Kraftstoff "E 10"

Saxonette, Spartamet und andere
sachse

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von sachse »

hallo,

das meint sachs zu e10

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Informationen zur Benzinsorte E10
Im Frühjahr 2011 führt die deutsche Mineralölindustrie eine neue Spritsorte ein, die umweltfreundlicher und nachhaltiger
sein soll und zur Reduktion des CO2-Verbrauches im Verkehrssektor beitragen soll. Der neue Kraftstoff mit höherem
Bioethanol-Anteil von zehn Prozent heißt “Super E10″ und ist schon kurz vor seiner Einführung heftig umstritten.
Daher werden wir Ihnen hier einige Informationen geben.
Was ist Super E10?
E10 bezeichnet Benzin, das gegenüber dem bisherigen Benzin einen höheren Anteil an Bioethanol enthält. „E“ steht für
Ethanol, die Zahl „10“ gibt an, dass das Benzin bis zu 10 Prozent Bioethanol enthalten kann. Bisher betrug der
Ethanolanteil im Benzin bis zu 5 %. Bioethanol ist ein Alkohol-Kraftstoff, der sich aus nachwachsenden Rohstoffen wie
zum Beispiel Getreide oder Zuckerrüben sowie in Zukunft verstärkt Pflanzenresten und Holzabfällen gewinnen lässt
(Biomasse).
Warum wird E10 eingeführt?
Die Beimischung von Bioethanol soll die Klimabilanz des Kraftstoffes verbessern. Das CO2, das bei der Verbrennung
freigesetzt wird, haben die Pflanzen während des Wachstums durch Fotosynthese aufgenommen. Die Einführung soll
daher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Über diesen Punkt gibt es reichlich Streit. Kritiker behaupten, bei
der Herstellung von E10 werde mehr CO2 ausgestoßen als nachher im Motor wieder eingespart wird. Auch Punkte wie
landwirtschaftliche Monokultur, Brandrodung, Düngemittel, Herbizide, Transportwege, Grundwasserverschmutzung und
dergleichen müssen mit in die Waagschale geworfen werden.
Wer hat die Einführung von E10 beschlossen?
Grundlage ist eine europäische Richtlinie, die in anderen Ländern wie Frankreich schon länger umgesetzt wurde. In
Deutschland hat der Bundesrat erst im Dezember 2010 seine Entscheidung hierzu getroffen. Gesetzliche Grundlage in
Deutschland sind das 9. Gesetz zur Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes, die Verordnung zur Einführung
von E10-Kraftstoffen sowie die Rechtsbereinigung im Bereich Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitäten von
Kraft- und Brennstoffen (10. BImSchV).
Warum gibt es Probleme mit E10?
Ethanol hat etwas andere chemische Eigenschaften als Benzin. Ethanol ist zum einen hydrophil, bindet also Wasser und
dadurch kann es bei längerem Gebrauch und vor allem während der Standzeiten (bei 2 Radfahrzeugen oft während des
ganzen Winters) zu chemischen Reaktionen (Korrosion) in Motor, an den Ansaugtrakt- Aluteilen (wie Vergaser etc.),
Kraftstoffsystem und im Blechtank kommen. Zum anderen ist Ethanol lipophil, also fettlösend. Daher können Dichtungen
aufgelöst werden und Gummiteile quellen. Zudem würden aufgrund der geringeren Energiedichte von Ethanol der
Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen steigen.
Wie können Probleme mit E10 verhindert werden?
Durch Beimischung von 1% 2-Takt-Mischöl (Qualität ASO FC oder API TC) kann ein gewisser Korrosionsschutz erreicht
werden. Da moderne Mischöle nahezu rückstandslos verbrennen und katneutral sind, bestehen hier zur Verwendung
keine Bedenken. Die negativen Auswirkungen auf Gummiteile und Dichtungen werden dadurch allerdings nicht
vermieden. Eine weitere Möglichkeit wäre, zum E10 ein Zusatz-Additiv beizumengen, welches sowohl
korrosionsmindernde als auch wasserbindende Eigenschaften besitzt. Die lösenden Eigenschaften des E10 Kraftstoffes
können hier aber ebenfalls nicht gänzlich aufgehoben werden.
Zusammenfassend empfehlen wir, den dauerhaften Gebrauch von E10 Kraftstoff in unseren Fahrzeugen zu vermeiden.
Zumal, nach Beschluss der Bundesregierung, als Alternative weiterhin E5 Kraftstoff angeboten werden muss.

