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LKW stürzt in Rhein, Fahrer tot

Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2011, 08:50
von Sporti
Hallo,
Was mich zudem erheblich stört, daß in den vergangenen Jahren bereits 5 Fahrer von der Anlegerampe in den Fluß gefahren sind. Die Stadtbehörde hat von der Regierung vorher schon Anweisungen bekommen. Außer einem kleinen Hinweisschild auf der linken Seite, weitere Sicherungsmaßnahmen zu erstellen. In einigen Navis geht die Straße als Brücke weiter, dabei ist es nur ein Fähranlegeplatz.
Eine Untersuchung ergab, daß dies nicht erforderlich sei.
Jetzt ist jemand gestorben, der bei Nebel weder das Schild an der falschen Stelle, noch das Ende der Straße gesehen hat.

Erst jetzt überlegt die Verwaltung weitere Sicherungsmaßnahmen.

Ich persönlich denke, daß die Verantwortlichen, die die Scherungsmaßnahmen verhindert haben erst mal für ein Jahr ins Gefängnis müssen. Das ist fahrlässige Tötung.

Hier der Film dazu.
http://www.wdr.de/mediathek/html/region ... twagen.xml

Sporti

Re: LKW stürzt in Rhein, Fahrer tot

Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2011, 12:15
von Ganter
Augen auf im Straßenverkehr.

Für mich gibt es nur zwei Schuldige: Das Navigationsgerät und der LKW-Fahrer. Glotzen die Typen, die ständig an Fähranlegestellen in die Flüsse fahren, eigentlich die ganze Zeit nur auf das Display des Navigerätes? Scheint so. Dann kann man auch gleich Fernsehen schauen. Oder Kreuzworträtsel der BILD-Zeitug lösen, wie so viele LKW-Fahrer das ja auch beim Fahren auf AUtobahnen machen.

Navigeräte machen kirre und tragen noch mehr zur Verblödung der High-Tec-Gesellschaft bei, wie auch Smartphones und anderes. Das schreibt Euch der sein Leben lang technik begeisterte Ganter, der auch bereits mal ein Navi hatte und dieses einfach viel zu schrecklich (blöde Laberei) und zu fehlerhaft fand. Ich informiere mich vor Fahrtantritt über Strecke und Fahrtziel (hier hilft auch Technologie wie Google-Maps) und bei Bedarf zaubere ich die gute alte Landkarte (Straßenatlas) hervor. Und den pflichtgemäßen Stopp (wenn kein Beifahrer vorhanden) nutze ich dann gleich für eine Fluppenpause.

Re: LKW stürzt in Rhein, Fahrer tot

Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2011, 17:56
von Sporti
Hallo Ganter,
prizipiell hast Du recht, aber so einfach ist die Sache hier wohl nicht. immerhin war es ein erfahrener LKW-Fahrer, der eine ihm unbekannte Strecke fuhr.
mein Beileid auch mit der Familie.
Mir kommt es immer so vor :Wird einem das Händi gestohlen, war man selbst schuld, hattest ja aufpassen können.. Ist man im Supermarkt auf eine kleinere Verpackungsgröße für den gleichen Preis reingefallen, ist man selbst schuld, hättest ja aufpassen können. Bist Du im Internet auf eine Abzockerseite reingefallen, bist Du selbst schuld, hättest ja aufpassen können. usw.
Was ist mit den Tätern. Sind die nicht schuld ? Nein, die nehmen ja nur jede Gelegenheit wahr, die sich ihnen bietet. Die dürfen lustig weitermachen.

Ich denke: in sachen Fähranlegerplatz hätte vorher schon was passieren müssen. Die gefahr war bekannt.

Siehe weiteren Film:

http://www.wdr.de/tv/aks/sendungsbeitra ... mid=468337

Sporti

Re: LKW stürzt in Rhein, Fahrer tot

Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2011, 19:41
von DiDi
Ein sehr tragisches Schiksal für den Mann ,


Nebel ist auch immer eine heimtükische Sache , von Navi ist hier keine Rede ,

wenn man bedenkt ,wieviel unsinnige Verkehrsschilder mit Verboten oder Einschränkungen ,
in den Verkehr gebracht werden ,
handelt es sich an dieser Stelle ,wohl um eine sträfliche Vernachlässigung , Gründe hat es ja zuvor mehrmals gegebenen ,

kann man den Angehörigen nur Durchhaltevermögen wünschen , um ihr Recht durchzusetzen .

Re: LKW stürzt in Rhein, Fahrer tot

Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2011, 20:33
von Ganter
Okay, von einem Navigerät ist in diesem Fall nicht die Rede.

Aber wie weit vor der Wasserkante sollte eine Schranke angebracht werden? Der Abstand sollte schon sehr groß sein, damit man dann trotz Durchbrechens der Schranke nicht genügend Bremsweg zur Verfügung hat. Als PKW-Fahrer sollte man ein eventuelles Durchbrechen der Schranke bemerken. Aber ob das jeder LKW-Fahrer so schnell wahrnimmt? Hängt wohl auch von der Stabilität der Schranke ab.

Und was nutzen Warnlichter, wenn starker Nebel herrscht und die Fahrweise dann nicht auf Nebel- oder Starknebelverhältnisse angepasst wird? Gegebenenfalls sollte man weniger als Schrittgeschwindigkeit fahren, was im Klartext dann wohl anhalten bedeutet.

