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Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Samstag 9. September 2017, 20:50
von didiwagener
Da meine bisherige Methode der Pleullagerprüfung auf Höhenspiel zu keinem guten Ergebniss führte :sad: würde es mich freuen einmal von Euch dazu etwas zu hören. Wie macht ihr das....? Bin ganz Ohr :smile:

Gruß Dietmar

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 00:28
von spartarie
Hallo Dietmar

Ich mache das so:
Wichtig ist das Pleuel muss ganz parallel an die Kurbelwange laufen, dazu benütze ich ein U-Scheibe 1.9 mm Dicke.

Bild

Ideal ist natürlich ein Messuhr, habe ich leider nicht zu Hause...
Doch ist Spiel in diese Position gut fühlbar ( ziehen und drücken) und auch sichtbar wenn man , in meinen Fall, zwei Brillen auf der Nase setzt :mcgreen:
Wenn es deutlich "klickt": Heraus damit, in der Tonne!
Gaaaanz ohne Spiel ist fast keine , meine Erfahrung...

Gruss Arie

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 07:30
von Bernie
Ist eine Kurbelwelle mit Höhenspiel wirklich Schrott und nicht mehr zu überholen?
Ist es nicht möglich den Bolzen an der KW auszupressen und das Lager zu erneuern?
Leider habe ich zu Hause nicht die Mittel um den Bolzen auszupressen.
Hat das schon jemand versucht?

Gruß
Bernie

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 08:23
von spartarie
Hi Bernie

Bestimmt soll es möglich sein ein KW aus einander zu pressen, bin fast sicher das es eine konische Verbindung ist, genau wie der KW Zapfe
eingepresst ist.
Aber....Was ist verschlissen?
Nur die Nädel, oder das Loch im Pleuel und der "Achse", oder alle drei? :hae:
Und dann ...."übermass" Nädel darin...gibt es die überhaupt?
Schwierigkeit 2: Beim wieder einpressen muss SEHR genau gearbeitet werden, ein Aufwand, geht nicht ohne "Spezialhilfsmittel".
Nein, obschon ich gerne Teile repariere..diese nicht!
Meine Methode: Kaufe schrott Motoren (hier ist nicht der Rote gemeint :mcgreen: :mcgreen: )
Oft sind noch gute Teile darin.

Bild

Gruss Arie

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 09:24
von Dampframme
Vor ein paar Jahren habe ich mich mit dem Thema befast.
Meine Suche nach den unteren Walzen (Pleullager) blieb ergebnisslos.
Auch in der Industrie gab es keine, diese Walzen waren speziell
für den Sachs Motor. Im Allgäu fand ich eine Firma die die
Walzen herstellen konnte inkl. Oberflächenhärtung, die mindestabnahme
waren 1000Stck. Da das Pleuelauge (Hubzapfen) auch einem Verschleiß
hatte und neu Aufgechromt werden mußte habe ich es sein gelassen.

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Sonntag 10. September 2017, 16:04
von Moppel57
Hallo zusammen, habe mir auch mal spaßhalber die Mühe gemacht ein defektes oberes Lager auseinander gebaut. War recht einfach, da zylindrisch. Also mit warm/ kalt geht es fast von alleine. Neue Walzen besorgen wie Michael schon erwähnt nicht so ganz einfach. Vor allem die Exakte Vorrichtung zum wieder zusammenfügen. Hier mal ein paar Fotos dazu aus meiner "Schrottkiste".
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/Xj5crels.jpg
http://www.hilfsmotor.eu/galleryimages/UVHuySfk.jpg
Demnach müsste es sich um eine Schrumpfverbindung handeln. Lg. Moppel57

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Montag 11. September 2017, 10:14
von Dampframme
Ich habe mal dein Bild benutzt um zu zeigen wo der Hauptverschleiß ist.
Deshalb habe ich aufgegeben, an dieser stelle war ein Fühlbarer Grad.
Die Walzen sind sehr Hart fast wie Widiastahl, und verscheißen so gut wie nie.
Der Schwachpunkt ist das Pleul.

