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Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Dienstag 2. November 2010, 18:34
von winfried
Ein hübscher Artikel bei Spiegel.de:

wenn ich so an die diversen Rennradler denke, die uns in Wehlingsheide begegnet
sind, trifft dieser Artikel voll ins "Schwarze".

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 39,00.html

]:->

Winfried

Re: Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Dienstag 2. November 2010, 21:25
von Urban
in Großstädten ist das schon manchmal extrem was sich die Radler rausnehmen :/

und die bunten Vögel (Rennradler) denken ja sowieso Sie hätten alles Recht der Welt gepachtet


Zustimmende Grüße
Urban

Re: Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Mittwoch 3. November 2010, 03:49
von Dieter-K
Hallo Freunde,

zu allen Gruppen gehöre bzw. gehörte ich; Rennradler und Autofahrer, Motorradfahrer, Saxonettefahrer.
Das Fehlen eines Kennzeichens macht es den Radfahrern leicht, die Sau rauszulassen.
Die schnellen Radfahrer leiden unter schlechten Radwegen, die meistens innerhalb von Ortschaften für Omas konzipiert sind. Da hat man schnell mal ne Felge kaputt, wenn man schnell ist. Und wenn, Gott sei Dank, keine Radwege vorhanden sind, darf man ja auf der Straße fahren.
"Fußgänger und Radfahrer gehören unter die Erde, wenn der Verkehr fließen soll", meinen nicht zu wenige Autofahrer. Sicherheitsabstand beim Überholen hat man mal in der Fahrschule gelernt, aber die ist lange her. So lassen manche Radfahrer eben auch die Sau raus.
Radfahrer brauchen die Verkehrsregeln offiziell nicht zu kennen, alle motorisierten Verkehrsteilnehmer schon. Diese scheren sich im Hinblick auf Radfahrer oft einen Kericht darum. Die Radfahrer schlagen da nur zurück und haben die Gerichte noch auf ihrer Seite, weil ein Radfahrer ja nichts wissen muss.
Und wer ist immer tot? Bestimmt nicht der Autofahrer. Also, die Entscheidungen der OLGs sind für mich so einigermaßen nachvollziehbar.

Man sollte sich immer vor Augen halten, dass ein Kraftfahrzeug mit einer durchgeladenen Waffe zu vergleichen ist. Pennende Väter und Muttis können damit Menschen töten. Richter: "Warum ist der Radfahrer tot?" Mutti oder Papa treuherzig: "Ich war spät dran und hatte es eilig". Auf die gleiche Frage der LKW-Fahrer: "Termine, Termine..."

Was Rowdyitum angeht, bin ich da mit den Jahren sehr viel verträglicher geworden und könnte dem einen oder anderen Lehrer ein Vorbild sein.

Übrigens ist das "Sich-Vormogeln" an Ampeln den Radfahrern seit einigen Jahren gestattet. Weshalb regt sich der Spiegel auf? Die haben wohl keine Ahnung von der Straßenverkehrsordnung...

Dieter

Re: Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Mittwoch 3. November 2010, 07:34
von Sporti
Hallo Dieter,
Beispiel sich Vormogeln.
Ich stand an der Ampel und habe laut und deutlich rechts geblinkt, kommt von schräg hinten, rechts ein Radfahrer an mir vorbei und will geradeaus. Ich hätte den beinahe über den Haufen gefahren, weil ich den nicht gesehen habe.
Bei sowas raste ich aus.
Wenn man sich als Radfahrer sich schon vormogelt, sollte man dann auch das Gehirn einschalten.
Ich habe von einem Radfahrer gehöhrt, der war der festeten Überzeugung, daß man grundsätzlich gegen Einbahnstraßen fahren dürfte.
In Köln sehe ich kaum einen Radfahrer, der sich an rote Ampeln hält. Die fahren, wie sie lustig sind.

Auf der anderen Seite werde ich als Radfahrer öfters von Idioten ohne Sicherheitsabstand überholt, manchmal grundlos, Platz ist genug, oder noch dazu bei Gegenverkehr.
Wer wird dann wohl in den Graben geschubst, wenn es eng wird ?

