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Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Montag 23. September 2013, 12:32
von Karsten
Hallo zusammen,

ich wollte mich mal zurückgemeldet haben das die ersten paar Kilometer mit der Classic zurückgelegt sind.
Dank dem Wissensgut hier aus dem Forum konnte ich mir auch gut helfen.
Konnte natürlich nicht die Finger vom aufbohren der CDI lassen und muss sagen ich bin so recht zufrieden.

Alles im allen steckt aber noch eine Menge Arbeit drin, und was ich feststellen musste:
Irgendetwas stimmt mit dem Getriebe nicht.
Der Motor läuft in fahrt laut und es gibt vibrationen die in der Frequenz regelmäßig vielleicht zur vollen Umdrehung des großen Zahnrad gehören können.
Hoffentlich nicht eine defekte Wurmwelle! Das sowas trotzdem läuft konnte ich hier ja sehen.
Also werd ich erstmal den Motor zerlegen.

Habe noch ein zwei Fragen...
Stimmt es das eine E-Start Saxonette eine Lichtmaschine hat was meine (ohne e-Start) nicht hat?
Stellt sich mir die Frage warum man das nicht umbaut auf E-Start Polrad und Zündspule für generell Licht bei laufenden Motor.

Wieviel Grad Frühzündung gibt Ihr, bei ohne Scheibenfeder montage des Polrades, oben drauf?

Grüße
Karsten

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Montag 23. September 2013, 13:21
von hoeppy
Hallo Karsten, die E-start Zündspulen haben zusätzlich ein Wicklungspaket (Ladespule für die Batterie), diese liefert aber nur 30mA glaube ich, habe die Daten nicht im Kopf, es reicht jedenfalls nicht für Licht am Bike.
Hat auch mit den E-start Polrad nichts zu tun, Du könntest auch ein "normales" Polrad benutzen.

Frühzündung würde ich Probeweise erstmal 10° dazugeben...

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Montag 23. September 2013, 13:40
von Sporti
Ich würde an dem Zündzeitpunkt nichts ändern, das kann auch schief gehen: Pleuellager, z.B.
Aber nur meine Meinung.

Sporti

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Montag 23. September 2013, 15:36
von Kolbenfresser
Sporti hat geschrieben:Ich würde an dem Zündzeitpunkt nichts ändern, das kann auch schief gehen: Pleuellager, z.B.
Aber nur meine Meinung.

Sporti
Da bringt es doch endlich mal einer auf den Punkt, nicht alles was Leistung bringt ist für einen Vielfahrer gut.

Ich selber habe je Fahrzeug eine Fahrleistung von ca. 5000km/Jahr und Fahre trotzdem 1/2 Keil früh. Ich bin mir aber im klaren das diese Veränderung sehr stark auf die Kurbelwelle geht und öffne den Motor alle 10tKm um unter anderem das Pleullager zu tauschen, dabei gibt es gleich noch neue Simmeringe alles andere wird geprüft.
Bei diesen Motoren hatte ich noch keine außerplanmäßige Motoröffnung, lediglich bei einem anderen ist schon zum 2. mal das Pleullager defekt beim 1.mal nach 1900km das 2. mal 3000km, der läuft aber ohne Frühzündung.
Meine Motoren sind aber auch an anderen Stellen nicht auf Höchstleistung, dh. die laufen leicht fett und meist hören wir mit den NL bei ca. 25-27km/h auf mit Gasgeben VMax ca. 30km/h, bei vernünftig eingestelltem Tacho.

Die Geräuche sind schwer zu diagnostizieren, könnte das Radlager sein oder aber auch das die Getriebewelle zuviel spiel hat. Bei mir kam so ein Geräuch mal von einer nicht korrekt angezogenen linken Schraube an der Achse., also Ferndiagnose ist wohl nichts, meine Kugel ist gerade zum neu Justieren.

Jörg

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Montag 23. September 2013, 17:52
von Timo
Hallo Karsten.
Du schreibst:
Der Motor läuft in fahrt laut und es gibt vibrationen die in der Frequenz regelmäßig vielleicht zur vollen Umdrehung des großen Zahnrad gehören können.

Schau dir 1. einmal den Auspuff genauer an. Und zwar die Halterung/Winkel wo die Schrauben zum befestigen durchgehen. Dort ist sehr oft ein ganz feiner Riss den man schnell übersieht- aber die ganze Saxonette zum scheppern bringen kann. :mad:

