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499er, NL Getriebe

Verfasst: Dienstag 28. Februar 2017, 12:10
von Ede
Moin Mädels und Jungs,
ich bin wie man so schön sagt, mit meinem Latein am Ende.
Habe einen 499 NL in seinen Einzelteile auf dem Tisch liegen.
Bei der Durchsicht sind mir Geräusche beim drehen des Antriebsrades aufgefallen.
Achse läßt sich nicht vom Getrieberad lösen.
Heiß machen brachte keinen Erfolg.
Mit leider mächtigen Hammerschlägen kam die Achse dann.
Nadellager überprüft in Ordnung und auch die richtigen.
Jetzt geht mit normalen Menpower die Achse samt zwei Nadellager und Distanzring nicht mehr drauf.
Deutsches Getrieberad genommen und es passt drauf. *THUMBS UP*
Mehrere Achsen ausprobiert. Ins D ja, aber nicht ins NL.
So weit ich weiß sind die Achsen bei NL und D gleich.
Die Nadellager gehen beim einschieben ins Getrieberad etwas auseinander. Da liegt der Knackpunkt.
Eigentlich müßte ich, wenn ich könnte, die Getriebewelle etwas abdrehen lassen damit es passt, aber doch nicht normal.
Und nun? lg. Ede *THUMBS UP*
N.S. Suche NL Getrieberad

Re: 499er, NL Getriebe

Verfasst: Dienstag 28. Februar 2017, 14:18
von HiMo
Hallo Ede ,

Da musst Du die alten Teile genau begutachten und vergleichen ,
besser wäre auch nachmessen !

Evtl. geht auch ein Ausschlussverfahren um das Fehlerhafte Teil festzustellen.
Dazu musst Du aber genauestens vorgehen:

1. alte Welle , altes Nadellager - alte Distanzbuchse - altes Nadellager und mit NL- Getrieberad >>> Ergebnis :
2. alte Welle , altes Nadellager - alte Distanzbuchse - altes Nadellager und mit anderem D oder NL - Getrieberad >>> Ergebnis :

usw. - merke Dir jeden Schritt ! ! ( schreibs evtl. auf )

Welle :
Die Welle ist an den Lagersitzen Oberflächengehärtet.
Diese Oberflächenhärtung darfst Du nicht abdrehen oder bearbeiten ! !

Messe mal mit einem Messschieber den Aussen Ø des Lagersitzes 10 x an der NL - Welle und an einer anderen Welle.
Diese Messwerte schreibe auf und bilde nachher einen Durchschnittswert.
Je öfters Du die Messung am gleichen Teil vornimmst um so kleiner wird nachher der Messfehler / bzw. um so genauer wird Dein Messergebnis.

altes Getrieberad :
Messe mal mit einem Messschieber den Innen Ø des Lagersitz - 10 x am alten NL-Getrieberad und an einem anderen G.-Rad.
Diese Messwerte schreibe auf und bilde nachher einen Durchschnittswert.
Je öfters Du die Messung am gleichen Teil vornimmst um so kleiner wird nachher der Messfehler / bzw. um so genauer wird Dein Messergebnis.

Vermutung : Denke der Fehler liegt am Innen Ø des Getrieberades ( Rost und Vernarbung der Lauffläche ) durch fahren ohne Getriebeöl.

. . . ich schicke Dir mal per PN meine Tel. - Kannst mal anrufen

Hier mal ein Bild aus meinem Archiv :
Demontage auch schwergängig - War ohne / zu wenig Getriebeöl gefahren worden.
Selbst Außen auf der Nabenhülse konnte ich mit Lappen Metall Abplatzungen abwischen >> siehe Lappen.
Alle Lager - Stellkonus - natürlich Schrott !
-
lagersitz-1.JPG

Re: 499er, NL Getriebe

Verfasst: Dienstag 28. Februar 2017, 16:54
von Ede
Ich habe ein längeres Telefonat mit HG geführt.
Die Achse werde ich morgen mal in eine Drehbank spannen lassen
und dann mit 200er Schmiergelpapier ganz leicht bearbeiten.
lg. Ede *THUMBS UP*

Re: 499er, NL Getriebe

Verfasst: Dienstag 28. Februar 2017, 20:27
von fehntjer
Moin Ede,
du hast bei deiner Angabe vom Schmirgelpapier eine 0 vergessen. Weil mit 200er bekommst du Riefen in die Achse das muß poliert werden. Die Nadellager werden es dir danken.....
Gruß
fehntjer

Re: 499er, NL Getriebe

Verfasst: Dienstag 28. Februar 2017, 21:19
von HiMo
Hallo Dieter ,

Die fehlende " 0 " ist das Öl was beim Schleifen verwendet wird.
Sollte es klappen und das Getrieberad passt auf die Welle kann Ede noch etwas mit
400 - 600 er nachpolieren falls denn überhaupt Riefen vorhanden sind.
Sind ja sowieso nur " µ " ( tausendstel ) die angeschliffen werden.
. . . es ist halt ein Versuch , drücken wir Ede die Daumen.

Re: 499er, NL Getriebe

Verfasst: Mittwoch 1. März 2017, 12:41
von Ede
Moin,
es ist vollbracht.
Das Material der Achse ist super hart. 180er, 120er und 80er Schmiergelpapier zeigte
keine Wirkung. Die Drehbank lief ca. 20 Minuten. Danach haben wir dann den Hobel (kenne
den Ausdruck nicht) seitlich angesetzt und minimal an der Achse laufen lassen. Es war
kaum Abrieb zu sehen, wie auch gewollt. Dann erneut mit 80er Schmiergelpapier und dann
passte die Achse endlich durch das Getrieberad. Da ich den Motor für mich behalte bin ich
mit dem Ergebnis zufrieden. lg. Ede *THUMBS UP* :trinken: