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Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Mittwoch 4. März 2015, 13:00
von tnt-dennis
Hi spartarie,
eine schöne Arbeit. Ich finde es immer wieder toll, wenn Leute ihre Maschinen und Werkzeuge beherrschen.
Hast du die Platte schon eingebaut und bist gefahren? Bringt sie einen Vorteil zur Originalen?

Nur ein paar Gedanken, die ich mir zu dem Thema gemacht habe:
Leider kann ich die Dinge nicht berechnen und somit beruht alles ausschließlich auf meinem Gefühl.

Die Membran öffnet an ihrem äußersten Punkt ca. 2mm. Damit wird ein spitz zulaufendes Zylindersegment freigegeben, das meiner Meinung nach, von seiner Fläche, nicht größer ist als der runde Querschnitt der original Platte. Also sollte es Volumen-technisch egal sein, ob der Durchlass Gerade ist oder eine Treppenstufe hat. (Bei mir hat die begradigte Platte nur Lautstärke und keinen Geschwindigkeits- oder Kraft-zuwachs gebracht. Aber das muss bei Anderen ja nicht genau so sein.)

Dann ist da noch die Strömungs-technische Betrachtung.
Die Gase treffen bei beiden Platten-versionen in einem fast 90° Winkel, einerseits auf die Treppenstufe und die Membran und andererseits nur auf die Membran. Beide Fälle sind Strömungs-technisch ziemlich bescheiden. Ich bin der Meinung, dass nur eine steiler angebrachte Membran die Strömung begünstigen würde.
Es gibt ja einseitige Membranblöcke, bei denen die Gase im ca. 45° Winkel auftreffen und zweiseitige, bei denen der Winkel noch steiler ist. Beim zweiseitigen Block würden die Hälfte der Gase wieder im 90° Winkel auf unseren Kupplungskorb aufprallen, was wieder kontraproduktiv wäre.
Also könnte ich mir vorstellen, dass bei unserem Motörchen nur ein einseitiger, nach links öffnender Block, von Nutzen wäre. Dieser kann den Spalt zwischen Kurbelwelle und Kupplungskorb am effektivsten nutzen und die Gase geradlinig und ohne Hürden ins Kurbelgehäuse befördern.

So, jetzt habe ich viel geschwafelt und eventuell zu einer kleinen Diskussion angeregt… :/

Gruß
Dennis

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Mittwoch 4. März 2015, 14:41
von HiMo
Hallo Spartarie ,
. . . schöne Arbeit ! *THUMBS UP* *THUMBS UP*

Meine Feststellung deckt sich mit der Feststellung von TNT-Dennis ,
von tnt-dennis » 4. März 2015, 14:00

Bei mir hat die begradigte Platte nur Lautstärkeund keinen Geschwindigkeits- oder Kraft-zuwachs gebracht. Aber das muss bei Anderen ja nicht genau so sein.
Wollte das " GESCHNATTER " nicht mehr hören und habe die begradigte Platte wieder demontiert.
Jetzt ist wieder Ruhe und nachteile habe ich keine bemerkt.
Wir werden Deinen Bericht bestimmt bald sehen.

Beste Bastelgrüsse

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Mittwoch 4. März 2015, 22:21
von Sporti
Ich kann den Ausführungen der Vorschreiber nicht ganz folgen.
1. Die ersten Saxonetten ( 099+199) hatten eine schmalere Membrabplatte mit einem schrägen durchgehendem Loch. Nachher wurde sie verdickt und mit diesen Absätzen drin. ich sehe da keinen Vorteil drin. Ich habe jedenfall so weit wie möglich die Kanten gebrochen.
Vieles an der Saxonette wurde später verschlimmbessert, selten was verbessert.
Die Saxonetten mit den schmalen Membranplatten, waren die lauter ?
2. Ich denke, daß der Kupplungskorb den Gasstrom nicht behindert, sondern vielleicht sogar fördert. Schließlich dreht er sich und reißt durch die Oberflächenreibung Luft mit sich. Der Kupplungskorb hat dafür außen Rillen.
3. Leistungszuwächse durch eine begradigte Membranplatte werden , wenn überhaupt, im kaum messbaren Bereich liegen, könnten aber zusammen mit anderen Maßnamen zum guten Leistungsbild beitragen. Andere Einflüsse wie das Wetter usw. haben einen größeren Einfluß auf die Motorleistung.
4. Meine Membranen öffnen sich ca. 3 mm, Oberkante Stoppstreifen zu Oberfläche Membrane ca. 4,7 mm. Mag sein, das manche ab Werk nur 2 mm haben. Kann sein, daß das Aufbiegen auch mehr Leistung bringt. Muß man testen
5. Auch die Anbringung einer Kohlefasermembrane verändert das Geräusch, habe ich gemerkt, fahre deshalb wieder mit Stahlmembrane..
Sporti

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Mittwoch 4. März 2015, 23:28
von spartarie
Hallo Sporti
Ich glaube nur die 099 motor hatte die membranplatte mit eine "rechte" durchgang, die 199 motor hatte schon eine mit absatze.
Ich will diese platte in mein 199 motor einbauen.
Darin habe ich schon eine 099 platte mit rechte durchgang, spectaculaire leistungsverbesserung erwarte ich nicht...
Vielleicht bringt die carbon membranzunge etwas , der "stopper" ist mehr rund gebogen im vergleich mit dem orginale,
der spalt habe ich vergrossert von 2,5 bis 3,5 mm.

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Donnerstag 5. März 2015, 07:19
von didiwagener
@Sporti Zitat:
5. Auch die Anbringung einer Kohlefasermembrane verändert das Geräusch, habe ich gemerkt, fahre deshalb wieder mit Stahlmembrane..

Möchte ich dann mal fragen : Die Geräuschveränderung zum Lauteren oder Leiseren ?

Gruß Dietmar

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Donnerstag 5. März 2015, 16:34
von tnt-dennis
Ich hatte mir einige Gedanken zum Sinn oder Unsinn der Konstruktion unserer Membranplatten, ob mit geradem oder abgestuftem Durchgang oder verbesserter Membranlage gemacht.
Sollte ich diesen Thread hiermit gekapert haben, tut es mir leid. Eventuell kann ja ein neuer eröffnet werden.
Da ich nur ein Bastler mit etwas Erfahrung, aber kein Rechenkünstler bin, und hier im Forum der ein oder andere Ingenieur schreibt, hatte ich auf eine Diskussion mit fundiertem Wissen gehofft.
Leider kamen bis jetzt nur Aussagen wie:

Früher war das doch immer so, vieles wurde später verschlimmbessert.
Der Kupplungskorb hat für den Gastransport Längsrillen.
Wetter u.s.w. haben mehr Einfluss auf die Leistung als eine begradigte Membranplatte.
Meine Membran öffnet 3 und nicht 2mm.
Kohlefaser-Membran ändert auch das Geräusch.

Das kann ja alles sein, aber:

Sind das jetzt Antworten auf mein Posting?
Oder habe ich ein Posting verpasst?
Oder wurde hier einfach nur geschrieben, um etwas geschrieben zu haben?

Gruß
Dennis

P.s. Ich nuckle mal an der Möbelpolitur, eventuell blicke ich dann durch.

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Donnerstag 5. März 2015, 17:41
von Sporti
Hallo TNT-Dennis,

Dein Posting war für mich teilweise unverständlich und nicht nachvollziehbar.

Und weil Deine Kritik nur mich betrifft:
Früher war das doch immer so, vieles wurde später verschlimmbessert.
Dieses Zitat ist falsch widergegeben..
Die ersten Motoren und zwar 099 er und 199 er hatten eine flachere Membramplatte mit einem schrägen Durchgangsloch ohne Absatz. Ab 399 kam, wegen dem größeren Einstufengetriebe die breitere Membranplatte zum Einsatz. ( Auch bei den ersten Versionen, die noch ein 3-Stufengtriebe hatten.
Ich kann die jetzige verwinkelte Version nicht als Verbesserung ansehen. Ich sehe das als beabsichtigte strömungstechnische Katastrophe an. Wegen der dünnen Wandstärken ist eine Optimierung an der originalen Platte nur aufwendig möglich.


Der Kupplungskorb hat für den Gastransport Längsrillen.
Dadurch wird mehr Oberfläche erzeugt, die die Luft ins innere mitreißen kann, denke ich.
Siewird jedenfalls nicht direkt 90 grd gegen den Kupplungskorb gepresst sondern seitlich vorbei..
DSCN0656.JPG
Wetter u.s.w. haben mehr Einfluss auf die Leistung als eine begradigte Membranplatte.
Wir wissen doch, wie empfindlich unsere Töffs reagieren.
Ich wollte damit sagen, dass man die Erwartungen auf eine Leistungsverbesserung nicht zu hoch setzen sollte, weil auch andere Einflüsse eine größere Wirkung haben können, sodaß die Leistungsverbeserung im "Rauschen" untergeht.
Kicki und ich fahren Motoren mit kurzen Membranplatten. Ob die wirklich Signifikant wass zur Leistungsverbesserung beitragen, lässt sich nicht erkennen.
Jedenfalls ohne andere optimierun´gen am Ansaugtrakt / Vergaser wird eine Optimierung der Mambranplatte weitestgehenst wirkungslos bleiben.
"Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied".
Meine Membran öffnet 3 und nicht 2mm.
DSCN0653.JPG
Die Höhe messe ich mit 4,7 mm. Abzüglich dicke der Begrenzung ( 1,5mm) sind das 3,2 mm Bewegung am äußeren Ende.

