Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Saxonette, Spartamet und andere
Schattenfell

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Schattenfell »

Kluger Beitrag, Dom *THUMBS UP*
Gruß
Michael
Dieter-K

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Dieter-K »

Tja,

Dom kann durchaus klug schreiben. Inhaltlich schließe ich mich an.
Ich weiß, wie DomZurHeide tickt und dass er voll auf unserer Seite steht und nicht in die Schublade blind/blöder Angsthase zu stecken ist.
Man sollte sich die Tatsachen einfach vor Augen halten. Das finanzielle Risiko ist geringfügig bis kaum spürbar, solange die Ausfahrt wie gewohnt endet. Aber wehe dem, sie endet mal nicht wie immer bisher, dann kann durchaus der Dispokredit schnell überfordert sein.

Es tröstet, dass wir nicht zum Beuteschema der Blau-Silbernen gehören. Wenn's aber mal gekracht hat, spielt die Rennleitung die kleinste Rolle. Dann haben die Herren in schwarz mit silberner Krawatte das Wort.

Kürzlich habe ich erfahren, dass es ein oder mehrere neu zugelassenene Kleinkrafträder geben soll (45km/h offiziell). Ein Trend, den ich nur begrüßen kann. Wie zu erwarten, stammen alle Kleinkrafträder aus diesem Forum. Die Nachbarn sind dazu eh nicht in der Lage.

*THUMBS UP* - Dieter
Kolbenfresser

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Kolbenfresser »

Hallo
Ja, das vielbesagte Thema Tuning, einige nehmen es sehr leicht auf die Schulter, so wie ich, andere sind da schon etwas bedachter unterwegs.
Für mich stellt sich vor allem aber die Frage, wo beginnt das Tuning?
Beginnt es bereits, wenn ich einen Sportluftfilter einsetze? Im Grunde genommen ändert dieser Luftfilter nichts an der Endgeschwindigkeit.
Oder ist es erst der Einsatz eines Moduls ohne Drehzahlbegrenzer, sogenannte Tuningmodule? Ich glaube im Grunde genommen nicht, da der Gesetzgeber das Abschalten der Zündung zur Leistungsbegrenzung bereits 2003 verboten hat wurden seit dem keine Module mit Drehzahlbegrenzer verbaut. Was ist nun illegal, das nachgebaute von Ebay oder das Original Ersatzteil? In beiden Fällen muss natürlich gewährleistet sein das die 24km/h Marke nicht überschritten wird, was in der Regel auch nicht vorkommt.
Vielleicht ist es auch schon die 5-Gang Schaltung für die es keine Freigabe gibt, oder nur der Umbau des hinteren Kettenrades, welches bei älteren Modellen in den Papieren steht?

Jörg
Dieter-K

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Kolbenfresser,

Tuning beginnt dort, wo vom Serienzustand des Motors abgewichen wird. Das ist aber meist nicht relevant.

- andere Düse
- anderer Luftfilter
- anderes Ritzel
- 5/7/x-Gangschaltung
- andere Reifenbreite
- andere Zündkerze
- Membrane aus Kohlefaser

Das alles ist in seiner Wirkung nichts, auch wenn man alles kombiniert.

Was was ausmacht, sind Kombinationen von
- anderer Düse mit geändertem Ansaugtrakt
- begradigter Membranplatte
- Glücksklee oder geänderten Kanälen
- aufgebohrtem Vergaser
- optimiertem Zündzeitpunkt

Das alles aber nur in Verbindung mit einem T-Modul. Mit abregelndem Modul nützt der ganze Aufwand nicht.

Andererseits reichen bereits ein NL- und erst recht ein Sondergetriebe ohne T-Modul, um getunt und deutlich über 20km/h unterwegs zu sein.

Wer wirklich alles mit dem nötigen Know-How kombiniert, sollte maximal 1/10 Gas fahren, wenn er von anderen Verkehrsteilnehmern umgeben ist. Oder aber die Karre als Kleinkraftrad legalisieren, um am schwärzesten aller schwarzen Tage vor Überraschungen sicher zu sein.

Naja, hatten wir ja schon - Dieter
Kolbenfresser

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Kolbenfresser »

Zum Thema Unfallfolgen, meine Erfahrungen mit einem Motorroller
1996 besaß ich einen Aprilia SR50 Motorroller den ich im selben Jahr neu gekauft habe, Vmax laut Tacho 110km/h.
Mit diesem Motorroller bin ich unter anderem öfter ca. 35km zur Arbeit gefahren, dabei musste ich quer durch Köln. Im Rheinufertunnel herscht durch die Fahrenden Autos immer ein Sog, so das ich dort immer die 100er Marke geknackt habe. Am anderen Ende des Tunnels kam es dann oft dazu das von rechts die damals noch grünen von Ihrer Kontrolle des Illegalen Straßenstriches kamen. Von denen hat sich niemals jemand die Mühe gemacht mir zu folgen, immerhin gab es ca. 1km später fast täglich ein nettes Schräglagenphoto von mir. Dieser Roller befand sich aber auch in einem hervorragenden Zustand, war leiser und sparsamer wie das Original.
Mit diesem Roller hatte ich dann noch im selben Jahr bei einem Kilometerstand von 15000 einen schweren selbstverschuldeten Unfall. Genauere Schilderungen kann ich nicht machen da mir jede Erinnerung von 20min. vor dem Unfall und 24h danach fehlen. Jedoch war mein Motorroller innerhalb kürzester Zeit schon auf einem Abschleppwagen Richtung Abschleppunternehmer, wo er dann natürlich sehr schnell abgeholt wurde.
Ein Schaden ist bei diesem Unfall natürlich auch entstanden, Mein Körperlicher und mein Unfallgegner war auch 24h im Krankenhaus, dessen Auto hat einen Totalschaden davon getragen.
Meinen 2. Roller, das gleiche Modell, habe ich später in Spanien gekauft und um dann Deutsche Papiere zu bekommen dem Deutschen Tüv vorgestellt, bei gleichem Umbau war der Eintrag Leichtkraftrad über 50ccm und über 80km/h, genauer gesagt 98km/h. Also richtig großes Nummernschild, den einzigen weiteren Umbau den ich machen musste, war die Verwirklichung von einer Fernlichtschaltung.

