Hallo kmfrank,
das Problem hatte ich auch.
Es trat auf nach einer sehr langen Stillstandszeit vor der Wiederinbetriebnahme.
Mit etwas Geduld verschwindet der Effekt nach und nach - so war es bei mir.
Das Problem dieses plötzlichen harten Kupplungseingriffs entsteht durch Schwergängigkeit.
D.h. die normale Fliehkraftgrenze für ein sanftes Nach-außen-Fahren der Beläge
ist z.B. durch Rost im Bereich der Kupplungsbacken/Reibbänder/Spannfeder
zu einer höheren Drehzahl hin verschoben.
Dann löst sich das Ganze relativ spät und abrupt, und kuppelt mit großer Reibkraft ein,
weil ja schon eine relativ hohe Drehzahl vorliegt.
Beim Start selbst ist es eine große Hilfe, das Rad vorher ca. 5...10cm rückwärts rollen zu lassen,
weil dadurch die Antriebs-Sperrklinken schon vor dem Start in Eingriff gebracht werden.
Dann knallt es nicht mehr so, weil das Massenträgheitsmoment der Kupplungsglocke
1. den Schlag von den rotierenden Kupplungsbacken abfängt und
2. nicht umgekehrt auch noch zusätzlich auf die Sperrklinken hackt.
Das bringt echt was!
Grüße - Sparky
1. Nachtrag:
Nagelneue Kupplungsbeläge sind frei von Öl.
Erst wenn sie normal ölig geworden sind,
ist ein sanftes Einkuppeln zu erwarten...
2. Nachtrag
Es gibt eine gute Möglichkeit, die Kupplungsbacken gängig zu machen,
ohne dabei unnötig viele harte Schläge auf die Sperrklinken zu geben:
Sobald es bergab geht und man schneller als 20 km/h ist,
immer mal wieder mit dem Gas spielen.
Dann fahren jedesmal die Kupplungsbacken gegen die Kupplungsglocke,
aber bei einer Drehzahl, wo die Sperrklinken nichts abbekommen können,
weil die Fahrgeschwindigkeit zu hoch ist für die Motor-/Kupplungsdrehzahl.
Das glättet nach und nach die eventuell vom Rost gebildeten Unebenheiten,
ohne dass empfindliche Teile (Sperrklinken und Wurmwelle!) unnötig belastet werden...