Wechselkennzeichenhalterung
Verfasst: Mittwoch 28. Mai 2014, 14:35
Moin Kinners,
erst einmal recht herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung!
Es betrifft bestimmt nicht viele - oder vielleicht doch, wer weiß?
Ausgangspunkt einer jeden Lösung ist ja ein Problem. Bei mir war es folgendes: Wie kann ich mit nur einem Handgriff das Kennzeichen von einem auf ein anderes Kfz wechseln. Dabei muß zwingend eine sichere Fixierung gewährleistet sein! Und bei flüchtiger Betrachtungsweise sollte ein Unterschied zu einer herkömmlichen Befestigung nicht ersichtlich sein. Gleich drei Dinge auf einmal - woran erinnert mich das blos?
Herausgekommen ist nun das: Das Kennzeichen und die jeweiligen Halter (den Vertreter mal fragen, die haben immer mal ein paar über) bekommen an den Eckpunkten kleine Neodym-Magnete verpaßt. Die von mir verwendeten halten bombenfest. Leider besteht, aufgrund von zu schnell überfahrenen Straßenunebenheiten, noch die Gefahr des Abscheerens (Trägheitsmoment, da war doch was). Dies habe ich dadurch begegnet, indem ich jeweils in die Halter eine kleine Schraube eingeklebt und im Kennzeichen ein etwas größeres Loch gebohrt habe. Um eine allseits bekannte Optik zu simulieren habe ich noch eine Attrappe angebracht.
Und voila - Problem gelöst!
Ein Kochrezept schließt sich nach den Bildern an.
Bild 1 Halter mit Kennzeichen
Bild 2 Halter
Bild 3 Rückseite Kennzeichen
Bild 4 Harz
Kochrezept:
1. Nummernschild rückseitig an den Eckpunkten und vier Magnete einseitig aufrauhen, mit einer nur stecknadelkopfgroßen Masse angerührten 2k-Kleber bestreichen und zusammenfügen - nach 15min belastbar (ich geb immer was drauf).
2. Die Halter in den Ecken großzügig aufrauhen. Vier weitere Magnete auf die nach dem Aushärten fest fixierten Magneten des Kennzeichens aufsetzen (wichtig wegen der Polarität), die sichtbare Seite aufrauhen, mit Harz bestreichen und mitsamt des Kennzeichens auf den Halter legen. Wieder warten und evtl. Kaffee machen.
3. Nummernschild und Halter zusammen mit einem 3mm Bohrer im oberen Teil zwischen äußerem Rand und erstem Buchstaben durchbohren. Dann beide Teile trennen.
4. Eine kleine 3mm Schraube mit Unterlegscheiben in den Halter verkleben und zusätzlich mit Mutter sichern.
5. Die Punkte 2-4 für alle weiteren Halter wiederholen (abwechslungsweise bei Punkt 2 vielleicht auch mal einen Tee kochen).
6. Das soeben gebohrte Loch im Kennzeichen auf, na sagen wir mal, 4mm vergrößern.
7. In das Kennzeichen noch zwei abgesägte Gewindestücke, Unterlegscheiben und Muttern in die ursprünglichen mittigen Befestigungslöcher verkleben.
Auf den ersten Blick ist die Konstruktion somit nicht jedem offensichtlich. Einzig man muß gelegentlich die Ecken abwischen, da sich dort, bedingt durch die starken Magnete, der Dreck aus der Luft (den wir Tag für Tag einatmen) recht schnell verräterisch zeigt. Es gibt da ja diesen Lotusblumeneffekt, aber das ist ein anderes Thema.
Zu den Kosten:
Die Magnete (Durchmesser 10mm und 1,5mm dick) hab ich aus der Bucht, zwanzig Stück (reichen für vier Halter und ein Kennzeichen) kosteten 9,50 Euro incl. Versand. Vom 2k-Kleber hatte ich noch von Conrad-Elektronik den "5-Minuten Epoxyd-Harz 200 g" zu 14,60 € rumstehen. Das geht mit Sicherheit auch billiger. Aber stand halt so rum. Kleinmaterial wie Schmirgelpapier und Schräubchen mit passenden Muttern finden sich in jeder Bastelbude.
Zeitaufwand:
Für vier Halter ca. zwei Stunden.