So kann es laufen, muss es aber nicht.

Jörg
Dieter-K

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Jörg Kolbenfresser,

gut gelaufen. Glückwunsch!

Glück kann man haben, aber es besteht kein Rechtsanspruch darauf. Ich bin davon überzeugt, dass weit mehr als die Hälfte solcher Fälle für den flotten Fahrer glimpflich oder glücklich ausgehen.

Grüße - Dieter
DomZurHeide

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von DomZurHeide »

Dieter K. Schrieb:
"Tuning beginnt dort, wo vom Serienzustand des Motors abgewichen wird. Das ist aber meist nicht relevant."

... das ist ein Irrum. Tuning fängt an, wenn der Zustand des GESAMTEN Fahrzeugs entgegen der Betriebserlaubnis verändert wird!
(Das kennen wir doch auch vom Auto. Da darf man auch nicht einfach andere Reifen aufziehen usw.!)

Kolbenfresser schrieb:
"Für mich stellt sich vor allem aber die Frage, wo beginnt das Tuning?"

... diese Frage stellt sich gar nicht. Und wie immer Kolbenfresser auch diese Frage beantworten wird: Es ist unerheblich!
Letztendlich werden es Gutachter/Juristen oder andere "Klugschei..." entscheiden.
Jede Veränderung, die von der Betriebserlaubnis abweicht, ist ein Tuning. Und es spielt im Rechtsstreit gar keine Rolle, ob eine Verbesserung oder Verschlechterung eingetreten ist oder nicht. Auch der Einbau einer Scheibenbremse ist letztendlich Tuning!
Von daher sehe ich Tuning auch sehr gelassen.

Dieter K. schrieb:
"Dom kann durchaus klug schreiben."

... na der Rüffel hat bei mir voll gesessen! :wink:
Wer sagt denn, dass ich anders denke, als du und die Anderen hier? Ich schreibe doch hier nicht meine Meinung, sondern nur die Rechtslage.
Und ich habe damals auch dem Herbert gesagt, dass er mit gespaltener Zunge spricht, wenn er Tuning verurteilt, aber Bauteile verkauft (oder den Verkauf in seinem Forum gestattet oder auch nur empfiehlt), die die Betriebserlaubnis erlöschen lassen.

Und ich sage euch, dass meine Saxonetten wirklich alle im Originalzustand sind! O-)
(Nur meine ELEGANZA hat zur Zeit keinen Motor!) :danke:

dom
Kolbenfresser

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Kolbenfresser »

@dom

Du hast es erkannt, deshalb habe ich es gestartet.

Für allen Möglichen Scheiß braucht man eine Unbedenklichkeitsbescheinigung--> Theoretisch

Irgendwann hat der Dieter mal seine ABE gepostet, da stand sogar die Lampe drin, ich glaube eine Fly war das.

Jörg
Dieter-K

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Dieter-K »

Der Dieter hat sich alles eintragen lassen,
weil die Foris beim Herbert nicht glauben mochten und unentwegt den Zeigerfinger hoben.
Das hat mich nur zusätzlich Geld gekostet, denn jede Eintragung kostet.
Ob da ein Siebengang oder die Serie verbaut ist, interessiert keinen verlängerten Rücken.

Damals behaupteten aber Angsthasen, so eine 7-Gang lasse die ABE erlöschen - diese Kleingeister!
Ich hab's mich die 30 oder 50 Eus kosten lassen, um den Gegenbeweis anzutreten.

Mein deutschlandweit bekannter und überregional geachteter Prüfer meinte, am besten sei es, so wenig wie möglich in die Papiere eintragen zu lassen.
Dann sei eben nicht zu ersehen, wie genau das Fahrzeug die Zulassung erhalten habe. Dadurch gewinne man als Eigner etwas Spielraum.
Schließlich beanspruchen alle Änderungen an meiner Saxonette eine komplett klein beschriebene DIN A4 Seite. Wer es genau wissen wolle, müsse halt das Gutachten anfordern...

Lieber DomZurHeide,

es wäre kühn zu behaupten, dass alle meine Postings klar und verständlich seien.
Bei deinen sehe ich das ebenso. Das ist nicht böse gemeint und sollte dich nicht treffen. Es sollte nur dieses Posting von dir als besonders gelungen hervorheben.

Blümchen, Prost und Handshake - Dieter
Kolbenfresser

Re: Getunt oder serienmäßig unterwegs - Folgen bei Unfall

Beitrag von Kolbenfresser »

Dieter-K hat geschrieben:weil die Foris beim Herbert nicht glauben mochten und unentwegt den Zeigerfinger hoben.
Immerhin tunen die jetzt auch

Such mal nach:
Unterschied NL- und D-Getriebe beim 399er

Jörg
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