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Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Freitag 26. Juni 2009, 23:31
von Rudi
Moin Moin....
Gestern habe ich mal etwas experimentiert.
Den Elektrodenabstand bei der Bosch Kerze auf 0,7 mm raufgesetzt, von 0,5 mm und siehe da die lief gleich mal ca 2 km/H schneller.
Kann das sein? :/
Der Abstand Zündung Polrad ist 0,4 (gemessen) T-Modul Wolle. Sonst ist an der Zündung nichts verändert..
Bin überrascht das das so geht, Leerlauf etwas unrunder aber noch gut..

Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Zufall?

Fahrt ihr alle mit 0,5 oder mehr?

Gruß Rudi-HH
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Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Freitag 26. Juni 2009, 23:50
von nicht mehr Mitglied
Moin Rudi ,

Deine Feststellung kann zutreffen. Wenn der Zünfunke länger ( größer ) wird die Verbrennung positiv
beeinflußt.
EXPERIMENTIERE solange wie die Saxonette noch gut startet.
Ansonsten Elektrodenabstand wieder verkleinern.

Mfg Bernd
:wink:

Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 05:25
von Rudi
Moin Moin...
Also bei meinem 599 mit Klee ist ein Abstand von 0,65 optimal.
Bei meiner anderen ohne Klee ist bei 0,55 alles in Butter!

Spullen Abstand ist jeweils 0,4 mm
Habe ich das richtig im Gedächtnis das je höher der Abstand der Zündspule zum Polrad ist, desto höher ist der Zündstrom?
Dabei gibt es sicher grenzen, 0,6 mm glaube ich gelesen zu haben?

Dann könnte man doch auch den Elektrodenabstand noch etwas vergrößern?

Würde das was bringen oder nur Spielerei... :redface:

Gruß Rudi-HH der heute mal 100 km Dauertest fährt...
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Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 21:11
von Sparky
Hallo Leute,
Dieter hat mir das mal erklärt:

Ein geringer Elektrodenabstand führt zwar garantiert zu einem Funken,
aber auch zu einem Zündverzug, also zu Spätzündung.
(Der schmale Spalt kühlt die erste Verbrennung quasi etwas ab und verspätet sie dadurch).
Umgekehrt führt ein großer Elektrodenabstand relativ gesehen zu einer Frühzündung.
Aber nur, solange der Funke es überhaupt schafft, sich zu bilden.
Nur diese Frühzündung lässt den Motor höher drehen!
Das könnte man auch durch ein verdrehtes Polrad erreichen.

Der Abstand Polrad-Zündspule sollte so klein wie möglich sein,
aber jedes Schleifen oder Reiben hat natürlich zu unterbleiben.
Je kleiner der Abstand, desto stärker ist im Prinzip der mögliche Funke.

Grüße - Sparky

Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 21:40
von Dampframme
Ihr müßt bei eueren Testfahrten auch das Heiße Wetter berücksichtigen , im moment laufen alle Saxos Tagsüber lahm, in den abendstunden laufen Sie wieder besser weil kalte Luft einen höheren anteil Luftmoleküle (Sauerstoff)enthält und kalte Luft sich besser verdichten läst, oder so. :klugscheiss:

Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 22:12
von Sparky
Das stimmt im Prinzip.
Die Luftzusammensetzung ändert sich durch die Wärme zwar nicht
(wenn man einmal vom letztlich geringen Wassergehalt absieht),
aber die Dichte! Kalte Luft ist dichter und enthält mehr Sauerstoff.
Dadurch kann man im Winter auch eine größere Düse fahren.
Die größere Luftdichte unterstützt die Verdichtung im Motor,
weil sie ja quasi schon etwas "vorverdichtet" ist,
d.h. der Wirkungsgrad (der vom Herrn Carnot) nimmt ebenfalls zu...
Das war doppelt :klugscheiss: :klugscheiss:
Grüße - Sparky :wink:

Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Dienstag 30. Juni 2009, 22:39
von Dieter-K
Hallo Leute,

@Dampframme: Das war höchstens der Anfang vom Klugsch...Jetzt geht's weiter. :mcgreen:

Tatsachen für die persönliche Wissenssammlung:
Die Zündspule sollte mindestens einen Spalt von 0,35mm zum Polrad aufweisen. Flotte Motoren aus Sicherheitsgründen eher 0,4mm.
Begründung: Die Spule erhitzt sich bei kleinerem Abstand durch die stärkere magnetische Induktion und den kräftigeren Funken.
Wer 8500 mal pro Minute einen Funken will, wird mit mehr Wärme in der Spule rechnen müssen als jemand dem 5000 Umdrehungen reichen.

Vergaser laufen bei warmem Wetter immer fetter als bei kaltem.
Motoren mit aufgebohrtem Vergaser zeigen sich im Sommer von ihrer besten Seite. Diese Vergaser sind für Vollgas sehr schwierig so abzustimmen, dass sie genug Kraftstoff liefern. Andererseit überfetten sie recht stark in den Teillastbereichen.

Bei hohen sommerlichen Temperaturen sinkt der Luftwiderstand.
Weil wir dicke Jacken und ähnliche Luftbremsen erst gar nicht tragen, ist normalerweise im Sommer mit der besten Höchstgeschwindigkeit zu rechnen.
Demgegenüber steht der niedrigere Sauerstoffgehalt der warmen Luft. 5°C kalte Luft liefert 9% mehr Sauerstoff als 30° warme Luft (so Gay-Lussac, vermutlich Saxonettefahrer aus Frankreich.)
Wie der Motor tatsächlich reagiert, lässt Rückschlüsse auf die Vergaserabstimmung zu.

