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Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Montag 22. Mai 2017, 20:01
von Tay
Hallo Ihr,

ich wollte mal meine schier unendliche Leidensgeschichte mit euch teilen, vllt. hat ja jemand Rat.

Mein bis dato völlig originaler 399er Motor sprang letzten Herbst nicht mehr an und ich hatte mir vorgenommen vor der aktuellen Saison den Motor das erste mal auseinander zu nehmen und mal nach den rechten zu sehen.

Motor geöffnet, alle Dichtungen und Lager etc. erneuert sowie bei zufällig kennengelernten Saxo-Schraubern den Kolben zu einem Kleeblatt bearbeiten lassen. Leider war auch das Polradseitige Kurbelwellenlager nicht mehr frisch und wurde gegen ein neues ausgetauscht. Kupplung war ebenfalls ziemlich runter und ein Reibband war rausgerutscht. Neu belegen lassen und Reibbänder gegen nagelneue ausgetauscht.

Aber da war ja noch das Problem mit dem nicht anspringen wollen. Fazit: Kein Zündfunke, testweise eine Zündspule bekommen - lag daran. Auf der Testfahrt ist mir noch der getriebeseitige Simmerring abgerutscht weil ich Trottel den falsch aufgesetzt hatte. Also nochmal Motor öffnen...eine neue Zündspule war auch notwendig...so langsam wurde es schon deutlich teurer "als mal eben in kleinem Rahmen die paar Dichtungen erneuern". Eigentlich wollte ich noch keine Tuningzündspule aber wenn die schon mal kaputt ist O-) Von den Schraubern eine angefertigt bekommen.

Alles zusammengebaut - wow lief echt gut. Zumindest die nächsten 30km. Danach kam ein paar Meter Leistungsverlust und aus war er. Drehen am Polrad ergab ekelhaftes quietschen. Also wieder alles auseinander, diesmal mit dem Saxo-Schrauber zusammen. Fazit: Staubtrockenes, fast festes Pleuellager =-O sehr wahrscheinlich durch Falschluft, welches er an der völlig lockeren (wurde eigentlich festgeschraubt) Membranplatte gezogen hat :hae: Außerdem auffällig: Die nagelneuen Reibbänder waren wieder draußen *TIRED* Die Schrauber haben mir dann eine gute Kurbelwelle aus ihrem Teilfundus eingebaut, inkl. einer Kupplung die noch gut war. Meine neu belegte hatte ich dann halt als Ersatz.

Danach lief sie super. Bestimmt 100km sachte! mit gefahren. Nur 3-4 mal Höchstgeschwindigkeit (ca. 33km/h) probiert. Danach im Eiscafe gewesen, wollte nach Hause fahren- nada. Sprang nicht an. Nach mehrmaligem probieren dann doch, gab ein komisches Geräusch von sich und war aus.

Motor lies sich leicht durchdrehen aber irgendwas hat mir gesagt öffne ihn nochmal...vorhin habe ich den Motor mal wieder zerlegt (welch Seltenheit *TIRED* ) Membranplatte fiel mir wieder entgegen, weil wie sich herausstellte das Gewinde völlig ausgenudelt ist. Lagertechnisch aber alles i.O. Es sind mal wieder die Reibbänder, aber diesmal hat es sich so richtig zerlegt! Inklusive Riefen im Kolben :*) Zylinder sah noch ok aus auf den ersten Blick. Denke mal das war es dann. Nochmal Geld wird auf keinen fall reingesteckt. Vllt. halte ich irgendwann mal nach einem Ersatzmotor Ausschau.

Was ich mich aber wirklich Frage, es ist doch mit der original Kupplung bzw. den sch**ß Reibbändern anscheinend nicht möglich eine Saxonette zuverlässig schneller zu machen. Wobei die ja selbst in meinem originalen Motor ganz zu Anfang rausgerutscht waren!
Wie macht ihr das? Habe schon mehrmals hier die gleichen Probleme gelesen, bei einem wollte Dieter-K eine Lösung finden aber das Thema wurde an dem Punkt leider nicht mehr verfolgt :( Die Bänder zu kürzen scheint ja auch nicht soo super zu sein. Schweißen wurde zwar angesprochen hat aber anscheinen noch nie jemand gemacht. Haben alle mit gemachten Motoren hier im Forum Probleme damit? Die bekannten Saxo-Schrauber von mir fahren teilweise schneller und sagen die hatten damit noch nie Probleme.

