hat jemand von Euch verlässliche infos übe das erlaubte Lagerspiel beim KW-Hauplager (das zwischen der vollen Kurbelwange und dem KW-Zapfen auf dem das Polrad befestigt wird)?
TOP wäre (eventuell hat sich ja schon jemand damit beschäftigt) der maximal zulässige Hub (Spiel) am Rand des eingebauten Polrades im betriebswaren Zustand.
Folgeschäden von zu großem Spiel (schmelzende Zündspulen und angeschliffene Polräder) sind ja hier hinlänglich bekannt.
Ein Gegensteuern durch das Einstellen des Spalts zwischen Polrad und Zündspule auf Werte > 0,5 mm hat dann ja auch irgendwo ein Ende und ist keine finale Lösung die zufrieden stellt.
Fragende Grüße aus dem Norden
Matthias
Zuletzt geändert von McMaly am Montag 2. Juli 2012, 05:33, insgesamt 2-mal geändert.
Hallo Matthias,
den genauen Wert kann ich dir auch nicht sagen, aber es sind Lager der Klasse C4, also mit erhöhter " Lagerluft". Diese Lager müssen sein, damit sie genug Platz zum Ausdehnen bei Wärme haben.
Das heißt bei Betriebstemperatur sollten sie einigermaßen spielfrei laufen. Wir verwenden C3 Lager mit offenem Metallkäfig, mit nicht ganz so großer Lagerluft, die haben sich gut bewährt, auch bei hohen Drehzahlen.
Die genauen Werte sollten sich auf den Typenblättern der Hersteller finden, einfach mal googeln.
Es sind Rillenkugelager 6201- C4, also ein Normlager!
Grüße aus der Mitte in den Norden!
Reiner
Hallo Matthias,
das kann ich dir leider auch nicht sagen, 9000upm haben wir nicht im Dauerbetrieb, höchstens mal kurzzeitig.
Eventuell wäre es hilfreich das Lager mit eine Art Dauerschmierstoff zu versehen, da es sonst nur durch den Ölanteil im Benzin geschmiert wird?
Bei unseren Motoren, die im Schnitt um die 30kmh bewegt werden treten die beschriebenen Probleme nicht auf.
lg, reiner
33µm beträgt die Lagerluft maximal (und 18µm minimal) im nicht eingebauten Zustand laut meinem alten SKF-Hauptkatalog.
Das Spiel im eingebauten Zustand sollte darunter liegen. Bei heißem Motor dürfte sich wieder maximal das Spiel im ausgebauten Zustand einstellen, also 3,3/100mm.
Im kalten Zustand habe ich an meinem Prüfmotor gerade mal das Axialspiel gemessen. 2/100mm kommen dabei heraus. Es entspricht bei Rillenkugellagern etwa dem Radialspiel. Es sind also keine Werte, die dir bei warmem Motor das Polrad an die Zündspule rücken können.
Die Wärmeausdehnung des Zinkdruckguss kannst du 20% höher ansetzen als die von Aluminium. Dadurch wird der Spalt zwar kleiner, aber nicht nennenswert, da der Spulenträger sich ja auch ausdehnt.
Dieters Statement bedeutet faktisch, das, selbst wenn man die Hebel (Kurbelwellenzapfen und Polradradius) mit einbezieht, fühlbares Spiel in diesem Bereich auf ein revisionsbedürftiges Lager schließen lässt.
fühlen kann man das Lagerspiel schon. Das Polrad lässt sich auch spürbar von Lageranschlag zu Lageranschlag bewegen.
Dadurch sollte sich aber nicht der Polradabstand zur Zündspule erkennbar verkleinern lassen.
X-mal haben wir im Forum mit der Vermutung eines Lagerschadens schon falsch gelegen.
"Folgeschäden von zu großem Spiel (schmelzende Zündspulen und angeschliffene Polräder) sind ja hier hinlänglich bekannt. "
Diese Schäden sind zu 99,9% das Ergebnis nicht richtig fest angezogener Schrauben der Zündspule so das die mit der Zeit verstellt oder einem losem Eisenkern des Polrades.
Ein losen Eisenkern hatte ich noch letzte Woche bei einem zu überholendem Motor hier Dieser Schaden machte sich ABER NUR BEI WARMEN Motor/ Polrad erst bemerkbar.