Kohlefaser-Membran ändert auch das Geräusch.
War mein persönlicher subjektiver Eindruck, den ich nicht nachweisen kann.

Weiter:
Dann ist da noch die Strömungs-technische Betrachtung.
Die Gase treffen bei beiden Platten-versionen in einem fast 90° Winkel, einerseits auf die Treppenstufe und die Membran und andererseits nur auf die Membran. Beide Fälle sind Strömungs-technisch ziemlich bescheiden. Ich bin der Meinung, dass nur eine steiler angebrachte Membran die Strömung begünstigen würde.
Es gibt ja einseitige Membranblöcke, bei denen die Gase im ca. 45° Winkel auftreffen und zweiseitige, bei denen der Winkel noch steiler ist. Beim zweiseitigen Block würden die Hälfte der Gase wieder im 90° Winkel auf unseren Kupplungskorb aufprallen, was wieder kontraproduktiv wäre.
Also könnte ich mir vorstellen, dass bei unserem Motörchen nur ein einseitiger, nach links öffnender Block, von Nutzen wäre. Dieser kann den Spalt zwischen Kurbelwelle und Kupplungskorb am effektivsten nutzen und die Gase geradlinig und ohne Hürden ins Kurbelgehäuse befördern.
Diesert Text ist ganz ohne Bilder/ Skizzen für mich unverständlich bzw. mißverständlich. Ich verstehe deine Reaktion auf mein Posting und dein Angriff auf mich nicht.
Bezogen auf den Gegebenheiten des Saxonettenmotors auch nicht realisierbar.
Haben denn andere ungedrosselte Zweitakter denn auch so eine verwinkelte Membranplatte ?

Zur Zeit baue ich die Membranplatte mal in CAD originalgetreu auf um danach Verbesserungspotental erkennen zu können.

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Donnerstag 5. März 2015, 18:52
von tnt-dennis
Hi Sporti,
sorry, dass es dich getroffen hat. Wäre die Antwort auf mein Posting von jemand anderem mit diesem Inhalt gewesen, hätte ich nicht anders formuliert. Du warst nun mal der einzige.
Hättest du mir sofort geschrieben, dass meine Ausführungen unverständlich und ohne Bilder sind, wäre die Antwort auch anders ausgefallen.

Ich habe keine eigenen Bilder von Membranblöcken, also werde ich versuchen links einzustellen.
1. 2 seitiger Membranblock: http://pocketbike-saar.de/images/rocket ... nblock.jpg
2. 1 seitiger Membranblock: http://www.zweiradteile.net/media/image ... 20x600.jpg
So, diese Bilder um eine Vorstellung davon zu haben, was ich mit ein oder zweiseitig meine.
Außerdem sollte es jetzt klar sein, was ich mit steilerer Membranlage meine.

Ich hoffe, das bringt ein wenig Klarheit in mein wirres Geschreibsel.

Gruß
Dennis

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Donnerstag 5. März 2015, 19:46
von Moppel57
Dabei muss ich dann auch Mal meinen Senf zutun. Ich Finde die Arbeit sehr gut aber, und dabei bin ich ganz Sachsos Meinung indem Er von gewollter Wärme Entkoppelung schreibt. Zb. Ich habe schon bei hochsommerlichen Temperaturen festgestellt, dass das Benzin in der Schwimmerkammer anfängt zu blubbern. Also ausgast. Und kann dabei nicht von einer Leistungssteigerung berichten. Eher in anderer Richtung. Gr. Moppel57

Re: Membranplatte aus aluminium

Verfasst: Donnerstag 5. März 2015, 20:06
von spartarie
Ich habe heute nachmittag die alu platte montiert, konnte nicht warten bis wochenende...
Zuerst die vergaser flach gemacht auf diese weise:
image-2015-03-05.jpg
image-2015-03-05 (1).jpg
Das geht sehr gut.
Danach die alu platte mit dichtungen und vergaser wieder montiert und ein probefahrt gemacht.
Der motor zug gut aber wollte zuerst nicht sneller als 27 km/h.
Ich habe dann ein pitstop gemacht und zwei 7mm locher freigemacht ins innere luftfilterdeckel, der motor brauchte etwas mehr luft.
Das half sehr gut, hochstgeschwindigkeit 35,5 mit ruckenwind, auch mit gegenwind noch 31 km/h.
Vielleicht bringt ein bischen feintunen mit die ausluftung noch was mehr.
Im vergleich mit die alte situation ist doch eine kleine verbesserung da, besonders mit gegenwind.
Ich schreibe das nicht sosehr die alu platte zu, sondern das carbon membran und die etwas grossere spalt nach die membranstopper.
Meine angst das die alu platte zu heiss werden soll war nicht richtig, die platte und vergaser funktionieren gut.
Die testfahrt war ungefehr 10 km lange und es gab keine probleme.
Soweit es mir betrift ein erfolgreiches experiment.