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Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Montag 26. September 2011, 13:57
von Tourist
Hallo Mike,

danke für den Tip - hab mir jetzt auch die 60 Lux Version bestellt. Werde mal versuchen, die mit 6V aus dem Starterakku zu betreiben und vorübergehend die Original-Funzel samt Rückstrahler für den Dynamo-Betrieb ebenfalls dran zu lassen (sicher auch wieder nicht StVZO - konform - aber was soll´s).

Die Städte, in den ich ggf. nachts gelegentlich mal fahre (FS und M) haben in der Regel ausreichend beleuchtete Radwege mit erträglichem Belag (zumindest im Geschwindigkeitsbereich meiner Saxonette). Wirklich schrecklich wird es überland, da kann man sich mit der Halogenfunzel nur grob orientieren - und das auch nur, solange man fährt und nicht stehenbleiben muss.

Werde berichten...

Gruß und Dank,

Tourist

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Montag 26. September 2011, 14:38
von timo h.
Hallo, ich war heute im Fahrradladen und der wollte für die B&M ohne die Nahausleuchtung 75€ haben. Ich habe dann gesagt, dass ich es mir noch überlege...

Ich werde mir dann die hier bestellen:

http://www.ebay.de/itm/B-M-Busch-Muller ... 3991wt_984

Ist das dann die ohne Nahfeldausleuchtung?
Meint Ihr, ich kann die dann auch mit stabilen 7,2V betreiben?

Danke, Timo :wink:

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Montag 26. September 2011, 15:06
von DomZurHeide
Hallo Timo!

Das ist die 60 Lux - Variante.

Die Nahausleuchtung hat nur 40 Lux, weil sie das Licht breiter streut.

Wichtig ist nur, dass du bei der 60 Lux- Lampe einen weißen Rückstrahler (sogenanntes Katzenauge) nach Vorne intallieren musst. Das ist nach StVO notwendig und kostet im "Knöllchenfall" mehr als dieser Rückstrahler!

Einen sonnigen Gruß


dom

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Montag 26. September 2011, 15:30
von Mike
Da hast Du vollkommen Recht Dom.

Was mir aber noch wichtiger erscheint als der angedrohten Strafe zu Entgehen, ist die eigene Sichtbarkeit.
Auch die LED kann mal hops gehen oder man steht länger als 10 Minuten zwecks Service am Fahrbahnrand - dann wird auch das Standlicht zu dunkel um gesehen zu werden.

Wenn dann ein entgegenkommenendes Fahrzeug nicht einen Reflektionspunkt von mir hat, bin ich im Dunkeln auf der Landstrasse eventuell 30m vorher auszumachen.
Ein Auto mit 108km/h legt diese Strecke in einer Sekunde zurück.
Da die Schrecksekunde erst vergeht, bevor der Autofahrer reagiert, hat er mich z.B. beim Überholen eines anderen PKW in dem Moment auf der Haube, wo er zu Bremsen beginnt. =-O

Ich fuhr schonmal mit Halogen in einer mondlosen Nacht unser 2,8km Gefälle runter mit ca. 50km/h.
Der Seitenläufer rotierte am Limit und die 3 Watt Funzel gab auf.
Licht aus 8-)
Ich hatte mehrfach Glück.
Mir kam niemand entgegen und ich konnte trotz null Sicht sicher zum Stillstand kommen.

So ein Reflektor kostet keine 2 Euro und ist ein absolutes Muss.
Ausserdem sind die Anbaureflektoren gut 3x so gross wie die in den Frontleuchten (40Lux) eingebauten.

Gruß
Mike

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Montag 26. September 2011, 22:21
von Dieter-K
Hallo Timo-H,

dir möchte ich gerne teuren Frontlampenschrott ersparen.
Deshalb die Frage: Wo willst du die 7,2Volt hernehmen?

Dieter

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Dienstag 27. September 2011, 13:04
von timo h.
Ich habe jetzt die Lichtspule von Masse getrennt und dann gleichgerichtet, Mit der gleichgerichteten Spannung lade ich jetzt diesen Akku

http://www.conrad.de/ce/de/product/2060 ... Detail=005

Mit dem Akku versorge ich die Hupe, Licht und Blinker, also alles. Das Einzige ist, dass die Ladeschlussspannung schon mal höher sein kann, wie hoch werde ich nachher mal messen.

Angeblich hat der Reflektor aber ja einen Spannungsbegrenzer. Gut gekühlt wird der ja bei dem Fahrtwind von 50km/h.

Danke, Timo *THUMBS UP*

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Dienstag 27. September 2011, 14:09
von timo h.
So, ich habe eben bei Vollgas gemessen. Ich komme nicht über 8Volt DC. Das müsste ja eigentlich noch gehen, oder?

Timo

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Dienstag 27. September 2011, 14:38
von Mike
timo h. hat geschrieben:So, ich habe eben bei Vollgas gemessen. Ich komme nicht über 8Volt DC. Das müsste ja eigentlich noch gehen, oder?