Wie sagte Jürgen von Manger in seinem 1960-Jahre Programm Adolf Tegtmeier - Die Führerscheinprüfung: "Bei Dunkelheit darf ich nur so schnell fahren, wie weit ich gucken kann, wenn ich jemanden totfahre."

Warnhinweise, Blinklichter, Schranken und modefizierte Navisoftware hin oder her: Letztendlich ist bei so einem Vorfall der Fahrer in erster Linie der Hauptauslöser des Unfalles, weil er nicht alles in seiner Macht gestandene getan hat, um den Unfall zu vermeiden. In der Rechtssprechung würde das bedeuten, er kann den Unabwendbarkeitsbeweis nicht führen.

Eine Entschuldigung würde ich gelten lassen. Wenn genau an der Stelle alles endete, weil die Welt doch ein Scheibe ist, was keiner bisher mehr glaubte und die Welt genau dort endete.

Re: LKW stürzt in Rhein, Fahrer tot

Verfasst: Sonntag 16. Oktober 2011, 23:49
von Dieter-K
Das wäre doch die Lachpille des Jahrhunderts, wenn es nicht so traurig wäre.
Die Stadt Köln blitzt an jeder Ecke und lässt auf umliegenden Autobahnen 100 fahren.
Diese Maßnahmen sollen Sicherheit bringen, erklärt dir dann der Herr in blauer Uniform.
Wenn du das als Abzocke bezeichnest, läufst du Gefahr, dass du als uneinsichtig eingestuft wirst. Das verdoppelt dann das Bußgeld.
Die Stadt kassiert und freut sich.

Wenn irgendwo zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind, dann doch wohl an diesem Fährübergang.
5 x Unfall innerhalb überschaubar kurzer Zeit - da werden die Verantwortlichen sich nicht herauswinden können.
Das Schild "Ufer", plaziert auf der linken Straßenseite, ist schonmal ein Witz.
Gültige Schilder auf der linken Seite erwarte ich nur in England und auf mehrspurigen Straßen in eine Richtung, wenn der Gegenverkehr durch bauliche Maßnahmen abgetrennt ist. Alle Schilder haben in Germany rechts zu stehen. Wenn das nicht ausreicht, können am linken Fahrbahnrand die gleichen Schilder noch einmal angebracht werden.

Punkt.

Ganter, niemand hat deswegen Teilschuld, weil er überhaupt losgefahren ist.
So hört sich nämlich dein Statement an.

Dieter

Re: LKW stürzt in Rhein, Fahrer tot

Verfasst: Montag 17. Oktober 2011, 05:50
von Rudi
Eine Schranke/Ampel und gut wäre es gewesen.
Gibt auch wasserdichte Ausführungen in HH ist meistens so was mit einer Ampel gesichert.

Aber auch LKW Fahrer haben oft schuld, hier gibt es einige Unterführungen die nur 3,2 m Hoch sind mit Riesigen Sperrschildern und im Jahr fahren sich da so 20 LKW trotzdem fest...
Das NAVI sagt recht also Rechts...... ]:-> =-O @= @= @=

Gruß Rudi-HH
Bild

Re: LKW stürzt in Rhein, Fahrer tot

Verfasst: Montag 17. Oktober 2011, 08:29
von Sporti
Hallo ganter,

ich gehe mal davon aus: Wenn da eine Schranke gewesen wäre, hätte der LKW- Fahrer noch rechtzeitig vor der Schranke halten können, ganz bestimmt.
Die Schranke wäre als solche rechtzeitig erkennbar gewesen.
Wenn nicht, dann wäre danach noch genug Bremsweg übrig.
Der Übergang von der Straße zum Wasser war wohl nicht so eindeutig erkennbar, da die Straße nahtlos in den Fluß übergeht. Wenn man das bemerkt, das das Wasser nicht eine feuchte Straße ist, ist es schon zu spät, zudem sich ein vollbeladener LKW sich auch nicht so bremsen lässt, wie ein PKW.
Ich sage nicht: Der LKW-Fahrer hat keine Schuld, aber die Sicherungsmaßmahmen, ein Uferschild auf der linken Seite sind doch was dürftig.


Ich kenne jemanden, der ist durch die gläserne Eingangstür einer großen Firma gelaufen. Warum ? Er hat sie einfach nicht gesehen. Seitdem die Türe beschriftet ist , ist nichts derartiges mehr passiert.

Rudi:

Ohne diese Riesigen Hinweisschilder, nur mit normalen, wären es bestimmt 3 x so viel LKW-Fahrer, die in den Tunnel fahren würden. Und die haben kert gemach, weil sie die Schilder nicht übersehen haben.
Somit erfüllen sie Ihren Sinn. Aber da ist zumindest alles mögliche gemacht worden.Wer da trotzdem reinfährt ist Kriminell Das ist ein Unterschied zum Kölner Fähranlegeplatz. Da reicht Fahrlässigkeit aus.

Muß es denn immer erst Tote geben, bevor etwas passiert ?


Ich kannte eine Dame, die hatte erkennbar Alzheimer, hatte aber immer noch den Führerschein. Die konnte nur mit Vollgas und quietschenden Reifen aus der Garage fahren..
Ihre Kinder hatten schon längere Zeit versucht, daß sie Ihren Füherschein abgenommen bekommt. Vergeblich.
O-Ton der Frau: "Wenn ich ein Kind anfahre, dann hätte das Kind besser aufpassen müssen".
Erst als sie einen Unflall baute und weiterfuhr, konnte man Ihr den Führerschein abnehmen.


Sporti