2. Das Polrad im warmen Zustand überprüfen. :wink:

Timo

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Montag 23. September 2013, 17:53
von summi-ost
Hallo zusammen,
da muss ich mich auch mal einmischen.
Im Grunde genommen ist er ZZP von 17°(ca 1mm v.OT) schon eine Form der Drosselung. "Normale Zweitakter" haben ZZP von 2-4mmv.OT.
1/2 Keil verändert den ZZP um 10° ( gut 2mm v.OT) in Richtung früh, damit ergibt sich ein durchaus guter und normaler Wert, der nicht nur den Motor kräftiger macht, sondern auch die Spülverluste verringert, da der Verbrennungsvorgang etwas länger dauert. Ein weiterer Nebeneffekt ist die bessere Ausnutzung des Kraftstoffes.
Persönliche Erfahrungen zeigen, das sich die Reichweite deutlich erhöht.
Unterstützt sollte das natürlich durch begleitende Massnahmen werden , wie etwas fettere Einstellung/Bedüsung sowie anderer kleiner "Tricks", und auch ein Gemisch von mindestens 1:80 ist da hilfreich.
Der Motor sollte dabei natürlich okay sein und im guten Zustand. Man merkt dann schon, das man an manchen kleinen Steigungen nicht mehr mttreten muss. Die höhere Geschwindigkeit ergibt sich dabei als Nebeneffekt.
Bei vernünftiger Fahrweise lässt sich da kein erhöhter Verschleiß oder Reparaturanfälligkeit feststellen.

Ich habs vielleicht etwas laienhaft erklärt, wer es noch besser kann........

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Dienstag 24. September 2013, 21:34
von Karsten
Hi zusammen,

hab´s verstanden wg. Zündung auf früher gehen und was passieren kann...
Ich dachte wenn am Motor etwas gemacht wird und wenn´s nur die CDI ist würdet Ihr alle schon eher auf 1:50 fahren!?!? Oder kohlt der Motor dann extrem zu?

@ Timo: "Polrad im warmen Zustand" also schauen ob die Welle radialspiel hat oder die Magnete lose sind?

Grüße Karsten

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Mittwoch 25. September 2013, 08:26
von Timo
Hallo Karsten,

lege das Polrad in einen Backofen und erwärme es auf 80 Grad. Dann in der linken Hand festhalten und mit der rechten Hand versuchen den Eisenkern links-rechts zu bewegen. Ist da jetzt ein Spiel ? wenn ja ab in die Tonne damit. ]:->

Timo

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Samstag 5. Oktober 2013, 21:53
von Karsten
Hallo zusammen,

meine Saxonette lief ja gut aber "geräuschvoll" wie ich schrieb.
Also machte ich mich nun an die Demontage des Triebwerks. Auch wegen einer "Bestandsaufnahme" vom Motor.
Verlief alles gut mit der Demontage bis den Freilauf der war so fest und hat dran glauben müssen.

Auspuff war nur mit drei Schrauben fest wobei eine eine Holzschraube war. :*)
Bis auf ein Gewinde alle hin, mal sehen ob ich da mit Inserts arbeite oder ein Gewinde größer gehe...

Simmerringe so naja, Lager sehen/fühlen sich alle noch ganz passabel an.
1. Sind auf der Kw eingentlich C3 Lager drauf, also mit mehr Lagerspiel wg. thermischer Belastung? Weil die haben ein wenig luft.

Aber mein größtes Problem ist der Zylinder.
Im Zylinder sind Riefen. Genau der Mittelachse des Zylinders nach, oben und unten, wobei unten stellenweise die Beschichtung raus ist!
Beschichtung fehlt aber nicht im Brennraum sondern weiter unter dem Auslassfenster. :sad:
2. Gibt es mittlerweile Möglichkeiten den Zylinder neu beschichten zu lassen?

Habe ein Zylindergehäuse mit der Kennung C, drin gefunden habe ich einen Kolben (der sieht dem Zylinder entsprechend aus) mit der Kennung A! :*)
3. Lief der jetzt zu stramm oder war der einfach zu klein und kippelte?

Ich habe das Gefühl das ich mir man einen anderen Motor besorgen kann. Ein NL mit Dekoventil hätte ich schon gern, aber man steckt ja nicht drin
und was bekommt man dann.
4. Liegt der unterschied von 399 zu 499 tatsächlich nur am "Simmeringanschlag" auf der einen Seite der Kw?

Grüße
Karsten

Re: Saxonette Classic wieder auf die Straße bringen

Verfasst: Samstag 5. Oktober 2013, 22:15
von summi-ost
Hallo Karsten,

zu 1: eigentlich sogar C4 Lager.
zu 2: soweit mir bekannt ist, gibt es kaum Möglichkeiten den Zylinder neu beschichten zu lassen. einfacher wäre es einen gebrauchtes Motorgehäuse zu bekommen, bzw. einen anderen Motor wo der Zylinder noch okay ist. Ebenso die Auspuffgewinde.
zu 3: Theoretisch müsste der Kolben ein zu großes Spiel gehabt haben. Ich selbst hab noch keinen Kolben mit der Kennung A gesehen. In vielen Beiträgen wurde schon beschrieben wie man prüfen kann ob er der Kolben zum Zylinder passt, einfach mal in den alten Beiträgen suchen.
zu 4: die Simmeringsicherung ist der einzige Unterschied vom 499 zum 399. Ausser das mache Baureihe des 499iger von ausgesprochen mieser Qualität waren. Allerdings sollten die Miesen sich mittlerweile fast alle aus dem Kreislauf verabschiedet haben.

Ich würde versuchen ein Gehäuse oder preiswerten Motor zu bekommen, den du dir selbst überholen kannst.