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Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Montag 15. April 2013, 16:56
von sjaak
Ganz am Anfang dieser Thread hat Goodhubi schon mal gefragt ob der Auslass frei ist.
Danach ging es nur noch ueber das Mischrohr u.s.w.
Schau mal nach den Auslass, ob da keine Oehlkohle drin ist, oder ein verstopfter Auspuff, kann gut sein dass da der Fehler liegt.

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Montag 15. April 2013, 17:39
von Sachso
@ sjaak,
das ich da nachgesehen habe , hatte ich gerade geschrieben. Der Motor ist ungebraucht mit 0 km und sah auch nach Demontage des Auspuffs so aus , alles niegelnagelneu und sauber.
Dennoch danke für den Hinweis, Sachso

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Montag 15. April 2013, 19:55
von hotte
Sachso hat geschrieben:Nun habe ich die Hauptdüse gezogen , sie war bis auf die Bohrspäne einwandfrei , keine Spur von Verunreinigung.Die Membrane am Benzinanschluss war weich und leichtgängig. Alles montiert , wieder der gleiche Fehler . Die Kerze war jedesmal nass und wurde gegen eine neue getauscht. Er springt gut an , geht manchmal bei Vollgas aus oder läuft etwas stotternd weiter. Mit geringem Shoke läuft er manchmal gefühlt besser , erreicht aber nicht den gleichmäßigen runden Lauf.Tausch gegen den Sportluftfilter oder ohne Luftfilter hatte keinen spürbaren Einfluss. Der Motor ist in der Originaleinstellung und hat auch schon vernünftig gelaufen. Der beschriebene Zustand kam über Nacht. Kann das ein Hinweis für undichte WDR sein ? Eine echt harte Nuss dieser 199er mit 0 km.
Vielen Dank denen , die mir mit Ratschlägen behilflich sind , wie Ihr schon bemerkt habt , bin ich ein Saxonetten-Greenhorn.
VG Sachso
Der Motor hat 0 Km, trotzdem hat er schon ein schönes ALTER. Die Wellendichtringe sind bestimmt in dieser Zeit verhärtet und undicht geworden, da würde ich mal suchen.

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Montag 15. April 2013, 22:24
von Dampframme
Ich meinte NICHT die Membran im Vergaser, sondern an der Membranplatte die Metallzunge.
Die sitzt hinter dem Vergaser am Gehäuse, und da ist bestimmt ein Stück Gummi vom Luftfilter drinne. :wink:

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Dienstag 16. April 2013, 10:32
von Sparky
Hallo zusammen, melde mich zurück...
Etwas offene Metallzunge der Membran: Sehr unwahrscheinlich.
Wenn da was Größeres drinsitzt, dann läuft der Motor kaum noch.
Ist außerdem unwahrscheinlich, dass sich da stabil was festsetzt.
Normalerweise ist es Dreck im Vergaser / Düsenstock.
Der kann auch jedesmal wieder neu angeschwemmt werden aus Dreckresten im Tank / Benzinleitung.
Ist das alles gereinigt worden? Vergaser allein reinigen hilft oft wenig. Ein neuer Benzinschlauch wäre schön.
Falschluft kann es auch nicht sein, denn die wäre bei Vollgas weniger störend als bei Teillast.
Und bei Teillast läuft er ja...
Sparky :wink:

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Dienstag 16. April 2013, 18:04
von Sachso
@hotte,
versprödete WDR waren bei dem Alter möglich. AAAAber auf der ersten Probefahrt hat er kraftvoll gelaufen(ca. 10 km mit 1:80). Mir ist klar , dass ich wohl um das Zerlegen nicht herumkomme. Ich möchte nur möglichst viele Ursachen vorher ausschließen.Unter dem Polrad ist es trocken.
Dampframmes Hinweis auf die Membran werde ich demnächst nachgehen , die Kunststoffplatte wollte ich eigentlich wg. der "Schraube" nicht so gerne abnehmen.
@Sparky,
der ersten Reinigung folgten weitere in denen ich nichts fand auch das Ziehen des Mischrohrs brachte keine Erkenntnisse.Den Tank hatte ich zuerst gespült , einen neuen Filter und einen Benzinhahn eingebaut. Falschluft hatte ich auch als Ursache im Hinterkopf wenn ich auch nicht wusste woher , Dichtungen sind alle komplett. Wie Du schreibst , scheidet Falschluft aus weil der Leistungseinbruch nicht im Vollgasbereich wäre.
Danke und VG Sachso

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Dienstag 16. April 2013, 19:00
von timo h.
Hallo,

ich habe da mal etwas rausgesucht, was mir auch schon geholfen hat:
meine Vorgehensweise Falschluft auf der Pohlradseite aufzuspüren:

1. Pohlrad abziehen.

2. Mutter zum festziehen des Pohlrades wieder auf das Gewinde schrauben.

3. Mit Hilfe von Spülmittel und etwas Wasser zwischen den Handflächen durch reiben derselben aneinander Schaum mit größeren Blasen erzeugen.

4. Diese Mischung auf den Simmi aufbringen, so daß die Blasen im Grenzbereich Kurbelwellenzapfen Simmi anhaften.

5. Eine längere Schraube verkehrt herum durch die Nuß stecken, die zur Mutter auf dem Kurbelwellenzapfen passt, so daß das Gewinde hinten aus der Nuß herausschaut.

6. Dieses Gewinde in einen Akkuschrauber spannen. Jetzt ist vorne in der Nuß noch genug Platz, das diese mit der Mutter auf der Kurbelwelle Kraftschluß herstellen kann.

