Bismarck Restauration.

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Sporti
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Bismarck Restauration.

Beitrag von Sporti »

Hallo Bismarck-Freunde,

es gibt einen aktuellen Blog über die Restaurierung einer BISMARCK mit dem 98er Sachs-Motor.

Es wird laufend - mit Bildern - über den Fortschritt der Arbeiten berichtet, schaut mal rein.

Hier der Link: http://retrosachs.blogspot.de/

Meiner Meinung nach war die Maschine in einem so guten Zustand, daß ein Erhalt der Substanz einer Restaurierung vorzuziehen wäre.

Wenn ich schon sehe, dass eine ehemals verchromte Tret- Kurbel jezt lackiert wird....

Tipp:

von unten nach oben lesen.
Mal sehen was daraus wird.

Sporti
Webseite: http://fambalser.wix.com/balser
3D-Saxonetten Druckteile: https://www.thingiverse.com/sportidesign/designs
Sporti's Garage Filme:https://www.youtube.com/channel/UCa9fKgCiEQWCgFEA7RKaXxg?view_as=subscriber
GasiGert

Re: Bismarck Restauration.

Beitrag von GasiGert »

Jeder macht halt so seine Erfahrungen.

Tretkurbeln lackiert hätte ich in meiner Jugend auch.
Da habe ich auch meine Quickly mit Hammerschlaglack blau/silber lackiert und fands toll.
Heute würde ich auch erst mal sehen, ob ich nicht das Fahrzeug im Originalzustand erhalten kann.

Aber die Orginalitätsdebatte spaltet ja jedes entsprechende Forum.
Wenn ich mir so ein Schätzchen antue, soll es in der Regel auch praktisch benutzbar sein.
Neue Reifen mit einem zeitgemäßem Profil, entsprechende Beleuchtung und ein tauglicher Lenker z.B.
Edelstahlspeichen wären auch ok, wenn ich sehr viel fahren würde und dabei dem Wetter nicht ausweichen könnte.
Das ist aber heute bei mir nicht mehr der Fall.

Auch bei der Lackierung, die herstellerseitig nicht immer geschmackvoll war, würde ich eher auf meine innere Stimme hören als auf den 70 Jahre alten Werksprospekt.
So lange ich das für mich mache und die Farben ins entsprechende Zeitalter passen, hätte ich keine Bauchschmerzen damit.

Für den 98er Motor gibts z.B. die VaPe-Zündung mit 12V=/100W
Da sieht man dann auch was beim Fahren.
Im Gegensatz zu den originalen 6 Watt.
In der Praxis ungefähr wie ein Teelicht vorn und eine Zigarettenkippe hinten.




Ich habe seit einem halben Jahr hier eine 98er Express stehen, deren Motor ja nun leider geplatzt ist.
Aber vielleicht werde ich die auch neu aufbauen.

Wenn also noch jemand einen 98er Motor für mich hätte?

:smile:
Dietrich

Re: Bismarck Restauration.

Beitrag von Dietrich »

Naja Restauration, ich weiss nicht, eher eine wieder inbetriebnahme. Aber die sieht ja auch noch ganz gut aus. Ich hätte wahrscheinlich auch nur gründlich gereinigt, den Motor ausgebaut und gesäubert, wenn nötig überholt, den Vergaser mit neuen Verschleissteile versehen und Gereinigt, den Tank gereinigt und versiegelt. Auch Austausch der Zündkontakte+Kondensator ist ne gute Idee. Neue Kerze+Kabel und Stecker. Womöglich neuer Kettensatz, Radlager neu fetten ist auch immer ne gute Sache, Bowdenzüge tauschen und Bremsen funktionsfähig machen ist auch ein muss. Auspuff ausbrennen kann auch nicht schaden. Die alten Benzinhähne machen auch immer Probleme, den erneuert man auch besser gleich komplett, Leitung und Filter natürlich auch. Das Getriebe kannman mit DIesel spülen und neu befüllen.
Das sind so in etwa die Sachen die ich bei meienr 98er Rixe auch gemacht habe. Sie wurde in den 80ern mal Restauriert, daher leider kein Originallack mehr. Nachkriegsmodell mit Fußschaltung und Kickstarter, quasi ein etwas größeres Mokick. Ich bin zwar etwas groß für den Hobel, aber Spaß macht sie trotzdem, Fußrasten kann man ja etwas versetzen. Spitzengeschwindigkeit solo knappe 90km/h, das ist aber kein Dauerzustand, Reisegeschwindigkeit ist optimal bei etwa 65-70km/h. Nur mit der Sitzbank muss ich mir jetzt mal was einfallen lassen, die Polsterung zerfällt so langsam. Entweder gibts 2 schöne Sättel oder ich lass die Bank aufarbeiten. Ein bekannter von mir hat angeblich einen Autosattler der sie für 40€ neu aufpolstert und mit Kunstleder bezieht. Die Kupplung muss ich mir auch mal ansehen, irgendwie hab ichs zur Zeit mit Kupplungen, die in meinem Benz ist auch so gut wie tot, aber das sei ihr gegönnt nach 528.000km.
Bernd

Re: Bismarck Restauration.

Beitrag von Bernd »

Tja, es kommt immer darauf an, was man mit dem Fahrzeug vor hat, entweder Fun-Bike oder Kapitalanlage?

Ob nun bei Zweirädern oder im PKW-Bereich, Originalität ist erstes Gebot!