In diesem Sinne...schönen Abend und Gruß
Tay

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Montag 22. Mai 2017, 20:35
von Timo
Hallo Tay.

Was möchtest du uns nun wirklich sagen? Auf die Mitleittour reiten ? Sollen wir deinen Motor machen? Oder was?
Fragen über Fragen!!

Du hast doch Bekannte: Zitat „Die bekannten Saxo-Schrauber von mir fahren teilweise schneller und sagen die hatten damit noch nie Probleme.



Die könnten dir doch helfen, oder? :andiearbeit:

Timo

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Montag 22. Mai 2017, 21:46
von HiMo
Hi Tay & Timo ,

Ja es liest sich schon wie ein modernes Märchen wo jemandem Hilfestellung
und Misserfolg gleichermaßen zu Teil wird. Und das wird alles schön detailliert
im Bericht beschrieben. Mehr PECH kann man doch nicht haben.
. . . ist schon schwer zu Glauben soviel Unheil auf einmal =-O

Timo :
Gib ihm erst einmal eine Chance sich besser vorzustellen und seine weiteren
persönlichen Daten und Details anzugeben damit wir mehr erfahren und evtl. Helfen können .

:welcome: :trinken:

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Dienstag 23. Mai 2017, 16:18
von Sporti
Der Sax o Schrauber, ist der aus Dülmen ?

Sporti

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Dienstag 23. Mai 2017, 19:55
von hotte
na, da kann er sein Problem ja am WE beim Forentreffen erläutern :wink:

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 06:00
von Nichtraucher
Moin,

manchmal ist einfach der Wurm drin und es hilft nur, komplett tauschen.

Gruß
Willy

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 20:01
von Tay
Hallo zusammen,

nein Sporti nicht der aus Dülmen. Sind hier aus der Ort und wirklich nett.

Naja meine Frage ist halt im letzten Absatz versteckt. Müsste doch jeder der etwas schneller fährt Probleme mit den Reibbändern haben? Oder kommt es doch eher ab und zu mal bei jemandem vor?

Wie du schon sagst Willy, werde mal nach einem anderen Motor oder einer ganzen Saxo ausschau halten.
Dennnoch schleife ich dir Riefen im Kolben mal glatt und ersetze den Kolbenring nochmal, nur interessehalber um zu testen ob man den nochmal beleben kann.

Gruß
Tay

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Dienstag 6. Juni 2017, 13:00
von Tay
Bin durch Zufall an eine sehr seltene 87er Winorette vom Hersteller Winora gekommen. Optisch schlecht aber mit einem guten 199er Motor. Den habe ich jetzt mit gereinigtem Vergaser, neuem Lufi und Zündkerze sowie meinem Zündmodul mit "Loch" in meine Spartamet eingebaut, läuft echt gut. Der Anzug vom dem Dreistufenmotor ist mit meinem 399er ja gar nicht zu vergleichen, liegt wirklich gut im Futter der kleine.

Mich stört nur ein starkes kreischen unter Last :/ Wenn ich das Rad anhebe und Gas gebe kommt nichts, nur während der Fahrt aber halt nur beim Gas geben in einem bestimmten Geschwindigkeitsbereich. Der 199er Dreistufen-Motor soll ja was lauter sein ("..wie eine Straßenbahn..") aber der von meinem Freund ist definitiv nicht soo laut. Naja solang er läuft werd ich den nicht öffnen.

Mit freundlichem Gruß
Tay

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Dienstag 6. Juni 2017, 14:19
von Nichtraucher
Tay hat geschrieben:
Wie du schon sagst Willy, werde mal nach einem anderen Motor oder einer ganzen Saxonette ausschau halten.


Gruß
Tay
Hi,

ich habe auch grad die Faxen dicke, jetzt kümmere ich mich erst einmal wieder um andere Sachen und liege seit Tagen unter meinem alten Auto.

Gruß
Willy

Re: Mein Motor, die unendliche Geschichte

Verfasst: Montag 12. Juni 2017, 21:26
von Sachso
Von der Logik her macht das Ausschleifen keinen Sinn.
VG Sachso