7. Nuß auf Mutter schieben und linksherum mit dem Akkuschrauber die Kurbelwelle drehen.

Jetzt kann man an den Blasen geringste Luftdruckunterschiede in diesen Bereich genau nachvollziehen.


Grüße Matthias
Gruß, Timo h.

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Mittwoch 17. April 2013, 03:46
von Dieter-K
An der weit verbreiteten Fehlersuche mag ich mich schon gar nicht mehr beteiligen.
Es ist immer gleich, immer wird etwas Elementares übersehen.
Verzweifelt bin ich noch nie, weil ich systematisch ausschließe. Da gab es mal einen Fehler bei Nicole, den von 1000 keiner gefunden hätte.

Niemand der ernsthaften Saxonettefahrer hat nur einen Vergaser, nur eine Hauptdüse, nur einen Auspuff, nur eine Zündspule und nur ein Modul und nur eine Zündkerze.

Elementar ist auch, dass der Chokeschieber bei Stellung Choke voll geschlossen zu sein hat und bei Stellung Römisch 1 den Ansaugtrakt vollständig freigeben muss. Desweiteren muss der Gaszug im Leerlauf etwas Spiel haben, also der Gaszug ist nicht stramm. Und letztlich muss der Gasschieber den Ansaugkanal bei Vollgas ganz freigeben. Das tut er eigentlich immer, da es praktisch keine Drehwegbegrenzung gibt.

Die Fehleranalyse bei Sachso deutet auf ein zu mageres Gemisch im Vollastberich hin. Mit etwas Choke läuft's besser. Damit ist die Ursache gut eingekreist. Am Rande darf man nicht vergessen, dass der Zündung bei Vollgas zum Schwächeln neigt, weil der Funke bei hohem Druck schlechter springt. Damit rücken auch alle Komponenten, die damit zu tun haben, also die Zündung, in den Mittelpunkt. Sofern die Zündung einwandfrei arbeitet, läuft der Motor zu mager. Er bekommt zu wenig Benzin zur angesaugten Luft.

Wenn die Augen nachlassen und die 2,5 Dioptrien Lesebrille nichts mehr hergibt, dann besorgt man sich erstmal ein gute Lupe. Die eröffnet uns neue Welten, die vorher im Verborgenen lagen. Speziell beim Vergaser, dem anfälligsten unserer Anbauteile. Alt wie ich bin, habe ich neben diversen Lupen ein USB-Mikroskop. Das alles schafft Klarheit.

Da gab es mal ein Sandkorn in der Hauptdüse. Das hatte sich dort verklemmt. Es war so klein, dass es lichtdurchlässig war. Ein Bild davon ist im Nachbarforum.
Dann gab es mal eine Membranplatte, bei der ein Grat vom Gießen hochstand und das Mofa unter 18km/h zwang. Wer nicht ganz genau hinsehen kann, wird solche Ursachen nie finden.
Der Wassertropfen in der Bohrung der Düse ist auch ganz perfide. Man sieht ihn einfach nicht. Er schmiegt sich an die Düsenwandung, verengt den Querschnitt und ist mit bloßem Auge einfach nicht zu erkennen! Die Bohrung ist nicht mehr kreisrund, das ist das wichtigste Indiz. Wer seine Düse schon mal mit Draht "gereinigt" hat, braucht sich um unrunde Bohrungen den Kopf nicht mehr zerbrechen. Verhunzt ist verhunzt. Dann hilft vielleicht ein Sportluftfilter, um mit seinem größeren Luftdurchsatz wieder leistungsgünstige Gemischwerte herzustellen.

So, das war meine hier einmal jährlich auftauchende Jammerei. Dabei will ich es belassen.

Augen auf und viel Erfolg, Sachso - Dieter

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Mittwoch 17. April 2013, 07:58
von Saxo Fan
Hallo Dieter
Habe mir deinen Kommentar ausgedruckt. Kommt in meine Mappe für Saxonetten, Erste Hilfe *THUMBS UP* .
Falls ich auch mal wieder Ärger mit dem Vollgas haben :/ .
Gruß
Rainer

Re: Leistungsverlust bei Vollgas

Verfasst: Mittwoch 17. April 2013, 10:20
von Sachso
Hallo Dieter,
meine Vorgehensweise war ähnlich einschließlich der Gebrauch der Lupe , einer Kupferdrahtseele , Druckluft und zur ersten Reinigung Bremsenreiniger. Auch die jeweiligen Schieberstellungen , wie auch in anderen Berichten dieses Forums angesprochen , habe ich geprüft. Lediglich zur Messung der Zündspannung fehlt mir das Equipment und die Ahnung , der Zündfunke ist bei herausgedrehter Kerze kräftig.Eine neue Kerze habe ich ber. eingewechselt. Die Kerze ist ständig feucht wenn ich nachschaue. Leider habe ich nicht mehrere Vergaser , das Wolle-Tuning-Modul funktionierte anfangs nicht.
Ich denke eine "Triebwerks-Demontage " wird mir bei der nächsten Schlechtwetterperiode nicht erspart bleiben.
Dem von Timo h. vom Autor Matthias stammenden Hinweis , die WDR-Dichtigkeit mittels Seifenwasser zu prüfen , werde ich natürlich umsetzen.
Ich möchte allen nochmal ausdrücklich für die zahlreichen Hinweise danken .
Viele Grüsse Sachso