Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Saxonette, Spartamet und andere
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Sparky

Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von Sparky »

Bernd hat geschrieben: DESHALB FÜR MICH EIN RÄTSEL DIE STARKE KORROSION IM MOTOR !
Hallo zusammen,
ich habe ja die Macke, den Kolben von meinem Motor vor dem Wegstellen
des Krads immer nochmal eben kurz mit dem Starterseil auf OT zu ziehen.
(Dekoventil und E-Starter hab' ich nicht, ginge mit Fingerspitzengefühl aber selbst dann.)
Tatsache ist, dass der Motor IMMER um UT herum stehenbleibt.
Dann ist der Kolben hinten/unten.
Auslass, Überströmer und Kurbelhaus sind zum Auspuff hin offen.
Wenn der Auspuff innen nass ist, weil der Motor vorher nur kurz lief,
und so ein Motor mit Kolben auf UT dann jahrelang hingestellt wird,
braucht man sich doch über Feuchtigkeit im Kurbelhaus nicht zu wundern.
Kolben immer schön auf OT gezogen schützt auch den Kolbenring
vor Korrosion an der Stelle, die zum Auslass zeigt, und die dafür bekannt ist,
im Laufe der Zeit dünner zu werden als der Rest (vielleicht auch durch Korrosion).
Das muss doch alles nicht sein...
Wer sonst noch zieht seinen Kolben immer schön auf OT? Wahrscheinlich keiner...
Wer weiß wie's geht, mit dem Starterseil? Hatte ich mal beschrieben...
Grüße - Sparky :wink:
Dieter-K

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Sparky,

dein Ansatz war mir einen eigenen Thread wert.
Ich hab's nie gemacht und jetzt erstmalig darüber nachgedacht.

Du kannst auch einen Rätselthread daraus machen:
"Wie bekomme ich die Kolbenstellung nur mit dem Seilstarter hin, dass der Auslass verschlossen ist?"
Ich könnt's richtig sagen, es soll aber interessant bleiben. :wink:

Dieter
Sparky

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von Sparky »

Hallo Dieter,
soooo ein interessantes Thema scheint das für den Rest ja nicht zu sein.
Schließlich ist auch eine genau entgegengesetzte Auffassung denkbar:

Wenn der Motor innendrin ein bisschen rostet...
Soooo schlimm ist das nun auch wieder nicht.
Irgendwann ist der ganze Krempel sowieso Schrott.
Wozu also der mühsame Kolben-auf-OT-Unsinn?
Spaßige Grüße - Sparky :mcgreen:
nicht mehr Mitglied

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von nicht mehr Mitglied »

Hi Sparky ,

Hier in den Links der Grund zum Posting von Sparky :wink: *THUMBS UP*

>>>>>>>> http://www.motorfahrrad.eu/viewtopic.ph ... =10#p27601

>>>>>>>> http://www.motorfahrrad.eu/viewtopic.ph ... =20#p27758


mfg Bernd


Hatte auch hier auf Dei Posting verwiesen >>>>>> http://www.motorfahrrad.eu/viewtopic.ph ... =20#p22833
Nachtrag zu Dieters Testverfahren:
Der Test ist sicherlich am genauesten, wenn man dabei
ganz langsam am Starterseil zieht und das Hinterrad beobachtet.
Nicht wie bei einem normalen Start kraftvoll ziehen, sondern laaaaangsam...
Und wenn du kein Dekoventil hast, dann spürst Du dabei auch die Verdichtungs-Feinheiten:
Der kurze Zugweg, bis es wuppt, ist der von UT+x nach OT, der lange ist der von OT nach UT+x.
(x heißt hier: bis Auslass und Überströmer quasi zu sind)
Je länger Du brauchst, um den kurzen Weg zu ziehen, desto dichter ist der Kolbenring...
Zuletzt geändert von nicht mehr Mitglied am Sonntag 6. Februar 2011, 09:38, insgesamt 2-mal geändert.
hotte

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von hotte »

moin Bernd

lese ja gerne hier im Forum,
bin nun auch der Meinung das Du der wirkliche Papst bist *TIRED*
keine Antwortet, schon startest Du die Löschtaste... :*)
bleib mal locker und entspanne Dich
gruß hotte
Sparky

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von Sparky »

Hallo Bernd,
1,5 Tage gewartet, das ist ja nicht so lange.
Ich bin manchmal auch - sagen wir mal - weg. Woanders.
Ich schaue nicht täglich in's Forum.
Ich weiß auch nicht, ob Du jetzt Deinen ursprünglichen Thread meinst oder diesen hier.
Den hat Dieter ja abgezweigt - davon wußte ich auch erstmal nichts.
Wie auch immer, ich kann Deine Frage jetzt nur noch erahnen:

Was hat es mit dem kurzen Zugweg, bis es wuppt, von UT+x bis OT,
und dem langen von OT bis UT+x auf sich? Das will ich gerne erklären:
Wenn man langsam und mit wenig Kraft (!) am Starterseil zieht,
dann kann sich kaum Kompression aufbauen, weil das Gas langsam am Kolbenring vorbeizischt.
Irgendwann auf dem Weg von UT+x nach OT kommt man aber OT so nahe,
dass die minimale Zugkraft doch dazu ausreicht, OT zu überwinden (das nenne ich Wupp).
Nach diesem Wupp ist man knapp hinter OT, saugend, mit Unterdruck im Gasraum vor'm Kolben.
Wenn man jetzt sachte gegen diesen Unterdruck weiterzieht, kommt man via Undichtigkeiten
ganz ähnlich von ca. OT bis zu dem Punkt, bis der Auslass öffnet, was zu einem erneuten Wupp führt.
ABER: Ein neuer Zugwiderstand wird erst spürbar, wenn der Auslass bei UT+x wieder geschlossen ist.
Dieser im Vergleich zum OT-Wupp zusätzliche Kurbelwinkel führt zu dem Betrag x.
Darum ist der Zugweg (Kurbelwinkel) von UT+x bis OT spürbar kürzer als der lange Weg von OT nach UT+x.
So kann man erkennen, dass man knapp hinter OT ist. Und hört dann auf zu ziehen.