Jetzt ist mir leichter :mcgreen: - Dieter

Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Mittwoch 1. Juli 2009, 05:02
von Rudi
Moin Moin...
Nu ist das hier ein "Erleichterungs Thema" geworden? :/ :smile:

Also ich fasse mal zusammen: Möglichst geringer Polradabstand (Thema Frühzündung) bis 5000 u/min
Möglichst langer Zündfunke ( Thema Wirkungsgrad)
Möglichst einen Ladeluftkühler ( Thema Sauerstoff)

Ok jetzt weiß ich auch nicht wirklich mehr, aber kenne mich mit einigen neben Details sehr gut aus.. :smile:

Ok un zu meinen Werten:

0,4 Abstand zum Polrad (Estart) Keil ist drinnen!
0,7 mm Elektrodenabstand Bosch WR10
Das ganze auf einen 599 Motor BJ 2008 mit Klee, Verdichtungserhöhung, einen auf 8,5 mm aufgebohrten Vergaser und 43, er Düse.
Garniert mit einen Dauer Sportluftfilter und erhöhtem Luftdurchsatz im Luftfilterkasten.
Wolles Zündmodul....

Ergebnis 30 km/h (22 km/h bei 4% Steigung) Fast ruhiger Leerlauf, Fliegen zwischen den Zähnen.... 8-) ( Daran erkennt man den Freundlichen Saxonetten Tuner!)
Was will ich eigentlich mehr??? :/ =-O :redface:

Ich lass das mal so und freue mich über die Rehbraun gebrannte Kerze.

Danke für eure Erklärungen . *THUMBS UP* *THUMBS UP*

Gruß Rudi-HH
Bild

Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Mittwoch 1. Juli 2009, 18:38
von Dampframme
Rudi hat geschrieben:Moin Moin...
Nu ist das hier ein "Erleichterungs Thema" geworden? :/ :smile:

Also ich fasse mal zusammen: Möglichst geringer Polradabstand (Thema Frühzündung) bis 5000 u/min
Möglichst langer Zündfunke ( Thema Wirkungsgrad)
Möglichst einen Ladeluftkühler ( Thema Sauerstoff)

Ok jetzt weiß ich auch nicht wirklich mehr, aber kenne mich mit einigen neben Details sehr gut aus.. :smile:

Ok un zu meinen Werten:

0,4 Abstand zum Polrad (Estart) Keil ist drinnen!
0,7 mm Elektrodenabstand Bosch WR10
Das ganze auf einen 599 Motor BJ 2008 mit Klee, Verdichtungserhöhung, einen auf 8,5 mm aufgebohrten Vergaser und 43, er Düse.
Garniert mit einen Dauer Sportluftfilter und erhöhtem Luftdurchsatz im Luftfilterkasten.
Wolles Zündmodul....

Ergebnis 30 km/h (22 km/h bei 4% Steigung) Fast ruhiger Leerlauf, Fliegen zwischen den Zähnen.... 8-) ( Daran erkennt man den Freundlichen Saxonetten Tuner!)
Was will ich eigentlich mehr??? :/ =-O :redface:

Ich lass das mal so und freue mich über die Rehbraun gebrannte Kerze.

Danke für eure Erklärungen . *THUMBS UP* *THUMBS UP*

Gruß Rudi-HH
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D-Motor oder NL?? Für D=guter Wert,für NL=da geht noch was.

Re: Zündkerze Elektrodenabstand

Verfasst: Mittwoch 1. Juli 2009, 18:53
von Dampframme
Dieter-K hat geschrieben:Hallo Leute,

@Dampframme: Das war höchstens der Anfang vom Klugsch...Jetzt geht's weiter. :mcgreen:

Tatsachen für die persönliche Wissenssammlung:
Die Zündspule sollte mindestens einen Spalt von 0,35mm zum Polrad aufweisen. Flotte Motoren aus Sicherheitsgründen eher 0,4mm.
Begründung: Die Spule erhitzt sich bei kleinerem Abstand durch die stärkere magnetische Induktion und den kräftigeren Funken.
Wer 8500 mal pro Minute einen Funken will, wird mit mehr Wärme in der Spule rechnen müssen als jemand dem 5000 Umdrehungen reichen.

Vergaser laufen bei warmem Wetter immer fetter als bei kaltem.
Motoren mit aufgebohrtem Vergaser zeigen sich im Sommer von ihrer besten Seite. Diese Vergaser sind für Vollgas sehr schwierig so abzustimmen, dass sie genug Kraftstoff liefern. Andererseit überfetten sie recht stark in den Teillastbereichen.

Bei hohen sommerlichen Temperaturen sinkt der Luftwiderstand.
Weil wir dicke Jacken und ähnliche Luftbremsen erst gar nicht tragen, ist normalerweise im Sommer mit der besten Höchstgeschwindigkeit zu rechnen.
Demgegenüber steht der niedrigere Sauerstoffgehalt der warmen Luft. 5°C kalte Luft liefert 9% mehr Sauerstoff als 30° warme Luft (so Gay-Lussac, vermutlich Saxonettefahrer aus Frankreich.)
Wie der Motor tatsächlich reagiert, lässt Rückschlüsse auf die Vergaserabstimmung zu.

Jetzt ist mir leichter :mcgreen: - Dieter
:muahaha: :muahaha: ich wuste es :muahaha: :trinken: *JOKINGLY*