Mal was anderes: Mäusekino!
Verfasst: Samstag 13. November 2010, 01:26
Hallo zusammen,
zunächst einmal, wie alles begann...
Kürzlich gab es ein Problem, mein persönliches Karma betreffend:
Die Frage stellte sich, ob ich als Tierfreund überhaupt etwas dagegen tun darf, dass Wühlmäuse
1. Meinen Rasen in eine teils unterhöhlte, teil aufgeworfene Buckelpiste verwandeln.
2. Böschungen erodieren durch systematisches talseitiges Verwühlen von Erdmassen.
3. Krokuszwiebeln und Gehölzwurzeln planmäßig wegfressen.
Ich habe mir dann Wühlmausfallen gekauft und damit...
Aber die fleißigen Wühler taten mir auch leid, was also konnte ich zum Ausgleich Gutes tun?
Die Antwort gab mir ein anderes, viel kleineres Mäuschen, das wegen der Herbstkälte in meinem Bastelraum herumhuschte. Erst dachte ich, dass es sich verirrt hätte und nicht wieder herausfand, stellte Trinkwasser sowie einige Haselnüsse hin. Aber dann sah ich, wie es behende ein Eck hochkletterte und in der Dachschräge hinter einem Balken verschwand.
Ganz normal auf Futtersuche also. Ich dachte nach...
Sollte ich diesem kleinen Mäuschen nicht eine unverhoffte Freude damit bereiten, es satt über den Winter zu bringen. Und wenn ja, könnte ich es beim Füttern vielleicht beobachten, gar fotografieren? Dann hätte ich selber auch eine Freude daran. Aber ohne "Dressur" würde das wohl nicht gehen. Denn diese weiterhin freilebende (!) Maus müßte vorher noch einiges lernen:
1. Das Futter bei Licht anzunehmen, damit ich was sehen kann.
2. Sich dabei von mir und dem blitzenden Knipskasten nicht stören zu lassen.
3. Sich gezielt "rufen" zu lassen, denn im ungeheizten Anbau ist es arg kalt.
Was soll ich sagen - die Dressur hat nur eine Woche gedauert, und das ging so:
Leckeres Futter hingestellt (3 Rosinen oder 3 Nüsse), aber immer nur vor Mitternacht, und immer nur zusammen mit einem bläulichen LED-Nachtlicht im Raum. >> Futter gab es also nur in der ersten Nachthälfte, und immer nur bei Licht. Nach einigen Tagen kein LED-Licht mehr. Futter erst aufgestellt, nachdem ich zuvor helles Licht angemacht hatte und danach ruhig im Raum war, um 20:15. >> Das Mäuschen kam bald, denn Licht im Raum bedeutete ja leckeres Futter, langsame Bewegungen störten es nicht. Schnelle und/oder Rascheln ließ es kurz flüchten, es kehrte aber bald zum Futter zurück. Problem beim späteren Fotografieren: Das Futter wird zunächst an einen sicheren Ort verschleppt, mit Deckung von oben. Damit es genau vor der Kamera verspeist wird, muss es quasi arretiert werden, bei Rosinen einfach durch Aufstecken auf einen Draht (Drahtende fein abgerundet). So sind die folgenden Aufnahmen entstanden.
Zu schön, nicht wahr!
Das Beweisfoto zur Artbestimmung ist ganz unten.
Grüße - Sparky
Welche Rosine zuerst?

Am besten unten anfangen!

Auf einem Bein...

Die letzte Rosine.

Fast fertig...

Neue Fotos von Freitagabend, rechte Seite:

Linke Seite:

Weiße Bauchseite mit ockergelbem Band kehlseits: Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis).
Ein ausgesprochener Waldbewohner, springt und klettert ausgezeichnet!

zunächst einmal, wie alles begann...
Kürzlich gab es ein Problem, mein persönliches Karma betreffend:
Die Frage stellte sich, ob ich als Tierfreund überhaupt etwas dagegen tun darf, dass Wühlmäuse
1. Meinen Rasen in eine teils unterhöhlte, teil aufgeworfene Buckelpiste verwandeln.
2. Böschungen erodieren durch systematisches talseitiges Verwühlen von Erdmassen.
3. Krokuszwiebeln und Gehölzwurzeln planmäßig wegfressen.
Ich habe mir dann Wühlmausfallen gekauft und damit...
Aber die fleißigen Wühler taten mir auch leid, was also konnte ich zum Ausgleich Gutes tun?
Die Antwort gab mir ein anderes, viel kleineres Mäuschen, das wegen der Herbstkälte in meinem Bastelraum herumhuschte. Erst dachte ich, dass es sich verirrt hätte und nicht wieder herausfand, stellte Trinkwasser sowie einige Haselnüsse hin. Aber dann sah ich, wie es behende ein Eck hochkletterte und in der Dachschräge hinter einem Balken verschwand.
Ganz normal auf Futtersuche also. Ich dachte nach...
Sollte ich diesem kleinen Mäuschen nicht eine unverhoffte Freude damit bereiten, es satt über den Winter zu bringen. Und wenn ja, könnte ich es beim Füttern vielleicht beobachten, gar fotografieren? Dann hätte ich selber auch eine Freude daran. Aber ohne "Dressur" würde das wohl nicht gehen. Denn diese weiterhin freilebende (!) Maus müßte vorher noch einiges lernen:
1. Das Futter bei Licht anzunehmen, damit ich was sehen kann.
2. Sich dabei von mir und dem blitzenden Knipskasten nicht stören zu lassen.
3. Sich gezielt "rufen" zu lassen, denn im ungeheizten Anbau ist es arg kalt.
Was soll ich sagen - die Dressur hat nur eine Woche gedauert, und das ging so:
Leckeres Futter hingestellt (3 Rosinen oder 3 Nüsse), aber immer nur vor Mitternacht, und immer nur zusammen mit einem bläulichen LED-Nachtlicht im Raum. >> Futter gab es also nur in der ersten Nachthälfte, und immer nur bei Licht. Nach einigen Tagen kein LED-Licht mehr. Futter erst aufgestellt, nachdem ich zuvor helles Licht angemacht hatte und danach ruhig im Raum war, um 20:15. >> Das Mäuschen kam bald, denn Licht im Raum bedeutete ja leckeres Futter, langsame Bewegungen störten es nicht. Schnelle und/oder Rascheln ließ es kurz flüchten, es kehrte aber bald zum Futter zurück. Problem beim späteren Fotografieren: Das Futter wird zunächst an einen sicheren Ort verschleppt, mit Deckung von oben. Damit es genau vor der Kamera verspeist wird, muss es quasi arretiert werden, bei Rosinen einfach durch Aufstecken auf einen Draht (Drahtende fein abgerundet). So sind die folgenden Aufnahmen entstanden.
Zu schön, nicht wahr!
Grüße - Sparky
Welche Rosine zuerst?

Am besten unten anfangen!

Auf einem Bein...

Die letzte Rosine.

Fast fertig...

Neue Fotos von Freitagabend, rechte Seite:

Linke Seite:

Weiße Bauchseite mit ockergelbem Band kehlseits: Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis).
Ein ausgesprochener Waldbewohner, springt und klettert ausgezeichnet!
