Hallo zusammen,
Dieters Erklärung, dass der Zinkdruckguss mit der Zeit deutlich an Festigkeit verliert,
kann theoretisch mit einer Rekristallisierung des Materials gut erklärt werden:
Direkt nach der Fertigung liegt ein sehr feinkristallines festes Gefüge vor.
Im Laufe der Zeit rekristallisiert das Zink dann (begünstigt durch hohe Temperaturen),
was gut mit einem "Weichglühen" vergleichbar ist (bekannt von Eisen, Kupfer...).
Dabei wachsen die großen Kristalle auf Kosten der kleinen,
und am Ende ist das Gefüge viel weicher als vorher.
Zwei Punkte sind noch zu nennen:
1. Zink und Stahl legieren sich nicht.
Die Flächen von Kern und Druckguss sind nicht miteinander verbunden,
sondern allenfalls elastisch gegeneinander vorgespannt.
2. Entscheidend für den Schadensbeginn ist die Bildung eines ersten Spalts.
Der wird dann durch zwangsläufige Schläge vom Motor aufgeweitet.
Die normalen Motor-/Massenkräfte sind aber zu klein für den "Startspalt".
Viel größere Kräfte liefert im Vergleich dazu ein Lagerschaden polradseitig!
Bei sowas - behaupte ich - ist dann ein Polradschaden vorprogrammiert...
Grüße - Sparky