So, das wars, viel Spaß beim nachbauen.
Gruß
Krischi
erst einmal recht herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung!
Es betrifft bestimmt nicht viele - oder vielleicht doch, wer weiß?
Ausgangspunkt einer jeden Lösung ist ja ein Problem. Bei mir war es folgendes: Wie kann ich mit nur einem Handgriff das Kennzeichen von einem auf ein anderes Kfz wechseln. Dabei muß zwingend eine sichere Fixierung gewährleistet sein! Und bei flüchtiger Betrachtungsweise sollte ein Unterschied zu einer herkömmlichen Befestigung nicht ersichtlich sein. Gleich drei Dinge auf einmal - woran erinnert mich das blos?
Herausgekommen ist nun das: Das Kennzeichen und die jeweiligen Halter (den Vertreter mal fragen, die haben immer mal ein paar über) bekommen an den Eckpunkten kleine Neodym-Magnete verpaßt. Die von mir verwendeten halten bombenfest. Leider besteht, aufgrund von zu schnell überfahrenen Straßenunebenheiten, noch die Gefahr des Abscheerens (Trägheitsmoment, da war doch was). Dies habe ich dadurch begegnet, indem ich jeweils in die Halter eine kleine Schraube eingeklebt und im Kennzeichen ein etwas größeres Loch gebohrt habe. Um eine allseits bekannte Optik zu simulieren habe ich noch eine Attrappe angebracht.
Und voila - Problem gelöst!
Ein Kochrezept schließt sich nach den Bildern an.
Bild 1 Halter mit Kennzeichen
Bild 2 Halter
Bild 3 Rückseite Kennzeichen
Bild 4 Harz
Kochrezept:
1. Nummernschild rückseitig an den Eckpunkten und vier Magnete einseitig aufrauhen, mit einer nur stecknadelkopfgroßen Masse angerührten 2k-Kleber bestreichen und zusammenfügen - nach 15min belastbar (ich geb immer was drauf).
2. Die Halter in den Ecken großzügig aufrauhen. Vier weitere Magnete auf die nach dem Aushärten fest fixierten Magneten des Kennzeichens aufsetzen (wichtig wegen der Polarität), die sichtbare Seite aufrauhen, mit Harz bestreichen und mitsamt des Kennzeichens auf den Halter legen. Wieder warten und evtl. Kaffee machen.
3. Nummernschild und Halter zusammen mit einem 3mm Bohrer im oberen Teil zwischen äußerem Rand und erstem Buchstaben durchbohren. Dann beide Teile trennen.
4. Eine kleine 3mm Schraube mit Unterlegscheiben in den Halter verkleben und zusätzlich mit Mutter sichern.
5. Die Punkte 2-4 für alle weiteren Halter wiederholen (abwechslungsweise bei Punkt 2 vielleicht auch mal einen Tee kochen).
6. Das soeben gebohrte Loch im Kennzeichen auf, na sagen wir mal, 4mm vergrößern.
7. In das Kennzeichen noch zwei abgesägte Gewindestücke, Unterlegscheiben und Muttern in die ursprünglichen mittigen Befestigungslöcher verkleben.
Auf den ersten Blick ist die Konstruktion somit nicht jedem offensichtlich. Einzig man muß gelegentlich die Ecken abwischen, da sich dort, bedingt durch die starken Magnete, der Dreck aus der Luft (den wir Tag für Tag einatmen) recht schnell verräterisch zeigt. Es gibt da ja diesen Lotusblumeneffekt, aber das ist ein anderes Thema.
Zu den Kosten:
Die Magnete (Durchmesser 10mm und 1,5mm dick) hab ich aus der Bucht, zwanzig Stück (reichen für vier Halter und ein Kennzeichen) kosteten 9,50 Euro incl. Versand. Vom 2k-Kleber hatte ich noch von Conrad-Elektronik den "5-Minuten Epoxyd-Harz 200 g" zu 14,60 € rumstehen. Das geht mit Sicherheit auch billiger. Aber stand halt so rum. Kleinmaterial wie Schmirgelpapier und Schräubchen mit passenden Muttern finden sich in jeder Bastelbude.
Zeitaufwand:
Für vier Halter ca. zwei Stunden.
So, das wars, viel Spaß beim nachbauen.
Gruß
Krischi