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Montag 11. September 2017, 19:10
von brodel heinrich
wurde es nicht moglich sein ein gleit lager instat walz lager zu benutzen?

Manche Piaggio kurbelwellen haben gleitlager

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Montag 11. September 2017, 21:07
von Dampframme
Das Wälzlager wird durch das 2-Tacktgemisch geschmiert und gekühlt,
ein Gleitlager würde nicht genug schmierung bekommen und heiß laufen.
Die von dir angesprochenen Piagios sind warscheinlich 4-Tackter mit
Trockensumpfschmierung oder haben 2-Teilige Pleule mit 2 Halbschalen.

Re: Kurbelwelle;Pleullager

Verfasst: Dienstag 12. September 2017, 00:55
von didiwagener
Viele interessante Sachen in Vergangenheit zu der Kurbelwelle lese ich da.....! Komme ich aber mal wieder zurück und auf meine Misere mit diesem kleinen ,vertrackten , verdammten und beschi...... 399er D-Motor und der Kurbelwelle zu sprechen . Motor vor Nov. 2013 gekauft , eingelagert und dann wegen persönlichem Umstand nicht weiter bearbeitet. Nun zu einem Probelauf aus dem Regal und dabei nicht gewöhnliches Laufgeräusch festgestellt . Polrad als Verursacher ausgemacht , gewechselt Probelauf und immer noch ungewöhnliches Laufgeräusch . Auspuff mit Gummihammer bearbeitet und Kling, Klang , Klong . Den Auspuff gewechselt ,Probelauf und immer noch unsauberes Laufgeräusch . Motor zerlegt , Kolbenpassung nicht gut genug , Kolben gewechselt und auch die Kurbelwellen und Pleuellagerung nach Standardverfahren geprüft . Auch die Kurbelwelle ohne Kolben in die Motorhälfte gelegt und in der Lagerung gedreht um ein evtl. Krachgeräusch auszumachen . Keinen Fehler festgestellt , Maschine zusammen , Probelauf und immer noch kein gutes Laufgeräusch .Motor zerlegt und nochmals die Pleuellagerung auf Laufgeräusch und Höhenschlag kontrolliert .Pleuel in den Schraubstock und gezogen und gedrückt und bewegt. Nix Fieses festgestellt ....! Weil nix Fieses an Pleuellagerung dann eben das polradseitige Lager auf Verdacht gewechselt . Maschine zusammen ,Probelauf und Rollgeräusch . :/ Verflixte Tat und Mist und Sch... @= und Motor zerlegt und andere Kurbelwelle eingebaut und Probelauf und gut iss :smile: . Ruhe jetzt mit Rollgeräusch und so. Da nun die Kurbelwellenlagerung als Ursache ausgemacht war hatte ich mich aber in den Motor bzw. in die Kurbelwelle bzw. der besseren Fehlerfindung bzw. zukünftiger Fehlervermeidung festgebissen . Bin eben manchmal Terrier :smile: . Die defekte Kurbelwelle wieder mit dem Pleuel in den Schraubstock und gezogen und gedreht und gemacht und getan . Das Biest hat nix ungewöhnliches von sich hören und spüren lassen......! Eine Motorhälfte genommen , Kurbelwelle mit Lagerung rein und an den Gewichten gedreht .Nix fieses zu hören. Nun aber die Kurbelwelle mit dem Pleuel verkehrt herum eingelegt und dann mit den Fingern an der Pleuelstange so schnell wie möglich die Kurbelwelle gedreht . Erst jetzt war ein Rollgeräusch zu hören welches auf einen Defekt schließen lässt . Nun habe ich eine Kurbelwelle mit defektem Pleuellager und aber sonstigen guten/neuen Lagern .
Auf die Prüfmethode mit Welle in die Hand oder Schraubstock und Ziehen oder Drücken werde ich mich aber in Zukunft nicht mehr nur noch aleine verlassen . Bis Dato hatte diese Methode zwar immer funktioniert und ich hatte so auch schon defekte Wellen ausgemustert :Aber eben nur bis Dato.....!

Erleichterter Gruß
Dietmar