Lieb und brav gerechnet, hängt am Kolbenboden und seinem Gewinde ein Mehrgewicht von 4 g.Martin E. hat geschrieben: Hallo Sporti, vom Gewicht der Scheibe gibt es keine Probleme, aber wie sieht es aus bei 8000- 9500 Umdrehungen?
Gruß Martin
Die größte Zugkraft am Gewinde tritt im OT auf (in UT sind es nur Druckkräfte). Diese Zugkraft beträgt bei 8000/min 67N oder für alte Säcke gesagt 6,7kg. Bei 9500/min werden es 95N.
Je nachdem, wieviel Gas gerade gegeben wird, steht dem aber die Kraft der Kompression und der beginnenden Verbrennung entgegen und hebt die 67N (95N) wieder mehr als auf. Die Scheibe wird also stets auf den Kolbenboden gedrückt.
11000/min und dann Gas zumachen, wäre vielleicht grenzwertig: 127N entspricht schon mehr als einem vollen Wassereimer, was aber bereits durch einem Druck im Zylinder von 1,5 bar vollständig ausgeglichen wird.
Entspannte Grüße - Dieter
PS: Jetzt kann man mal ermessen, wie stark das Kolbenbolzenlager belastet wird. Da hängt ja schließlich das gesamte Kolbengewicht dran. Kolben 37g, Bolzen, Clipse und Ring wiegen zusammen weitere 8,1g.
Die Zugbelastung in OT wird durch den Kompressions- und Verbrennungsdruck überkompensiert. Aber die Druckbelastung in UT aufs Kolbenbolzenlager hat's in sich:
5600/min => 372N
8000/min => 760N
9500/min => 1072N
11000/min =>1437N (entspricht einem Gewicht von 143kg!)