein tröstendes Wort: ”Erwartet nicht zu viel vom Weltuntergang"! (Stanislaw Lem)
Gruß Winfried
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eneuh
Re: Tsunami - in drei Tagen gelernt
Vielleicht mal ganz interessant:
Eine Google Karte in der in diesem Beispiel der Meeresspiegel nur 9 Meter über NN liegt.
http://flood.firetree.net/?ll=52.7562,8.3826&z=10&m=9
Ihr könnt mit den Höheneinstellungen mal rumexperimentieren... ist schon beeindruckend...
Eine Google Karte in der in diesem Beispiel der Meeresspiegel nur 9 Meter über NN liegt.
http://flood.firetree.net/?ll=52.7562,8.3826&z=10&m=9
Ihr könnt mit den Höheneinstellungen mal rumexperimentieren... ist schon beeindruckend...