Dann gab es noch die Farbcode-Methode von Sachs.
Die Farbpunkte waren im Kurbelgehäuse des Zylinderteiles (also nicht am hinteren Gehäuseteil).
Rot für B-Kolben, Blau für C-Kolben, Weiß für D-Kolben.
Diese Farbmarkierungen wurden im Laufe der Jahre immer schlechter sichtbar. Sie verwitterten gewissermaßen. Ab den späten 399ern wurden die Farbmarkierungen im Innern zugunsten der außen eingeschlagenen Kennbuchstaben ersetzt.
Es gibt doch diesen "Falltest". Mit diesem Test kann doch kein Mensch was anfangen, wenn er nicht gerade einmal pro Woche einen Motor aufmacht. Wir müssen den standardisieren (die Bedingungen) und Zeiten festlegen, wie lange der Kolben gefälligst zu brauchen hat, bis er am OT angekommen ist.
Sporti, an einen normalen Fresser durch Spezialöl glaube ich nicht. Solche Edelöle benutzt du doch nicht mehr. Die hohen Außentemperaturen der letzten Tage scheiden für mich auch als Ursache aus. Was sind schon 20°C mehr oder weniger bei den üblichen Motortemperaturen? Der Kolben ist heißer, der Zylinder auch.
E-ton Kolben reagieren darauf gar nicht. Bei den alten Mahles und den Sukokis habe ich jedoch die Wärmeausdehnung nie gemessen. Beim Mahle-Buckel und beim Didi-Buckel kenne ich die Wärmeausdehnung. Die ist ziemlich identisch mit den E-tons.
Was ist mit Falschluft? Die wäre gefährlich.
Was ist mit irgenwelchen Partikeln, die über das Ansaugsystem und die Membrane ihren Weg in den Zylinder gefunden haben?
WAS IST MIT GEBROCHENEN REIBBÄNDERN?
Schau dir jedes Nadellager im Motorbereich an. Gebrochene Lagerkäfige und fehlende Nadeln kommen auch durchaus vor.
Außerdem würde ich eine alte Zaunlatte nehmen und mal den Motor komplett vermessen.
Es gibt das Neumaß, auch Einbaumaß genannt, und die Verschleißgrenze. Alle Teile, die die Verschleißgrenze erreicht haben, dürfen nicht mehr eingebaut werden. Die können so gut aussehen wie sie wollen, sie dürfen nicht mehr eingebaut werden, wenn man bis zur nächsten Motorrevision unbesorgt fahren will.
Wer mit maximal 5600/min durch die Lande tuckert, hat eine andere Verschleißgrenze der Teile zu beachten als jemand, der bis an den 5-stelligen Bereich dreht.
Aus meinem K1 flog diesen Sommer der super gut aussehende Kolben raus. Er hatte 4/100 mm vom Einbaumaß verloren. Schluss, Ende, aus und Basta.
Ein Motor kann nur als neuwertig bezeichnet werden, wenn alle Teile Einbaumaß haben. Ist irgendwo die Verschleißgrenze erreicht, tritt man in die Überraschungsphase ein.
Sachs hat allerdings für die Saxonette keine Zahlenwerte für die jeweiligen Verschleißgrenzen hinterlassen.
Macht mir nichts. Ich habe genug an Hondas und Yamahas gearbeitet und kann das dabei Erfahrene gut übertragen. Die Japaner hatten für jedes Verschleißteil die Verschleißgrenze in der Reparaturanleitung niedergeschrieben.
Zahlenwerte vom Lanz-Bulldog würde ich nicht auf die Saxonette übertragen. Die von Harley auch nicht.
Ich lese gerade, eine Bügelmessschraube hast du nicht. Die gibt's bei Ebay teilweise sehr billig. Wenn die abgeglichen sind, arbeiten die auch ähnlich genau wie die teuren. Solche mit Messflächen aus Hartmetall gibt's schon um 15 Euro + Versand.
Dieter
1xeditiert: Sportis Motor hatte offenbar alle Anzeichen eines Motors mit sehr wenig Laufleistung (wenige Hundert km).
Dann trifft das mit den Verschleißgrenzen noch nicht zu.
Wo kann man sehen, welcher Kolben für das Gehäuse vorgesehen
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Re: Wo kann man sehen, welcher Kolben für das Gehäuse vorges
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Zuletzt geändert von . . . am Montag 29. Oktober 2012, 12:09, insgesamt 1-mal geändert.
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timo h.
Re: Wo kann man sehen, welcher Kolben für das Gehäuse vorges
Ich würde dir auch noch dazu raten, alle Lager zu überprüfen. Dieses Lager hat sich in Sassenberg nichts von einem Schaden anmerken lassen. Danach bin ich nur noch mit mäßiger Frühzündung und langsamer als in Sassenberg gefahren. Aber auch das hat mich nicht vor dem Totalausfall bewahrt.

Gruß, Timo

Gruß, Timo
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Dieter-K
Re: Wo kann man sehen, welcher Kolben für das Gehäuse vorges
Hallo Timo-h,
das Kolbenbolzenlager überrascht mich auch. Sowas kennt man nur von einigen 599ern.
Was steht denn genau auf dem Lager drauf? Würde ich gerne wissen.
Dieter
das Kolbenbolzenlager überrascht mich auch. Sowas kennt man nur von einigen 599ern.
Was steht denn genau auf dem Lager drauf? Würde ich gerne wissen.
Dieter
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timo h.
Re: Wo kann man sehen, welcher Kolben für das Gehäuse vorges
Auf dem Lager steht so was von HR0 oder HK0.
An der stelle wo die Bezeichnung war ist das Lager gebrochen. Dieses Lager wurde ja von mir nicht vorbelastet, da ich die Kurbelwelle ja von Timo gekauft habe.
Gruß, Timo h.
An der stelle wo die Bezeichnung war ist das Lager gebrochen. Dieses Lager wurde ja von mir nicht vorbelastet, da ich die Kurbelwelle ja von Timo gekauft habe.
Gruß, Timo h.
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Dieter-K
Re: Wo kann man sehen, welcher Kolben für das Gehäuse vorges
Hallo Timo-h,
HK0912, das wäre die Normbezeichnung. Aber ich dachte vielleicht an einen Herstellernamen wie "INA" oder "FAG" und ein wenig "Germany" dabei.
Man schaut bei sowas ja meistens erst mit der Lupe, wenn was kaputt gegangen ist. Die Kolbenbolzenlager machten sonst keine Probleme. Außer damals die japanischen NSK im 599er.
Dieter
HK0912, das wäre die Normbezeichnung. Aber ich dachte vielleicht an einen Herstellernamen wie "INA" oder "FAG" und ein wenig "Germany" dabei.
Man schaut bei sowas ja meistens erst mit der Lupe, wenn was kaputt gegangen ist. Die Kolbenbolzenlager machten sonst keine Probleme. Außer damals die japanischen NSK im 599er.
Dieter