Hallo Hoeppy,
Didi hat den eigentlichen Zweck meines Videos beschrieben: Es soll zeigen, dass sein Nachbau des Mahle Buckelkolbens maßlich jetzt so ausgereift ist, dass er sicher und ohne Zusatzgeräusche im Gehäuse mit dem vorgesehenen Kennbuchstaben läuft.
Winfried ist den Motor aus dem Video gefahren, als er noch einen Flachkolben und ein NL-Getriebe hatte. Meinen anderen flotten Motor ist er auch gefahren, der ist allerdings schon seit 2007 lang übersetzt.
Im Video ist jetzt auch der Motor im Berceau-Rahmen lang übersetzt. Das heißt, bei meinem Zahnradsatz 47% länger als ein NL- bzw. 82% länger als ein D-Getriebe. Man sieht das, wenn man die Drehbewegung der Pedale im zweiten Teil des Videos mit dem Motorgeräsch versucht mit der eigenen Erfahrung in Einklang zu bringen. Die Pedale rasen bei relativ niedrigen Drehzahlen, die Beschriftung des Reifens auch. McMaly weiß das auch so. Ich hab's ihm vorher gesagt.
Das Hinterrad ist physikalisch eine Schwungmasse, die beim Hochdrehen beschleunigt werden muss. Wegen des langen Getriebes wird diese Schwungmasse bei mir im oben angegebenen Verhältnis stärker beschleunigt als bei den bekannten Getrieben.
Tatsächlich messen Tuner die Leistung Ihrer Motoren "auf die Schnelle" im Leerlauf und im Stand aus dem Hochdrehverhalten. Die Summe der Massenträgheitsmomente der rotierenden Teile ist ihnen bekannt. Im Prinzip wird recht einfach überschlägig durch Hochdrehen in der Box geschaut, ob der Motor auf der Höhe ist nach der Formel:
W=0,5 x I x (omega2² - omega1²).
W: Beschleunigungsarbeit
I: Massenträgheitsmoment (wird bestimmt und ist für alle drehenden Teile bekannt aus Versuch am pyhsischen Pendel und Satz nach Steiner)
omega2 = 2 x pi x Drehzahl (am Ende des Hochdrehens)
omega1 = dito am Anfang des Hochdrehens.
Man schließt also aus dem Hochdrehen und dem damit verbundenen Beschleunigen ausschließlich rotierender Massen auf die Leistung eines Motors.
Je schneller die gewählte Enddrehzahl erreicht wird, umso höher die Leistung, denn Leistung ist Arbeit durch Zeit.
Genauso überschlägig hat Winfried akustisch aus der Höhe der Drehzahländerung und der dabei verstrichenen Zeit, den Schluss gezogen, dass der Motor nicht zu den Langweilern gehört. Recht hat er, und das Verfahren ist völlig in Ordnung.
So schnell reagierende Drehzahl-/Zeitmessgeräte wie Racing -Teams besitze ich nicht. Deshalb benutze ich andere Verfahren, um die Motorleistung zu messen.
Der T Ü V R h e i n l a n d hat jedenfalls meine Leistungsmessungen und das Verfahren anerkannt. Genau gesagt die überregional gefürchtete T Ü V-Z e n t r a l e A M G R A U E N S T E I N in Köln (gesperrt geschreiben wegen Google).
Siehe hier:
viewtopic.php?f=2&t=3430
und siehe zum erschreckenden Vergleich einen hervorragend laufenden Serienmotor dort:
viewtopic.php?f=2&t=3453
Der K1-Motor gehört zu meinem Moped und hat die Zulassung bis 45km/h, der K3 gehört zu meinem zweiten, neuen

Moped und muss für die Abnahme digital eingebremst werden.
Ich gehe davon aus, dass Hoeppy die Berichte im Nachbarforum gelesen hat. Dieser hier aus 2007 bezieht sich auf meine damals noch illegale Saxonette mit dem bis heute unveränderten K1-Motor:
http://www.hilfsmotor.eu/forum/Saxonett ... #fpost1150
Erschrecken wollen wir hier aber Niemanden. Wir sind nur gelegentlich schnell unterwegs.
Liebe Grüße - Dieter