also nix mit e10
war ja eh klar!
in meine restlichen fahrzeuge kommt die brühe auch nicht :/

gruß roland
Claus

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von Claus »

...wenn alle diese Brühe boykottieren würden,können die noch so viele"Benzingipfel" abhalten.
Aber achtet drauf:unsere achso "demokratische" Regierung wird uns durch ein horrendes Preisgefüge
dazu zwingen,das Zeug zu tanken.
Hauptsache,uns wird eine Meinung aufgezwungen und der Bürger verärgert. :/

Ich tanke in Zukunft auch nur noch meine Frau-die ist nämlich echt super :mcgreen:

Gruss Claus
P.S.Unsere Freunde in Frankreich tanken alle Super plus-und da broddelt es auch schon ganz heftig. @=
sachse

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von sachse »

hallo,

Biosprit-Einführung vorerst gestoppt

quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 99,00.html

gruß roland
Dieter-K

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von Dieter-K »

Feiner Link zu einer konkreten Antwort bei Spiegel-online:
http://forum.spiegel.de/showthread.php?postid=7310030

Die Automobilindustrie wittert naturgemäß gerne den Absatz von Millionen Neuwagen als Ersatz für durch "E10-Verträglichkeit" ausgefallene Altwagen. Garantie und Kulanz gibts bei solchen Autos ja nicht mehr. Es lebe der Aufschwung :*) .

Respekt an SFM-Bikes. Eine sehr sachliche und fachlich korrekte Darstellung. Sachse hat den Link oben eingestellt.

Dieter
Jörg

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von Jörg »

Tcha ,der "Aufschwung " durch die Abwrackprämie ist vorbei ,da muß was neues her ! Traurig nur ,das es auch Fahrzeuge betrifft ,die erst 5-6 Jahre alt sind ...
Claus

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von Claus »

Achtung!! Falsche Informationen und Argumentation seitens unserer Bundesregierung.Die EU-Kommission schreibt uns das Gepansche n i c h t vor!!
Man möchte nur mal wieder Vorreiter sein.
=====================
Zitat:

nach dem Sprecher des EU-Umweltkommissars besteht "Keine Verpflichtung", den Kraftstoffen Biosprit beizumischen.Vielmehr existiere seit Anfang des Jahres lediglich die "Erlaubnis zwischen null und 10 % beizumengen". Ob die Mitgliedstaaten das umsetzen, liege allein in deren Ermessen.
Zwar gibt die EU-Gesetzgebung im Rahmen des 2007 vereinbarten Klimapakets zwar tatsächlich ein 10%-Ziel vor. Das betrifft allerdings eine allgemeine Regel, dass 10% der Ernergie im Verkehrsbereich aus erneuerbaren Quellen stammen muss. (Quelle Tagesspiegel)

Gruss Claus
P.S.Nicht mal unsere Ordnunghüter tanken e10:
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/ ... 55476.html
Sparky

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von Sparky »

...im Grunde ist es nur eine verkappte Erhöhung der Mineralölsteuer.
Früher war Biosprit ja steuerlich begünstigt, wegen "umweltfreundlich".
Aber das konnte/sollte ja nicht ewig so weiter gehen, und darum
wird jetzt für den Bioethanolanteil im Benzin der volle Steuersatz fällig.
http://www.bio-kraft-stoff.de/Bioethano ... uerung.php
http://www.shell.de/home/content/deu/pr ... ation/e10/
(siehe dort den Unterlink "Verbrauch und Preis")
Das ist praktisch, denn bei 5...10% Ethanolanteil "merkt" man das ja nicht so.
Wenn die Lambda-Sonde den Spritdurchsatz via Einspritzpumpe etwas erhöht,
dann ist das aus steuerlicher Sicht doch einfach optimal zu nennen.
Höherer Verbrauch = höhere Steuereinnahmen, ist doch logisch!
Wir sollen besch..... werden, das ist doch klar...
Grüße - Sparky :stop: *THUMBS DOWN*:
Saxo Fan

