Hallo Batkeb,
1. Eine Probefahrt ist wirklich zu empfehlen!
Aber Vorsicht dabei, denn die Vorderrad-Nabenbremse blockiert zu gerne!
Das hat schon zu schweren Stürzen geführt, Rad demoliert, Vorderradgabel verbogen...
Vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit vorne sachte einbremsen, gerne auch mit Motorkraft.
Danach ist die Nabenbremse "entschärft".
Wenn der Motor leise und ohne zu klappern läuft, dann ist das schon mal gut...
2. Motor im Stand prüfen:
Wenn er kein Dekoventil hat (ältere Modelle, da sitzt vorne im Zylinder NUR die Zündkerze),
laaaangsam das Starterseil ziehen: Die Verdichtung ist genau spürbar am Widerstand.
Riefen im Zylinder und ein defekter Kolbenring sind so gut zu erkennen!
Wenn aber z.B. der Leerlauf nicht richtig funktioniert, ist das harmlos: Vergaser reinigen.
Ist die Verbindung zwischen Motor und Auspuff OK (vier Schrauben, die auch fest sind)?
Wenn hier längere Zeit "geschludert" wurde, dann kann das üble Folgeschäden bedeuten.
Oft sind die Schrauben OK, aber die Halteblech-Schweißnähte sind gerissen, wirkt identisch:
Auf längere Sicht können Risse im Motorblock entstehen. Prüfung so:
Hinterradbremse anziehen, Rad vor- und zurückwuppen, Motor und Auspuff beobachten:
Hier darf keine relative Verformung sichtbar sein, Motor und Auspuff müssen fest verbunden sein.
(Dass sich die Drehmomentstütze dabei etwas auf- und abbewegt, ist normal).
3. Sind Korrosionsschäden vorhanden, ist was verbogen oder gebrochen, Unfallspuren?
Korrosion gerne im Bereich Ventilloch Hinterradfelge (vom Streusalz): Nicht korrigierbar.
Hinterradfelge ohne Speichenbruch? Genau prüfen! Ein neues Hinterrad ist teuer!
Rostschäden am Rahmen sind harmlos, denn die können grundiert und überlackiert werden.
Derlei ist gleichwohl immer ein Grund, den Preis herunterzuhandeln.
Ansonsten fällt mir auf die Schnelle nichts mehr ein.
Erkannte Schäden immer danach beurteilen, mit welchem Aufwand sie korrigierbar sind.
Grüße - Sparky