Oder ich werde von einem Autofahrer überholt, der dann gleich rechts ab will. Ich wäre dem beinahe hinten drauf gefahren.

Idioten gibt es auf beiden Seiten.


Sporti

Re: Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Mittwoch 3. November 2010, 10:49
von Luxus
Wenn ich mit einem 2 Rad an der Ampel stehe,suche ich immer den Sichtkontakt mit dem Fahrer =-O
Dann gibt es keine, wie von Sporti angesporochenen Probleme wie z.B. übersehen etc.

Re: Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Mittwoch 3. November 2010, 11:23
von Rudi
Moin Moin...
Beim Vordrängen ging es nicht darum, das Radfahrer vor Auto drängelt, sondern Radfahrer vor Radfahrer!

Na ja bei mir drängelt keiner, ich bin einfach zu Breit! :mcgreen:

Das immer gleiche Kampfthema jeder gegen jeden nur wenn ich im Auto sitze passiert mir höchstens mal eine Beule aber der Radfahrer der bei Rot drüber fährt ist Gesundheit oder Leben los.
Als Busfahrer habe ich mal genau so einen (Fahrradkurier) für 12 Wochen ins Krankenhaus geschickt. :sad:
Der ist mir in der Innenstadt bei Rot genau 90 grad mittig in den Bus gefahren.
Er dachte "Rot egal ich habe recht" ( Hat der so ähnlich bei der Verhandlung gesagt!!!!)
Beim Prozess bin ich frei gesprochen worden keine schuld!

Na ja der hatte seiner Meinung nach Recht und dafür ein kaputtes Knie.
Wie blöd muß man sein?

Gruß Rudi-HH
Bild

Re: Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Mittwoch 3. November 2010, 12:13
von Ganter
Hallo Dieter-K.

Komme Du mir mal in unser Amsterdam Deutschlands (Münster). Dann wirst Du nach wenigen Stunden sicherlich anders denken. :wink:

Für mich als KFZ-Schadenssachbearbeiter, (derzeit) Ex-Autofahrer, Moped- und Rollerfahrer, Busfahrgast und vor allen Dingen als Fußgänger sind für mich hier alle Radfahrer zunächst mal potentielle Schwerbrecher, und zwar so lange, bis sie mich durch ihren Fahrstil gegebenenfalls vom Gegenteil überzeugt haben.

Leider ist es gerade die ältere Generation (50 plus), die beim Radfahren als schlechtes Beispiel voranfahren.

Klar, ein Radfahrer ist zwar der schwächere Verkehrsteilnehmer gegenüber den motorisierten Vehikeln (Betriebsgefahr), aber als Fußgänger hat man es hier mit der größten Gefahr zu tun, wenn es um Radfahrer geht. Die kann ich nach 59 Jahren immer noch nicht einschätzen, weil sie unberechenbar sind und bleiben.

Wenn sich Radfahrer wenigstens so vorbildlich verhalten würden wie die Saxonettenfahrer, dann wäre die Welt in Ordnung. @}->--

Re: Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Mittwoch 3. November 2010, 22:04
von Dieter-K
Hallo Freunde,

ich vergaß: Gelsenkirchen ist ein ruhiges Pflaster. Da gibt es sicher brisantere Städte. Lausiger Fahrstil soll ja ansteckend sein.
Also will ich meine Erfahrungen nicht verallgemeinern.

Wie schrieb ich mal? Bei uns sind die Grünen nett. Vielleicht liegt's am ruhigen Pflaster.

Dieter

Re: Der Anarchismus auf zwei Rädern

Verfasst: Mittwoch 3. November 2010, 23:57
von Claus
Hallo Ihr :smile: ,

richtig Dieter,verallgemeinern lässt sich das nicht.Nur beobachte ich immer wieder: je mehr Verbote
und Einschränkungen es für Radfahrer in unseren Fussgängerzonen,etc. gibt,umso aggressiver
werden sie umgangen. :sad:

Wir Menschen sind ja flexibel :

Sind wir Radfahrer,können wir die Autos nicht leiden.
Sind wir Autofahrer,können wir die Radfahrer nicht leiden.
Sind wir Fussgänger,können wir alle beide nicht leiden. :mcgreen:

Leider etwas Wahres dran.

Gruss Claus