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welcher Kolben für diese Gehäuse
Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2011, 14:06
von palon
Hallo,
Vor einem Monat habe ich ein NL Motor ersteigert,nun habe ich den zerlegt...und feststellt dass der Kolben C was drin war so schwer(ohne Ring) geht dass es unmöglich ist ob er (C) der richtige ist?Am Gehäuse steht a1!!
Kann mir bitte jemand sagen welcher Kolben in das jeweilige Gehäuse gehört.
Viele Grüße aus Prag
Pavel
Re: welcher Kolben für diese Gehäuse
Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2011, 14:35
von Dieter-K
Hallo Palon,
A1 besagt nichts.
Dein Gehäuse wurde 1992 hergestellt. Damals war die Kennzeichnung der Kolbengröße
als Farbpunkt im Kurbelgehäuse angebracht.
Grüße - Dieter
Re: welcher Kolben für diese Gehäuse
Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2011, 15:05
von Sporti
Man muß bedenken, daß sich die zu verwendende Kolbengröße ja erst nach der Zylinderbearbeitung herausstellt.
Die notwendigen Toleranzen für den Kolben sind enger als die Herstelltoleranz des Durchmessers. Um Ausschuss zu vermeiden, gibt es die Kolbengrößen.
Da kann man nicht schon vorher die Beschriftung in der Gußform einarbeiten.
Sporti
Re: welcher Kolben für diese Gehäuse
Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2011, 15:41
von palon
Hi,
dann habe ich noch ein (D) Gehäuse mit b1 ,und da war ein Kolben B.darum meine gedanken ob es vielleicht zusammen hängt.
..der Kolben B ist leider schrott, sonst würde ich den nehmen weil der C was drinnen war wenn ich den kolben reinmach dann geht der da drinnen total schwer und das kann ja nicht sein.. ..dann habe ich noch ein Mulden B der passt gut! Aber ist ja einer Mulde und da passen wieder nicht die überströmkanälle

kann ich den Mulden bearbeiten ?
Re: welcher Kolben für diese Gehäuse
Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2011, 17:16
von Jörg
FNeu aus dem Forum hat einen Muldenkolben erfolgreich an den Überströmern bearbeitet .
Re: welcher Kolben für diese Gehäuse
Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2011, 18:28
von Sporti
Zum Thema Beschriftung a1 und b1:
Wie ir ja wissen hat das überhaupt nichts mit der Kolbengröße zu tuen.
Da ich aber auch Konstrukteur von Spritz-Kunstsoffteilen bin, kann ich mir vorstellen, was für einen Sinn diese Markierungen haben, die in ähnlicher Form an den meisten Bauteilen angebracht ist.
So Bauteile werden in zig-tausendfacher Anzahl hergestellt und das über mehrere Jahre.
Zur Qualitätsprüfung und Nachvollziehbarkeit von Fehlern und der Logistik sind einige Angaben am Teil notwendig
Bei Spritzgußteilen ist zum Beispiel ein Code über das entsprechende Formnest am Teil.
Es gibt Werkzeuge mi 1 bis zu weit über 100 Formnestern.
Bei Fehlern, gebrochener Form-Kern usw. kann man dann sofort das entsprechende Formnest identifizieren. Dann gibt es noch einen Code über den Werkzeig-Iststand.
Hin und wieder geht was kaputt, oder der Konstrukteur läßt eine Werkzeugkorrektur oder eine Werkzeugoptimierung durchführen.
Damit man auch Jahre später weiß, aus welchen Stand das Bauteil ist, braucht man diese Werkzeugkennung.
Auch für die Qualitätsprüfung. Es kommt vor, das Teile aus einem bestimmten Werkzeugstand Schrott sind und nicht an den Kunden gehen dürfen.
Manchmal wurde ein Werkzeug nur wegen Verschleiß ( Kernbruch) repariert, aber die Teile daraus bleiben gleich.
Dann gebt es noch einen Teile-Iststand auf dem Teil.
Dann kann es auch noch sein, das es mehrere Werkzeuge für ein Teil gibt, wenn die Stückzahl zu hoch ist, ein Werkzeug das Ende der Lebensdauer erreicht hat und ein Ersatz gebaut ist.
Auch das ist auf den Teilen kodiert.
Alles je nach Hersteller verschieden.
Zu guter letzt gibt es noch ein Fertigungsdatum.
Das kann in Form einer Datums-Uhr, sein, die man leicht im Werkzeug einstellen kann, Ein Tampon-Druck-Stempel , Laserbeschriftung und wenn der Platz begrenzt ist dann meistens mit Körnerpunkten (oft in einem Gitter).
Oder in Form von 4 Ziffern.
Je nach Anforderung kann man das Herstelldatum minütlich stündlich, täglich wöchendlich ganz genau nachvollziehen.
Dieses gibt es auch als Stückzahl.
Weitere Beschriftungen sind oft: Das Herstelland, für Deutschland z.B. DE oder bei alten Teilen W.-Germany.
Die Teilenummer des Herstellers Logo des Herstellers wenn nötig auch noch die Zusammenbau-Nr. wenn das Teil später mit anderen zu einem Endprodukt zusammengebaut wird.
Dann auf jeden Fall das Firmen-Logo. des Endkunden und dessen Bestellnummer.
Auf Kunststoffteilen steht zudem noch das Material, z.B. > PA66-GF13 < um besser zu recyklen zu können.
Bei unserem a1 oder b1 könnte es jedenfalls ( ich weiß es nicht genau) das erste Werkzeug (a ) mit dem ersten Teilestand sein (1)
Das 2. Werkzeug ( oder Form) der Buchstabe "b2"
jedenfalls eine Vermutung. Oder andersherum.)
Anhand des Datums kann mann meistens leicht die Angaben des Verkäufers überprüfen, ob der Motor z.B. zum Rahmenbaujahr passt.
Sporti