Mein 1. Mal mit der Rennleitung
Verfasst: Montag 13. April 2020, 09:24
Vorgestern fuhr ich am Datteln-Hamm-Kanal spazieren. Es war teilweise rappelvoll mit Radfahrern und Spaziergängern, aber stellenweise schön leer. Von Bergkamen bin ich bis zur Einmündung in den Rhein-Herne-Kanal gefahren, danach wieder zurück. Am Horstmarer See in Lünen war richtig viel los, also bin ich schön langsam unter mittrampeln und Standgas da lang getuckert.
Plötzlich sah ich, wie zwei schwarz gekleidete Personen aus der Masse der Passanten auf mich zu rannten. Als sie näher kamen sah ich, dass der Eine hektisch in ein Funkgerät sprach. „Alles klar, wir haben ihn!“ hörte ich ihn sagen… Ok, jetzt wusste ich, was kommen wird. Ohne Begrüßung oder Vorstellung: „sie dürfen hier nicht fahren!!!“ Ach, sage ich, warum nicht? „Sie haben ein Kraftfahrzeug, das ist hier verboten!“
Mhm, sage ich, das ist doch hier ´nen Radweg, oder? „Ja, ist es!“ Und es ist hier außerhalb geschlossener Ortschaft, oder? „Ja genau!“ Prima, dann erlaubt mir der § 2, Absatz 4 der STVO: außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Mofas auf Radwegen fahren. „Das können Sie mal schön mit der Rennleitung klären. Ah, da kommen die schon…!“
Da haben die beiden Aushilfs-Möchtegern-Ordnungshilfskräfte tatsächlich die Rennleitung gerufen. Deren Job war wahrscheinlich, das Versammlungsverbot an den Liegeflächen des Sees zu überwachen, aber jetzt hatten die ja mich, das ist ja viel schwerwiegender.
Der Streifenwagen hat noch nicht richtig angehalten, da textete der eine Spacko den Polizisten schon durch die Seitenscheibe zu. Dann stiegen die Herren aus und kamen auf mich zu, dabei wurden sie immer noch von dem Einen vollgequatscht: „der hat ´nen Motor und ´nen Nummernschild“, „der darf hier nicht fahren“…
3 Meter vor mir blieb der Hauptkommissar stehen, stemmte die Fäuste in die Hüfte und sagte: „ich sehe hier nur ein Fahrrad, oder ein Ur-Typ eines Mofas!“.
„Ja, aber der hat doch ein Nummernschild und darf deshalb hier nicht fahren!“
„Falsch, junger Mann, das ist ein Versicherungskennzeichen“!
Nach wenigen Minuten zerbröselten die Argumente des Ordnungshelfers und die Freude darüber, den Polizisten ´nen dicken Fisch an der Angel zu präsentieren wich der Scham eines belehrten Kleinkindes .
Dann bekam der Polizist einen Anruf, den er mit den Worten beendete: „….ja wir sind hier fertig und kommen sofort…“ Er kniff mir ein Auge zu, nickte wohlwollend und sagte: „fahren Sie bitte weiter und frohe Ostern“.
Ok, sage ich, das wünsche ich Ihnen auch, aber ich nehme da vorne die Brücke und verlasse den Radweg,- hier ist es mir zu voll…. Als ich wegfuhr hörte ich noch, wie der eine Spacko immer noch mit dem Polizisten über Kennzeichen und Nummernschilder diskutieren wollte, aber die Polizisten mussten ja auch weg.
Fazit:
Ich brauchte keine Papiere oder den Führerschein vorzeigen.
Der nette Polizist (ca. Ende 50 Jahre) hat noch nie eine Saxonette gesehen.
Ich werde an solchen schönen Tagen stark besuchte Strecken meiden.
Ich bin seit 13 Jahren das erste Mal kontrolliert worden.
Radwege am Kanal sind teilweise mit dem Zusatz „keine Mofas“ versehen, teilweise aber auch nicht!
Idioten gibt es überall…..
Frohe Ostern und Gruß aus Unna,
Roland
Plötzlich sah ich, wie zwei schwarz gekleidete Personen aus der Masse der Passanten auf mich zu rannten. Als sie näher kamen sah ich, dass der Eine hektisch in ein Funkgerät sprach. „Alles klar, wir haben ihn!“ hörte ich ihn sagen… Ok, jetzt wusste ich, was kommen wird. Ohne Begrüßung oder Vorstellung: „sie dürfen hier nicht fahren!!!“ Ach, sage ich, warum nicht? „Sie haben ein Kraftfahrzeug, das ist hier verboten!“
Mhm, sage ich, das ist doch hier ´nen Radweg, oder? „Ja, ist es!“ Und es ist hier außerhalb geschlossener Ortschaft, oder? „Ja genau!“ Prima, dann erlaubt mir der § 2, Absatz 4 der STVO: außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Mofas auf Radwegen fahren. „Das können Sie mal schön mit der Rennleitung klären. Ah, da kommen die schon…!“
Da haben die beiden Aushilfs-Möchtegern-Ordnungshilfskräfte tatsächlich die Rennleitung gerufen. Deren Job war wahrscheinlich, das Versammlungsverbot an den Liegeflächen des Sees zu überwachen, aber jetzt hatten die ja mich, das ist ja viel schwerwiegender.
Der Streifenwagen hat noch nicht richtig angehalten, da textete der eine Spacko den Polizisten schon durch die Seitenscheibe zu. Dann stiegen die Herren aus und kamen auf mich zu, dabei wurden sie immer noch von dem Einen vollgequatscht: „der hat ´nen Motor und ´nen Nummernschild“, „der darf hier nicht fahren“…
3 Meter vor mir blieb der Hauptkommissar stehen, stemmte die Fäuste in die Hüfte und sagte: „ich sehe hier nur ein Fahrrad, oder ein Ur-Typ eines Mofas!“.
„Ja, aber der hat doch ein Nummernschild und darf deshalb hier nicht fahren!“
„Falsch, junger Mann, das ist ein Versicherungskennzeichen“!
Nach wenigen Minuten zerbröselten die Argumente des Ordnungshelfers und die Freude darüber, den Polizisten ´nen dicken Fisch an der Angel zu präsentieren wich der Scham eines belehrten Kleinkindes .
Dann bekam der Polizist einen Anruf, den er mit den Worten beendete: „….ja wir sind hier fertig und kommen sofort…“ Er kniff mir ein Auge zu, nickte wohlwollend und sagte: „fahren Sie bitte weiter und frohe Ostern“.
Ok, sage ich, das wünsche ich Ihnen auch, aber ich nehme da vorne die Brücke und verlasse den Radweg,- hier ist es mir zu voll…. Als ich wegfuhr hörte ich noch, wie der eine Spacko immer noch mit dem Polizisten über Kennzeichen und Nummernschilder diskutieren wollte, aber die Polizisten mussten ja auch weg.
Fazit:
Ich brauchte keine Papiere oder den Führerschein vorzeigen.
Der nette Polizist (ca. Ende 50 Jahre) hat noch nie eine Saxonette gesehen.
Ich werde an solchen schönen Tagen stark besuchte Strecken meiden.
Ich bin seit 13 Jahren das erste Mal kontrolliert worden.
Radwege am Kanal sind teilweise mit dem Zusatz „keine Mofas“ versehen, teilweise aber auch nicht!
Idioten gibt es überall…..
Frohe Ostern und Gruß aus Unna,
Roland