Wie zuverlässig sind unsere Saxonetten?
Verfasst: Mittwoch 4. August 2010, 15:42
Ohne irgend jemandem zu nahe treten zu wollen, bin ich der Meinung, dass eine Saxonette
ein sehr zuverlässiges Fahrzeug ist.
Mal ehrlich, 80% der hier diskutierten Reparaturarbeiten sind doch darauf zurück zu führen,
das:
1. Nicht richtig gewartet wird.
Wie bei jedem anderen Fahrzeug auch, sollten in regelmäßigen Abständen Schrauben und Muttern
nachgezogen werden, Roststellen aufgearbeitet werden, Ölwechsel gemacht werden, Verschleißteile
wie Benzinschläuche, Zündkerzen gewechselt werden, Umweltbedingte Verunreinigungen (z.B. Salz)
abgewaschen werden u.s.w.
2. Unsauber gearbeitet wird.
Sei es beim Zusammenbau eines Motors, oder auch z.B. beim Tanken mit verdreckten Trichtern oder
Benzinkanistern. Selbst der Dreck aus Benzinkanister und Trichter muss mit einem ordentlichen
Benzinfilter kein Problem darstellen. Mit ordentlichem Filter meine ich jetzt nicht diese
Spagetti Siebe die ein Großteil der Saxonetten verbaut hat, sondern welche, die auch Partikel,
die kleiner sind als Hummeln oder größere Fliegen, filtern.
Zum sauberen Arbeiten fallen mir sofort wieder Georgs Filme von vor 2 Jahren zum Thema
Motorrevision ein. Dort konnte man sehr schön sehen, wie auch ohne Profiwerkstatt in einer Garage
auf einem Tischchen sauber und ordentlich gearbeitet werden kann. Was auch wieder meine Theorie
bestärkt, denn Georg fährt meines Wissens seit damals einfach. (auch ohne ständig nach zu Reparieren)
3. Kaputte Teile durch gebrauchte ersetzt werden.
Wer z.B. ein kaputtes Polrad durch ein gebrauchtes für 2€ von eBay ersätzt, ohne die genaue
Laufleistung zu kennen, sollte sich nicht wundern wenn dieses nach 20km wieder kaputt ist.
Ist eine Zündspule mal so heiß geworden, dass die äußere Kunstoffummantelung geschmolzen ist,
ist das Zurecht feilen allerhöchsten ein Notbehelf um noch nach Hause zu kommen.
Meiner Meinung nach gehören auch gebrauchte Wellendichtringe in die Tonne. Wer von uns kann
schon genau sagen wie viel Weichmacher noch im WD ist, oder ob er nun in 100 oder in 200km
an seiner Verschleiß grenze ist.
4. Frisiert wird.
Die meisten von uns versuchen ja doch dem kleinen 20km/h Motörchen etwas mehr Leistung zu entlocken.
Mehr Leistung ist gleich mehr Verschleiß.
Obwohl eine gut gemachte Leistungssteigerung trotzdem haltbar sein kann. Man siehe z.B.: 2 Saxonetten
fahren nach Rom und wieder zurück.
Auch ich fahre mit zwei 20 Jahre alten, nicht originalen, Saxonetten bis auf eine defekte Bing
Membran und ein gestorbenes Selbstbaumodul bis jetzt Reparaturfrei.(drei mal aufs Holz geklopft)
5. Ungeeignetes Werkzeug benutzt wird.
Das Werkzeug für unsere Möffchen muss nicht das teuerste sein. Ich würde sagen, da reicht
eine Baumarktqualität auf jeden Fall. Aber geeignet sollte es sein.
Ich sehe immer wieder Menschen beim Reifenwechsel, die z.B. ausgestanzte, scharfkantige,
Blech-Reifenheber benutzen. Wer diese Dinger benutzt und sich beim Reifenwechsel selbst Löcher
in den Schlauch stanzt, darf sich über andauernde Plattfüße nicht ärgern.
Heber aus Kunstoff mit abgerundeten Kannten gibt es ab 90cent zu kaufen.
6. Falsch gehandhabt oder falsch zusammenbaut wird.
Hierzu ein Beispiel, der Handstarter.
Unser Handstarterseil reißt nur, wenn es andauernd in den Endanschlag gezogen wird. Dies ist
jedem, der hier im Forum ließt ja bekannt. Also, Seilstarter nicht bis zum Anschlag ziehen hat
den schönen Nebeneffekt, das das Seil nicht mehr reißt. Ich persönlich habe mein Seil gegen
eines mit Dyneema innen Seele ausgetauscht. Dieses hält ein Saxonettenleben lang.
Wird die Feder der Seilrolle beim Zusammenbau zu weit vorgespannt, hat dies den selben Effekt
wie das in den Anschlag ziehen. Außerdem kann bei zu festem Ziehen die Feder verklemmen und
so die Seilrolle kleben bleiben.
7. Am falschen Ende gespart wird.
Thema Zweitaktöl.
Mit einem Liter gutem, vollsynthetischem Zweitaktöl kommt man ca. 6500 km weit.
Was habe ich denn jetzt gespart, wenn nach 2 Litern Billigöl Motor und Auspuff zu sind?
Abschließend würde ich behaupten, das unsere Saxonette, WENN VERNÜNFTIG GEWARTET UND GEPFLEGT,
ein sehr zuverlässiges Fahrzeug ist.
Ab und zu eines der paar Verschleißteile gewechselt,(und hierzu braucht man kein großes technisches
Sachverständnis) und die Saxonette ist ein treuer, zuverlässiger Begleiter.
