Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Saxonette, Spartamet und andere
Dieter-K

Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Freunde sage ich zu nachtschlafender Zeit,

Das ist die Zeit, zu der mir seit mehr als 30 Jahren die kreativsten Ideen kommen.

Mich würde mal interessieren, ob irgend jemand von euch überhaupt Interesse an einem Zweigangetriebe hätte.
2006 habe ich schonmal grob mit einem alten Saxonettefahrer darüber gesprochen. Wir meinten übereinstimmend, dass es fein wäre, sowas zu haben. Aber über die Umsetzung haben wir uns damals nicht viele Gedanken gemacht. So geriet dieses Hirngespinst in Vergessenheit. Eine Rückmeldung erhielt ich damals noch: Es sei alles viel zu eng im Gehäuse. Also so gesehen nichts Neues.

Einer meiner Freunde fragte mich, ob denn nach der Digitalzündung noch irgendwas zu entwickeln sei. Da fiel mir spontan nichts ein.

Später kamen mir wieder die Wünsche aus 2006 in den Sinn. Gibt es ein Interesse an einem Zweiganggetriebe, das natürlich während der Fahrt schaltbar sein muss?

Ich fahre mit einer sehr langen, selbst konstruierten, Übersetzung ziemlich schnell. Mathias hat ein Eigenbaugetriebe nach seinen Ideen verwirklicht, das ebenfalls weit höhere Geschwindigkeiten ermöglicht als jedes Seriengetriebe. Je nach Tuninggrad machen solche verlängerten Getriebe in der Ebene Sinn, aber an Steigungen irgendwann "dicke Backen". Auch ist es beim Anfahren dringend empfehlenswert, bis zum Erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit durch Mittreten die Kupplung zu entlasten. Bei mir ist diese Geschwindigkeit 16km/h, bei Mathias sind es etwa 14km/h, bis zu der der Saxonettist das Anfahren durch Treten unterstützen sollte.

Mit ein paar Freunden habe ich über die Möglichkeiten gesprochen, ob ein Zweigang-Getriebe an der Saxonette Sinn machen würde.
Heute habe ich mich (veraltert gesprochen) ans "Zeichenbrett gesetzt" und meine Ideen mal zu Papier gebracht. Das ist heutzutage natürllch ein CAD-Programm.

Also, es ist machbar. Und erstaunlicherweise sogar ohne Verbreiterung unseres bekannten Motorgehäuses. Verbreiterung hätte bedeutet: Zersägen und einen Distanzstreifen einschweißen. Dass es auch ohne geht, hätte ich nicht erwartet.

Billig ist sowas trotzdem nicht. Damit steht fest: Geiz ist hier sicher nicht geil, gar nicht! Da müssen ein paar Zahnräder angefertigt und ein paar existierende abgeschliffen/abgedreht werden. Dann müssen zwei Wellen neu gefertigt werden, ein Wellendichtring und die Schalthebel samt Halterung am Motor. Das Hinterrad muss drei Millimeter in Nabennähe lassen. Eine Feder muss angefertigt werden. Der Platz ist einfach unglaublich knapp, und der Eingriff ist nicht von Pappe. Quasi aus Frankenstein die Marilyn Monroe erschaffen.
Aber es geht. Die Umschaltung während der Fahrt passiert dann durch einen einrastenden Gangschalthebel vom Lenker aus (wie für einen Umwerfer fürs vordere Kettenblatt).

Ich habe mir vorgenommen, die Konstruktions- und Fertigungszeichnungen DIESMAL später freizugeben. Bedingung an Nachbauer: Du baust/lässt dir eines bauen und mir eines mit. Das ist die Lizenzgebühr. Denn solche Entwicklungen unterliegen dem Urheberrecht. Seid sicher, einige Millionen Fritzchen um die Ecke kriegen so eine Aufgabenstellung nicht gelöst.

Wer selbst eigene Ideen hat, sollte genau checken, ob er mit den Gegebenheiten unserer Saxonette zurecht kommt. Wer seine eigene Idee umsetzt, zahlt natürlich nix. Er kann höchsten was verlangen :welcome: Der gemeinhin bekannt Abkupferer zahlt hingegen.

Wie stets? Habt ihr Interesse? Wäre das was, oder ist so ein Projekt 2012 Eurer Meinung nach überflüssig?

1. Gang: Wie D-Getriebe. Bei Bedarf auch GERINGFÜGIG kürzer.
2. Gang: Frei nach Lust und Laune.

Dieter - der sich einfach mit dem gegebenen technischen Status Quo nicht abfinden will.

PS: Dies hier ist mein Fachgebiet. Die Digitalzündung war für mich fachfremd und deshalb in der Umsetzung weitaus schwieriger.
nicht mehr Mitglied

Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von nicht mehr Mitglied »

Hallo ,

Alles schön und gut , aber wo kommt die KÜHLUNG her für ein untersetztes Getriebe.
Nicht das gedacht wird wir könnten mit 12-15 Km/h jeden Berg erklimmen.
Wer ein LANGES Getriebe fährt kann beim anfahren mal mittrampeln.