Timo
Moin Timo
8,66Volt wäre die Ladeschlussspannung dieses Akkus.
Er wird mit 8V nie richtig voll werden - d.h. die 2000mA/h minus vielleicht 500mA/h?
Die Ruhespannung dieses Packs beträgt 7,44 Volt (6 x 1,24Volt)
Die wird Dein Akku regelmäßig haben und Deine Abnehmer müssen die 8Volt oder was Du gemessen hast (belastet mit Akku als Verbaucher der Ladespannung) abkönnen.

Gruß
Mike

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Dienstag 27. September 2011, 15:22
von Dieter-K
Hallo Timo-H,

Zitat aus der Montageanleitung vom B&M IQ-Cyo:
Anschluss an einen Akku
Sollten Sie den Scheinwerfer (unter Ausschluss jeglicher Gewährleistungsansprüche)
an einen Akku anschließen, beachten Sie bitte, dass Sie den Anschluss „verpolt“ vornehmen
müssen, d. h. „Plus“ an den Masseeingang und „Minus“ an den Stromeingang.
Die maximale Helligkeit erhalten Sie bei einer Gleichstromspannung zwischen
7,2 und 7,5 Volt (7,5 Volt darf nicht überschritten werden!).


Diese LEDs bringen bei wenig Stromstärke viel Licht. Werden Spannung/Strom über das zuträgliche Maß erhöht, so werden sie zwar kurzfristig heller leuchten. Nach kurzer Zeit (Minuten) verlieren sie aber durch diese Schädigung einen Teil ihrer Leuchtkraft. Sie werden mit höherer Spannung künftig dunkler leuchten und nie wieder ihre ursprüngliche Helligkeit erreichen als ohne diese vorausgegangene Schädigung. =-O

Dieter

Re: Sicher unterwegs mit Tagfahrlicht

Verfasst: Dienstag 27. September 2011, 17:58
von Tourist
Hallo zusammen, bin nun erleuchtet O-)

gestern bei Amazon bestellt und heute drangeschraubt: http://www.amazon.de/gp/product/B001IHQ ... ss_product (hat gestern noch 5,- € mehr gekostet :/ )

Wird über 1/2 Starterakku mit nominell 6 V / im Betrieb mit 6,5 - 7 V versorgt.
Zieht beim Einschalten ca. 300 mA, nach ein paar Sekunden (Standlichtkondensator voll) nur noch 150 mA -> zur Dauerbeleuchtung daher nicht geeignet (Ladestrom soll so um die 100 mA bringen).
Aber: Bei Nachtfahrten oder in unübersichtlichen, verkehrsreichen Situationen brennt er (rechnerisch) 12 Stunden (Nachladung nicht berücksichtigt) und im Extremfall (Akku ganz leer) eben etwas dunkler.
Die asymetrische Entladung tut dem Akku sicher auf Dauer nicht gut, werde daher versuchen, gelegentlich von 0-6 V auf 6-12 V umzustecken. Regelmäßiges Nachladen per Netzteil sollte auch nicht schaden.
Probleme hab ich noch mit dem Rücklicht: Der Scheinwerfer hat zwar einen Ausgang für das Rücklicht und das funktioniert auch mit Gleichspannung. Aber: sobald ich den Akku mit der "Bordelektronik" verbinde, brennt das Licht (incl Rücklicht) dauerhaft und lässt sich nicht mehr ausschalten! Der Scheinwerfer hat keinen Kontakt zur Masse, das Rücklicht schon. Ich denke, an der Stelle muss ich ansetzten, ebenso sollte ich mich mal in den Schaltplan der Elektr(on)ik der Saxonette vertiefen. Der Plan war, beide Leuchten (Front- und Rück-) per integriertem Schalter (Version für Nabendynamo) einzuschalten (Standlichtfunktion der Leuchte daher bedeutunglos). Eventuell werde ich aber um einen externen Schalter nicht rumkommen - dann aber bevorzugt gleich einen Umschalter zur Wahl zwichen Dynamo und Akku. Vorerst bleibt es also beim ausschließlichen Betrieb des Front - Scheinwerfers per Akku, Originalleuchte + Rücklicht per Dynamo.

Jetzt warte ich nur noch, bis es endlich dunkel wird, damit ich zur ersten Nacht - Probefahrt starten kann.

Montiert hab ich die Leuchte am Schutzblechhalter der Federgabel (26" ... :wink: ), dauerhaft wäre mir eine höhere Montage, ggf. sogar am Lenkerkopf lieber (hab nur keine passende Schraube)...

Bis später

Tourist

@ timo-h. : Dein Akku hat eine Zelle zuviel! Mit nominell 6 V / eff. 7,2V (also 5 Zellen) sollte es eher klappen. Zwick eine ab, dann passt´s.