Bevor man mit einer Restaurierung beginnt, ist es unumgänglich Prospekte, Firmenbroschüren und
Datenblätter aus der Entstehungszeit zu sichten, um zu sehen wie das Fahrzeug ausgeliefert wurde.
Im Zeitalter von Internet und Co. ist das kein Problem mehr. Wichtig ist auch, dass man sich als evtl.
Neuling einem Kompentenzkreis, sei es einem Forum oder Club anschließt um nicht schon beim Kauf
und bei der späteren Instandsetzung auf die Nase zu fallen. Ohne Vorkenntnisse einfach darauf los,
verfälscht das Endergebnis, erzeugt Frust und unnötige Kosten.

Wir restaurieren schon seit 10 Jahren USA Fahrzeuge Baujahr 64-68, hauptsächlich Ford Mustang,
wir gehen sogar soweit, dass wir Fahrzeuge, die vom Vorbesitzer modernisiert wurden in den Originalzustand
zurück versetzen. ( Wir importieren nur Fahrzeuge aus den USA )

Beispiel: Scheibenbremsen, Servolenkung, Bremskraftverstärker, elektronische Bauteile, kontaktlose Zündung,
Auspuffanlagen, Reifen / Felgen, Lackierungen, Innenausstattung, Zubehör usw. die im entsprechenden
Modelljahr nicht vom Hersteller serienmäßig oder als Sonderzubehör oder Ausstattung ausgeliefert wurden,
werden rigoros in den Originalzustand zurück versetzt!

Das geht sogar soweit, dass Kabel, Kabelstecker, Relais und Verbindungen aus USA besorgt werden.
In unseren Mustangs findet man keinen Kabelschuh, Sicherungshalter oder Relais aus neuerer
Zeit. Leider müssen wir, um das Fahrzeug in Deutschland zulassen zu können einige Kompromisse
eingehen, sei es die Warnblinkanlage, geändertes Brems- / Rücklicht oder das Standlicht, ist zwar
ein Stilbruch anders geht es aber leider nicht.

Nur so macht Restauration (Originalzustand) Sinn, jedenfalls meine Meinung.

Grüße aus Düsseldorf Bild
Bernd
GasiGert

Re: Bismarck Restauration.

Beitrag von GasiGert »

Der Knackpunkt ist das Wort "original".

Wenn ich an ein Fahrzeug eine Lampe schraube, die zwar vom gleichen Typ als das Original ist, aber als Gebrauchtteil von einem anderen Fahrzeug stammt, ist das nicht mehr original.
Es wäre nicht einmal original, wenn ich aus absolut baujahrgleichen Teilen eines Herstellers ein Fahrzeug zusammensetzen würde, wie es in der heutigen "Sammler"Szene mittlerweile üblich ist.
Erstens hätte es dieses Fahrzeug so nie gegeben und zweitens hätte der Hersteller auch nie gebrauchte Teile eingebaut.
Sondern immer nur die, die er gerade günstig irgendwo beschaffen konnte.
Deswegen lassen sich z.B. an 70er Jahre Ducatis überhaupt keine Orginalitätsdebatten führen.
Da wurde an Rädern, Bremsen, Naben und Lagern eingebaut, was man im Lager vorgefunden hat. Manchmal sogar ziemlicher Müll.
Ohne Dokumentation und Nachvollziehbarkeit.

Es gibt aber auch Leute, die einen hervorragend werksrestaurierten Flügeltüren-Benz stehen lassen würden, wenn der zwar in damaliger Farbe, aber eben mit 2-K-Lacken und nicht mit Nitro lackiert wurde.

So ist das mit der "Orginalität" :smile:

Darüber hinaus machen sich viele Leute eine phantastische Vorstellung über den Wert ihres Oldies.
Eine gut restaurierte 98er jedweder Marke bringt so gut wie nie über 1000,-EUR, hat aber ohne Arbeitslohn das Doppelte an Investition (Zukaufteile, Chrom, Lack, Motorenüberholung) gekostet.
Die Anzeigen sind voll mit dem Zeuchs.

Nur in gewissen Oldtimerforen wie z.B. "Motoclub", wo sich sogenannte "Sammler" zusammenfinden, wird sich gegenseitig was anderes vorgegaukelt.
"Sammler" sind Leute, die zwar wenig Bezug zu der Technik haben, aber markenübergreifend alles (wirklich alles) zusammenkaufen, ob sie es brauchen oder nicht, in Ludolfmanier auf einen Haufen werfen und warten, bis das Zeug hoffentlich richtig teuer geworden ist.
Das Schlimme daran ist, daß es solche Leute samt ebay wirklich geschafft haben, daß die Preise für lose Teile auch von blligsten Marken derzeit durch die Decke knallen, während man für komplette Fahrzeuge wie z.B. eine solche, hier beschriebene Bismarck kaum 500,-EUR in komplettem und lauffähigem Zustand zahlen muß.

Aber das fliegt den Leuten bald mit einem Riesenknall um die Ohren.
Und dann gibts wieder das, was so ein rostiges verbeultes Mopped vor dem Staatsanwalt oder dem Bankdirektor auch wirklich wert ist.......nämlich 16 Ct/kg. 8-)
GasiGert

Re: Bismarck Restauration.

Beitrag von GasiGert »

Irgendwie ist dem Burschen die Lust ausgegangen.
Hat einer einen Account, um da mal nachzufragen?
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