Hatte auch mal überlegt Nabenhülse zu ändern und die Drehlzahl vom Motor über ein Umlenkzahnkranz ( vorne )
wieder zurück auf die 5er Ketteschaltung zu führen.
War mir aber zuviel an Änderungen.

Ich glaube da ist jeder mit der ZÜNDAPP - Bergsteiger besser bedient.

:ironie: ON
Aber wenn ihr so rasant Eure Ideen vorstellt werde ich mir schon mal einen RAUMANZUG besorgen.
Es kann ja dann nicht mehr lange dauern .................
( Bild Quelle : http://up.picr.de/5987004.jpg )
Bild

bin gespannt ob ich das alles noch erleben werde grüsse
Bernd ( bald SAXOnaut :muahaha:
SaxAnton

Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von SaxAnton »

Wenn ich wach liege in der Nacht, denke ich manchmal über ein Planetengetriebe in meine Metje!
:redface:

Doch dann am Morgen scheint mir dass wie eine Menge Menge Arbeit...


Aber ich bin sehr interessiert und will alles darüber zu lesen!?
*THUMBS UP*

PS:
Es gibt eine Geschichte dass jemand auf der Insel Texel dass vor Jahren hin bereits getan hat?
Claus

Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von Claus »

N´abend zusammen :smile: ,

leider fehlt mir zur Umsetzung a)das nötige Werkzeug/Equipment,b)das nötige Fachwissen.
Wie ich,träumen vielleicht viele von einem solchen Getriebe. Nur muss man erst aus seinen
Träumen erwachen um sie umzusetzen :stop:
Es wäre d i e Innovation schlechthin:eine Saxonette,die auch grössere Steigung ohne grosse Mühe
bewältigt.
Immer schneller können schon viele- aber steiler?

Gruss Claus
timo h.

Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von timo h. »

Aber zum Thema Entwicklungen mal eine Frage: Wann soll man denn die Digitalzündung kaufen können?

Die Zwei-Gang Schaltung klingt schon gut und beeindruckend finde ich, dass man sie nachträglich in dieses doch recht kleine Motorgehäuse einbauen kann.

Gruß, Timo *THUMBS UP*
Dieter-K

Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Timo,

mit der Auslieferung werde ich erst starten, wenn erste gute Zündkurven feststehen.
Alles, was ich vorher unters Volk bringe, werde ich später kostenlos umprogrammieren müssen, wenn leistungsfähigere Zündkurven erarbeitet sind.
Dadurch machen wir nur die Post reich.

Dieter

Ansonsten sind unsere beiden Posting aus dem Ruder gelaufen, denn für die Digitalzündung haben wir eigentlich diesen Thread:
viewtopic.php?f=2&t=2868#p26777
rennsemmel

Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von rennsemmel »

Tag Zusammen !

Natürlich sind zwei Gänge immer besser als Einer :wink:

aber,wer legt die Übersetzung fest ?

Jeder hat andere Wünsche in Norddeutschland ist es wahrscheinlich gut mit 1.Gang D und 2.Gang Mb-Matze Übersetzung.
Dann kommt noch die Frage, Gewicht des Fahrers....
und noch dazu ,ist der Motor überarbeitet oder nicht !?

In Süddeutschland wäre wohl eher an ein 1. Gang kleiner als das D-Getriebe für 13% Prozenter....und der 2. Gang ein NL-Getriebeübersetzung....

ich denke jeder hat ein anderen Wunsch,aber im Prinzip bin ich dafür das du eines entwickelst :wink: :handshake:

Wer nicht nach vorne schaut,tritt auf der Stelle *THUMBS UP*

Mfg
Dieter-K

Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Freunde,

das Thema war doch nur mal als eine Art Brainstorming gedacht. Bei mir ist zwar auch manchmal vorübergehend die Luft raus. Aber langfristig besteht keine Gefahr, dass mir die Ziele ausgehen könnten. Mehr wollte ich ja gar nicht sagen und nach eurem Interesse an so einer Entwicklung fragen.

Vielleicht konstruiere ich in 2012 das Open-Source-Getriebe. Das bedeutet, die Pläne sind jedermann zugänglich. Die zwei Tage Zeit werde ich mir dann auch noch nehmen, um die verschiedensten Zahnräder zu berechnen. Dann kann sich jeder seine Paarungen anfertigen lassen wie er will.

Die Idee finde ich einfach nur reizvoll. Und das Ganze mal gezeichnet haben, zeigt mir, dass ein schaltbares Getriebe kein Hirngespinst bleiben muss.