Gruß
Dennis
ein sehr zuverlässiges Fahrzeug ist.
Mal ehrlich, 80% der hier diskutierten Reparaturarbeiten sind doch darauf zurück zu führen,
das:
1. Nicht richtig gewartet wird.
Wie bei jedem anderen Fahrzeug auch, sollten in regelmäßigen Abständen Schrauben und Muttern
nachgezogen werden, Roststellen aufgearbeitet werden, Ölwechsel gemacht werden, Verschleißteile
wie Benzinschläuche, Zündkerzen gewechselt werden, Umweltbedingte Verunreinigungen (z.B. Salz)
abgewaschen werden u.s.w.
2. Unsauber gearbeitet wird.
Sei es beim Zusammenbau eines Motors, oder auch z.B. beim Tanken mit verdreckten Trichtern oder
Benzinkanistern. Selbst der Dreck aus Benzinkanister und Trichter muss mit einem ordentlichen
Benzinfilter kein Problem darstellen. Mit ordentlichem Filter meine ich jetzt nicht diese
Spagetti Siebe die ein Großteil der Saxonetten verbaut hat, sondern welche, die auch Partikel,
die kleiner sind als Hummeln oder größere Fliegen, filtern.
Zum sauberen Arbeiten fallen mir sofort wieder Georgs Filme von vor 2 Jahren zum Thema
Motorrevision ein. Dort konnte man sehr schön sehen, wie auch ohne Profiwerkstatt in einer Garage
auf einem Tischchen sauber und ordentlich gearbeitet werden kann. Was auch wieder meine Theorie
bestärkt, denn Georg fährt meines Wissens seit damals einfach. (auch ohne ständig nach zu Reparieren)
3. Kaputte Teile durch gebrauchte ersetzt werden.
Wer z.B. ein kaputtes Polrad durch ein gebrauchtes für 2€ von eBay ersätzt, ohne die genaue
Laufleistung zu kennen, sollte sich nicht wundern wenn dieses nach 20km wieder kaputt ist.
Ist eine Zündspule mal so heiß geworden, dass die äußere Kunstoffummantelung geschmolzen ist,
ist das Zurecht feilen allerhöchsten ein Notbehelf um noch nach Hause zu kommen.
Meiner Meinung nach gehören auch gebrauchte Wellendichtringe in die Tonne. Wer von uns kann
schon genau sagen wie viel Weichmacher noch im WD ist, oder ob er nun in 100 oder in 200km
an seiner Verschleiß grenze ist.
4. Frisiert wird.
Die meisten von uns versuchen ja doch dem kleinen 20km/h Motörchen etwas mehr Leistung zu entlocken.
Mehr Leistung ist gleich mehr Verschleiß.
Obwohl eine gut gemachte Leistungssteigerung trotzdem haltbar sein kann. Man siehe z.B.: 2 Saxonetten
fahren nach Rom und wieder zurück.
Auch ich fahre mit zwei 20 Jahre alten, nicht originalen, Saxonetten bis auf eine defekte Bing
Membran und ein gestorbenes Selbstbaumodul bis jetzt Reparaturfrei.(drei mal aufs Holz geklopft)
5. Ungeeignetes Werkzeug benutzt wird.
Das Werkzeug für unsere Möffchen muss nicht das teuerste sein. Ich würde sagen, da reicht
eine Baumarktqualität auf jeden Fall. Aber geeignet sollte es sein.
Ich sehe immer wieder Menschen beim Reifenwechsel, die z.B. ausgestanzte, scharfkantige,
Blech-Reifenheber benutzen. Wer diese Dinger benutzt und sich beim Reifenwechsel selbst Löcher
in den Schlauch stanzt, darf sich über andauernde Plattfüße nicht ärgern.
Heber aus Kunstoff mit abgerundeten Kannten gibt es ab 90cent zu kaufen.
6. Falsch gehandhabt oder falsch zusammenbaut wird.
Hierzu ein Beispiel, der Handstarter.
Unser Handstarterseil reißt nur, wenn es andauernd in den Endanschlag gezogen wird. Dies ist
jedem, der hier im Forum ließt ja bekannt. Also, Seilstarter nicht bis zum Anschlag ziehen hat
den schönen Nebeneffekt, das das Seil nicht mehr reißt. Ich persönlich habe mein Seil gegen
eines mit Dyneema innen Seele ausgetauscht. Dieses hält ein Saxonettenleben lang.
Wird die Feder der Seilrolle beim Zusammenbau zu weit vorgespannt, hat dies den selben Effekt
wie das in den Anschlag ziehen. Außerdem kann bei zu festem Ziehen die Feder verklemmen und
so die Seilrolle kleben bleiben.
7. Am falschen Ende gespart wird.
Thema Zweitaktöl.
Mit einem Liter gutem, vollsynthetischem Zweitaktöl kommt man ca. 6500 km weit.
Was habe ich denn jetzt gespart, wenn nach 2 Litern Billigöl Motor und Auspuff zu sind?
Abschließend würde ich behaupten, das unsere Saxonette, WENN VERNÜNFTIG GEWARTET UND GEPFLEGT,
ein sehr zuverlässiges Fahrzeug ist.
Ab und zu eines der paar Verschleißteile gewechselt,(und hierzu braucht man kein großes technisches
Sachverständnis) und die Saxonette ist ein treuer, zuverlässiger Begleiter.
Gruß
Dennis