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von Saxo Fan »

An alle E10 Freunde

Häufiger Ölwechsel durch Biosprit notwendig?
Sorgen macht sich auch Thomas Brüner, Leiter der BMW-Mechanikentwicklung. Gegenüber der "Welt am Sonntag" erklärte er: "Das Wasser kondensiert aus den Verbrennungsgasen und gelangt ins Öl, das dadurch verdünnt wird und schneller altert." Die unerfreuliche Folge: Die Ölwechselintervalle bei Autos könnten sich erheblich verkürzen, um eine Schädigung der Motoren zu vermeiden. Ein Ölwechsel in der Wechsel kostet aber nicht nur Zeit, sondern auch eine Menge Geld. Bei einem Sechszylinder muss der Autofahrer gut zweihundert Euro hinblättern. Zwischenzeitlich raten Experten den anhaltend verunsicherten und verärgerten Autofahrern, in der Tankstelle öfter zum Ölmessstab zu greifen. Sollte bei der Kontrolle ein höherer Ölpegel als beim vorherigen Mal angezeigt werden, besteht der dringende Verdacht auf eine Verdünnung des Öls durch den neuen Biosprit. Von einer Betankung des Autos mit dem anfänglich vielgepriesenen Ökosprit sollte dann in jedem Fall abgesehen werden.

Gruß

Rainer
Sparky

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von Sparky »

Hallo zusammen,
Regelmäßiger Ölwechsel mag wichtig sein
1. Bei ständigem Kalt-/Kurzstreckenbetrieb wegen zunehmendem Kondenswasser im Öl.
2. Bei Dieselmotoren wegen Ruß / Verdünnung durch Diesel.
3. Früher bei schwefelhaltigem Benzin (Säurebildung/Korrosion bei Kondenswasser im Öl)

Ich würde sagen: Wenn man das Öl auf Langstrecke regelmäßig schön heiß fährt (das Wasser verdampft!) ODER wenn der Ölverbrauch ohnehin schon etwas angestiegen ist, dann braucht man meiner Meinung nach das Öl überhaupt nicht mehr zu wechseln! Mein alter Audi 100 2.8 Benziner (den der Manfred Krug als "Kommissar Stöver" fährt), der hat seit ca. 100.000 km keinen Ölwechsel mehr gesehen! Da wird immer nur nachgefüllt. Und es ist nicht viel, was ich da nachfülle. Hab' es mal protokolliert, aber das lohnte den Aufwand nicht, der Motor hat jetzt über 180.000 km und ist völlig OK. Wenn ich da auf 10.000 km 4...8 Liter Öl nachfülle, dann ist da genug frisches Öl im Motor.
Dass man wegen Biosprit jetzt öfters das Öl wechseln sollte, dürfte ein von den Ölherstellern geschickt gestreutes Märchen sein. Ich sehe keinen Grund, warum wegen Bioethanol das Öl schneller altern bzw. mehr Kondenswasser entstehen soll. Den Herstellern können die Ölwechselintervalle so oder so nicht kurz genug sein. Ob dadurch unnötige Kosten oder Altöl produziert werden, das ist denen total egal. Hauptsache das Geschäft brummt...
Findet Sparky :wink:
Claus

Re: Kraftstoff "E 10"

Beitrag von Claus »

Sparky hat geschrieben: dürfte ein von den Ölherstellern geschickt gestreutes Märchen sein.
Nee,Sparky :smile: ,

das kam nicht von den "Ölis",sondern ist eine Erkenntnis von BMW.Diese soll aber auch schon wieder
dementiert worden sein-gab´wohl wieder Druck von ganz oben.
Es ist zum K...

Gruss Claus
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