Zu Sorgen wegen Überhitzung am Berg:
Auf dem Prüfstand habe ich in der Praxis erlebt, dass so um zwei Minuten Vollgas ohne Kühlung für die Motoren überhaupt kein Problem darstellen.
Das erklärt sich dadurch, das sich der Zylinder stärker bei Wärme ausdehnt als der Kolben. Der Kolben kann erst fressen, wenn das Öl nicht mehr mitmacht.
Ironische Grüße an dieser Stelle an die Anhänger von mineralischem/teilsynthetischem Kack-Ölen! Ein Fresser liegt dann wirklich nicht am Laufspiel der Kolben.

Die Art Getriebe, die ich ins Auge gefasst habe, lässt sich ohne Kupplung schalten. Man sollte nur ein wenig das Gas wegnehmen, damit die Zahnräder nicht so unter Last stehen. Das Ganze ist keine Erfindung von mir. Das haben die Ingenieure von Zündapp jahrelang erfolgreich schon vor 40 Jahren in ihre kleinen 50er gebaut. Von meiner Seite wird das nur ein Übertragen auf die Saxonette werden. Meine Zündapp KS 50 LC konnte ich auch immer ohne Kupplung schalten. Mindestens PeCeBu weiß jetzt bescheid. Die Konstruktionen von Sachs und Kreidler scheiden aus. Ich kenne alle drei. System Kreidler bekommt man nicht untergebracht. System Sachs ist nicht platzsparend genug und bruchgefährdet (ein echtes Ziehkeilgetriebe). Zündapp hat da für mich im Hinblick auf unsere Saxonette die Nase vorn: Ein Kegelgetriebe mit Kugelverriegelung. Keine Bruchgefahr und kein zusätzlicher Platzbedarf für dieses Schaltungskonzept im Motorinneren. Durch die Fliehkraft bei unseren hohen Drehzahlen könnten die Kugeln nach außen gedrückt werden. Das muss ich noch berechnen und habe auch schon ein hydraulisches Mittel dagegen.
Außerhalb des Motorgehäuses haben alle Getriebearten fast den gleichen Platzbedarf. Da muss eine schlanke, aber robuste Hebelei her, die die sichere Verriegelung des gewählten Zahnradpaares erledigt. Das ist noch nicht auf dem Papier gelöst, aber wir haben ja erst den 21.2.2011. Jedenfalls wird sich außerhalb des Motorgehäuses gar nichts drehen. Und auch eine Saxonette mit 2-Gang wird von außen absolut unauffällig sein.

Im Moment haben bei mir aber andere Dinge Priorität. Da ist ganz aktuell das Auskurieren meines sehr quälenden Hexenschusses. Morgens die Socken anziehen dauert so um gefühlte fünf Minuten :sad: . Hexenschuss habe ich alle Jahre wieder. Ich hoffe, dass das bald vorbei ist. Diesmal hat es mich etwas schlimmer erwischt. An dieser Stelle bitte keine Genesungswünsche... Es ist ein Thread über Zweiganggetriebe. Bei vier Millimeter breiterem Getriebegehäuse hätte es ein Thread über Dreiganggetriebe sein können.

Dieter
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PeCeBu
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Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von PeCeBu »

Hallo Dieter :smile:
:klugscheiss:es gab nur eine Ks 50 WC :klugscheiss:
modus an-----------------------------------modus aus
Ja Dieter da kann ich dir beipflichten meine Ks 50 Cross konnte ich auch ohne Kupplung schalten, wurde aber meistens nur gemacht wenn das Kupplungsseil gerissen war, denn das Anhalten an Ampeln war dann doch ein wenig doof, man konnte zwar auf den Leerlauf schalten aber beim Anfahren musstest du dann erst ein wenig anschieben um in "Schwung" zu kommen, um dann, ohne das Moped abzuwürgen, den 2.Gang einzulegen.

Zum besseren Verständniss hier mal ein paar Bilder (ich habe die von der 2Gang M50 Bergsteiger hergenommen, da die von der Ks50 mit 5 Gängen nur verwirrend wären.
M25 50 030 für Dieter.jpg
M25 50 030 für Dieter.jpg (23.34 KiB) 2805 mal betrachtet
M25 50 031 für Dieter.jpg
M25 50 031 für Dieter.jpg (23.28 KiB) 2805 mal betrachtet
Gruß Peter
Sparky

Re: Saxonette mit 2-Ganggetriebe?

Beitrag von Sparky »

Hallo Dieter,
das wäre schon schön sowas,
aber es wird eben nie etwas für alle sein.
Dafür ist es gar zu speziell.
Da ist deine Super-Zündbox schon eher was,
an dem sich viele werden erfreuen können.

Was ich mir manchmal wünsche, das wäre eine manuell
feststellbare Kupplung (oder überhaupt: manuell).
Damit könnte man die Waldwege bergauf dann so richtig schön
laaaaaangsam und ohne Fliehkraftkupplungssorgen...
Je langsamer, desto ruhiger läuft ja auch der Motor.
Langsamfahrergrüße - Sparky :wink:
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