ODER man zieht den bekanntermaßen um UT herum stoppenden Kolben
immer nur bis hinter den NÄCHSTEN Wupp, weil der dann knapp hinter OT ist.
Am genauesten erreicht man OT, wenn man es dabei gar nicht Wuppen lässt,
sondern schon beim spürbaren Beginn des "einfacheren" Ziehens aufhört zu ziehen.
So genau muss das aber gar nicht sein. OT +/- 60° reicht doch völlig!

Ich behaupte nicht, dass der Kolben immer mit offenem Auslass und Überströmer stehenbleibt.
Er bleibt aber immer in UT-Nähe stehen. Dort besteht ein Risiko von grob geschätzt 50%,
dass er das so tut wie oben beschrieben, also mit Korrosionsgefahr.
Dieses Risiko ist nur mit planmäßigem Ziehen auf OT-Nähe auszuschließen.
Und diese kleine Mühe sollte uns das Motorchen doch wert sein...
Grüße - Sparky :wink: @}->--

Nachtrag: Mit Dekoventil ist schneller erklärt, erfordert aber mehr Feingefühl.
Man muss spüren lernen, wann die Polradmagnete am Zündspuleneisen vorbeifahren.
Ich kenne es nur als kleine "Unebenheit" beim Ziehen nach OT mit Kompression, nicht als reinen Effekt.
Ohne Kompression sollte es besser zu spüren sein. Kurz danach aufhören zu ziehen: Kolben etwa an OT.
nicht mehr Mitglied

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von nicht mehr Mitglied »

Hi Sparky ,

Auch wenn ich Deine " WUPPS " noch nicht ganz nachvollziehen kann ( rein vom lesen ) werde ich es aber
probieren und nachschauen wie die Kurbelwelle steht. Vielleicht bekomme ich es hin.


Für die nächste längere Pause / Stillstand der Saxonette ist das für mich ein ungedingtes MUß .
Auch meine lagernden Motoren werden alle in diesen zustand gebracht.


mfg Bernd
Dampframme

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von Dampframme »

Ob Wupps oder nicht, der Kolben bleibt ja immer in der gleichen stellung stehen,( beim abschalten ).
Man dreht die Kerze raus und steckt was schlankes rein, dabei zieht man am Starter und kurz vor OT messe ich wieviel Starterschnur raus sind , sagen wir mal 12cm,Schnur wieder loslassen, Kerze wieder rein.
Jetzt nehme man ein Rohr, ca. 8mm, Material egal, schneide es 12cm ab und schlitze ea auf.
Wenn ich dieses Röhrchen jetzt zwischen Griff und Verlängerungsrohr Klemme habe ich doch von der Logik her immer
kurz vor OT.
Für den abstand kann man fast alles gebrauchen, geschlitzte U-Scheiben bis doppel-T Träger., alte Kugelschreiber
oder ne doppeltgeklappte Federscheibe.
micha
sachse

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von sachse »

Der beste Korrosionsschutz ist fahren :mcgreen:
Sparky

Re: Korrosionsschutz durch richtige Kolbenstellung

Beitrag von Sparky »

Hallo zusammen,
das Ganze ist tatsächlich nicht so leicht in Worte zu fassen.
Mit dem Weg von UT+x nach OT und wieder nach UT+x sind ja die unterschiedlichen Seilzugwege bzw. Kurbelwinkel gemeint, die sich von Wuppende bis Wuppende ergeben. "Wuppende" meint dabei das erneute Aufleben des Zugwiderstands, den man im Seil spürt.

Aber auch die Wupps selber sind unterschiedlich lang an OT und an UT:
Ein Wupp besteht aus seinem Anfang (das Seil beginnt schnell zu laufen), dem Wuppweg (das ist der Zugweg bzw. Kurbelwinkel, wo es ohne Gegenkraft quasi durchflutscht, und dem Wuppende (wo der Zugwiderstand im Seil wieder zunimmt).
Dieser Wuppweg ist an OT viel kürzer als an UT. Sobald nämlich vor UT der Auslass öffnet, beginnt der Wupp und endet erst, wenn der Auslass nach UT wieder schließt, umfasst also den zuvor beschriebenen Kurbelwinkel von 2x, der sich aus den Steuerzeiten am Auslass ergibt. An OT ist der Wuppweg viel kürzer, vor allem wenn man nur schwach am Seil zieht.

@Dampframme
Das mit dem Distanzstück ist unnötig kompliziert. Nach einem Motorstop bis zum jeweils nächsten Wuppende, also auf etwas hinter OT zu ziehen ist viel einfacher. Außerdem bleibt der Kolben in dem recht weiten Bereich bei UT +/- x herum stehen, nicht immer an der gleichen Stelle. Ihr kennt die Steuerzeiten besser als ich. 2x sind doch mindestens 90°, oder nicht? Irgendwo in dem Bereich (!) um UT herum bleibt der Kolben stehen.

Grüße - Sparky
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