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Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Donnerstag 29. April 2010, 21:40
von Sporti
Als ich das Rad in Köln sah, mußte ich meine Kamera zücken.
Einmalige Gelegenheit.
Ein besonders gut erhaltenes Rad.
Einige von uns kennen den Motor noch, heute ist er extrem selten geworden.




Sporti

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 06:13
von Sporti
Hier noch ein Link zu einem älteren Beitrag:

http://www.motorfahrrad.eu/viewtopic.php?f=14&t=212

Sporti

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 10:45
von DiDi
Sporti ,
wo in der Domstadt kann man den sowas besichtigen

Gruß DiDi

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 11:45
von Sporti

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 13:07
von DiDi
Danke !

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Freitag 30. April 2010, 13:23
von Hetter
Hallo Sporti,
herzlichen Dank für den Film. Da werden doch Erinnerungen wach, fuhr doch in unserer Nachbarschaft ein älterer Herr, ich war damals so 9 oder 10 Jahre alt, so ein Fahrrad mit Lohmann-Motor. Erinnern kann ich mich, dass der Motor sehr laut war und fürchterlich gestunken hat. Ich nehme mal an, dass er mit Petroleum gefahren ist, was dem Mann dann den Beinamen „Stinker“ eingebracht hat. Übrigens stank früher ein Traktor (Fordson) genau so, der fuhr auch mit so einem Petroleum-Gemisch.
Gruß
Werner

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Samstag 1. Mai 2010, 02:08
von Dieter-K
Hallo Sporti,

Winfried dreht wohl Pillen und hat keine Zeit...
Ich bin dir jedenfalls sehr dankbar für diesen Film. Auf den Lohmann wurde ich durch Winfried neugierig.

Die Motoren wurden in Castrop-Rauxel gebaut, wenn ich mich nicht irre. Also quasi in meiner Nachbarschaft.
Es ist ein putziger, technisch sehr interessanter Geselle. Alles ist an ihm anders als man es kennt. Gas gegeben wurde durch Veränderung der Verdichtung - au Mann!

Dieter

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Samstag 1. Mai 2010, 16:38
von yogi
Hallo Sporti,
Hallo Freunde,

Nach dem neuen Film von Sporti, habe ich mir noch einmal das im Internet Verfügbare zum Lohmann Motor angesehen und erinnerte mich an die erste Begegnung mit diesem Maschinchen und einige Fahrten damit.

Zunächst die erste Begegnung.
Ich weiß nicht mehr ob es ein Vertreter oder ein Kunde war, der etwa im Herbst 1951 ein Fahrrad mit einem Lohmann Motor in unsere Werkstatt brachte.

Natürlich wurde das Maschinchen, das nach Petroleum stank, von allen neugierig begutachtet (Geschäftsinhaber, 2 Gesellen und 2 Lehrlinge). Petroleum und kein Benzin als Betriebsstoff, daß löste ungläubiges Staunen aus. Aber das dauerte nicht lange, denn jeder wollte mit diesem Ding mal fahren, die Lehrlinge durften natürlich nicht. Ich erinnere mich, selbst die erfahrenen Motorrad-Mechaniker in der Firma hatten mit dem Ingangsetzen dieses Motorchens zunächst ihre Schwierigkeiten.

Einige Zeit danach hatten wir die ersten Kartons (waren es Kartons ???) mit Bausätze zum Umrüsten von Fahrrädern im Laden. Ein älteres Fahrrad wurde zu Vorführzwecken mit einem Motor ausgerüstet und ich durfte zum Kennenlernen zum ersten mal damit fahren.

Das war spannend und anstrengend zugleich. Spannend weil es für mich Neuland war, anstrengend weil mit angelegtem Motor gestartet werden mußte. Angelegter Motor? Das erklärt in etwa der Film von Sporti, der kleine Hebel hinten am Motor drückte das Reibrad des Motors an den Hinterradreifen. Man mußte sich ziemlich anstrengen, um mit zugeschalteten Motor auf Schwung zu kommen und den Motor zu Starten. Mit dem Fahrrad etwas Schwung nehmen und dann den Motor zum Starten zuschalten ging nicht. Bei anderen Reibrollen-Hilfsmotoren (z.B. am Vorderrad) war das möglich. Zwar konnte man die Motorkompression beim Lohmann fast auf Null bringen, aber die ganze Motormechanik von Null auf Schwung zu bringen war eben anstrengend.

Selbst wenn man den Motor zum Laufen gebracht hatte, war die Handhabung nicht ganz einfach. Mit den beiden Drehgriffen (Kompression und Gas) die richtige Einstellung zu finden war unter den verschiedensten Wetterbedingungen immer ein Balanceakt, aber selbst im Winter möglich. Das war der Hauptgrund warum dieser Motor unter den Fahrradhilfsmotoren ein seltener Außenseiter blieb. Ein weiterer Grund war die Unzuverlässigkeit. Das war nur zum Teil auf Verschleiß zurückzuführen. Der Hauptgrund war die komplizierte Handhabung, die von den Kunden häufig als Defekt wahrgenommen wurde.

Mir hat dieser kleine Motor aber viel Spaß gemacht, ich konnte mir aber als Lehrling keinen leisten. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei etwa 40 km/h. Wir haben das mit einem nebenher fahrenden Motorrad mehrfach gemessen.
Mit unseren Saxonetten sind solche Geschindigkeiten ohne Tuning nicht möglich.

Die technischen Einzelheiten der Lohmann Motoren hatte ich fast vergessen, aber im Internet kann man das heute alles nachlesen.

Das Fahrradgeschäft August Schefer, in dem ich Lehrling war, war in Krefeld in der Rheinstraße 66. Etwa 1956/57 ist der Inhaber gestorben und das Grundstück wurde verkauft.

MfG.
Yogi (Jörg)

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Samstag 1. Mai 2010, 17:50
von ducati01
Hallo,
als alter Bielefelder, der auch noch in der Nähe der Lohmann Werke gewohnt hat,
habe ich sofort wieder den kreischenden Ton im Ohr und den wundersamen Petroleum-Duft in der Nase.
Der Vater meines Freundes fuhr diesen Lohmann.
Wir Kinder haben einmal heimlich versucht diesen Motor zu starten.
Ist uns nicht gelungen!
War vieleicht auch besser so.
Sonst hätten wir wohl anschließend nicht mehr richtig sitzen können!
Ja, so war das einmal. :mad:
Gruß
Klaus

Re: Ein Seltenes Miele-Fahrrad mit Lohmann-Hilfsmotor

Verfasst: Samstag 9. Mai 2015, 14:24
von summi-ost
Hallo Sporti,

ein schöner Videobeitrag und ein interessanter Kommentar dazu.
Ich liebe solche alte Technik!

lg,reiner