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Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 15:04
von summi-ost
...oder das Modul ganz weglassen......
lg,reiner
Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 16:18
von lutzmann
Hallo Reiner,
der Metall Sieb Luftfilter ist erste Sahne,

gut zu reinigen und langlebig.
Kurz in Benzin legen und dann draußen austrocknen lassen.
Die Öl- Benetzung reicht dann wieder lange.
Allemal besser als der Papier- Filter, der immer dichter wird und den Motor dann langsamer werden läst.
Mfg Peter MV
Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 17:37
von ExtendedShelf
Modul weglassen klingt interessant. Was muss denn dazu gemacht werden und wo liegen die Vor,-und Nachteile?
Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 18:00
von HiMo
von ExtendedShelf » 15. Juni 2014, 18:37
Modul weglassen klingt interessant. Was muss denn dazu gemacht werden und wo liegen die Vor,-und Nachteile?
DREIMAL -ON
suche - lesen - suchen - lesen
NIcht immer nur fragen und den A. . . . hinterhertragen lassen !
Wer lesen kann ist klar im Vorteil
muß-auch-mal-gesagt-werden-grüsse
siehe da
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
http://www.motorfahrrad.eu/viewtopic.php?f=16&t=5232
Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 20:45
von TomL
Hallo zusammen,
der Vorteil der (originalen) CDI- Zündung liegt vor allem darin, dass damit ein über Jahrzehnte konstant bleibender Zündzeitpunkt sichergestellt wird.
Die Magnetkraft des Polrades lässt mit den Jahren nach und auch der Luftspalt zwischen Polrad und Zündanker ist nicht bei allen Fahrzeugen exakt gleich eingestellt oder ändert sich durch zunehmendes Lagerspiel, aber genau das gleicht das CDI- Modul eben aus. Folge: der Motor hält länger, weil er von viel zu frühen und viel zu späten Zündfunken verschont bleibt.
Eine -entschuldigt bitte den Ausdruck- "Rasenmäher- Zündspule" ohne CDI kann das nicht und braucht das auch nicht, weil der Rasenmäher nicht täglich im Einsatz ist, nach ein paar Jahren andere Probleme bekommt und dann durch einen Neuen ersetzt wird.
Bei der CDI der Saxonette kommt hinzu, das hier eine Drehzahlbegrenzung integriert wurde, weil das eben der Gesetzgeber so verlangt. Durch Anbohren des CDI- Moduls an einer bestimmten Stelle kann man die Drehzahlbegrenzung wohl unterbrechen, was aber nicht jedem und auch nicht mit jedem Modul dauerhaft zufriedenstellend gelingt und in keinem Fall die Zuverlässigkeit des Moduls erhöht. Abgesehen davon ist man dann quasi illegal unterwegs - kein Versicherungsschutz, Fahren ohne Führerschein und solche fiesen Tatvorwürfe könnten da auf einen zukommen.
Dabei ist die originale CDI- Zündung immer noch die präziseste, wartungsärmste und langlebigste Zündanlage, die es gibt. Ich persönlich würde darauf erst verzichten, wenn ich statt der Zündkerze eine Laser- LED in den Zylinder schrauben könnte, die das Gemisch dann zum richtigen Zeitpunkt zur Explosion bringt. Dann braucht man nicht mal mehr eine Zündspule. Keine Fantasie, sowas gibt´s auch schon. (Laserzündung, mal bei Wikipedia nachschlagen).
Viele Grüße
Tom
Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 21:17
von summi-ost
Hallo Tom,
das kann ich nicht ganz so stehen lassen.
Nur die Blacky-01 kommt aus dem Rasenmäherbereich und gerade die ist fast identisch im ZZP und der Verstellung wie die originale Spule mit offenem Modul.
Auch läuft die Spule bei starker Wärmebelastung sehr stabil und behält ihre Zündkurve.
Zahlreiche Tests im Verlaufe der letzten zwei Jahre bestätigen das. Besonders von einem Fori, der damit Tagestouren von 120-180km abreißt im schönsten Hochsommer.....
Auch in Österreich laufen schon ein paar und kommen mit den Bergen gut zurecht... bisher ist noch keine einzige dieser Spulen ausgestiegen.
Die anderen beiden Spulen sind für Drehzahlen bis über 15000 (Bl.-Power) & über 180000upm (Bl.-Devil) ausgelegt, stammen also nicht aus dem "Rasenmäherbereich"
Die arbeiten in der Saxonette weitab von ihrer Leistungsgrenze und in ihrem eigentlichen Einsatzgebiet wird diese Leistung nicht nur abgerufen, sondern auch verlangt, das sie ihre Zündkurve stabil halten. Und das tun sie auch !
Auch bei der BL.-Power sind die Tests bisher erfolgreich verlaufen. Beide sind ebenfalls sehr wärmestabil.
Beide Spulen besitzen einen ZZP ( beim Einsatz in der Saxonette) von etwa 50°vOT, die Verstellung erfolgt erst bei Drehzahlen oberhalb der bei der Saxonette normalerweise üblichen.
Der Einsatz solcher Spulen bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
Der Beweggrund nach ihnen zu suchen und sich damit zu beschäftigen war ursprünglich lediglich der, das anfällige, brüchige Kabelgewirr zu beseitigen. Das wurde schon mit der Blacky erreicht !
Das es welche gibt, die den ZZP so ganz ohne halben oder " ganz mit ohne Keil" in einen Bereich schieben, der in Begleitung von anderen Massnahmen auch den Motor kräftiger macht und auch schneller.....das war ein reiner Nebeneffekt.
Aber ein erfreulicher.
lg, reiner -

Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 21:59
von Dieter-K
TomL hat geschrieben:Hallo zusammen,
der Vorteil der (originalen) CDI- Zündung liegt vor allem darin, dass damit ein über Jahrzehnte konstant bleibender Zündzeitpunkt sichergestellt wird.
Die Magnetkraft des Polrades lässt mit den Jahren nach und auch der Luftspalt zwischen Polrad und Zündanker ist nicht bei allen Fahrzeugen exakt gleich eingestellt oder ändert sich durch zunehmendes Lagerspiel, aber genau das gleicht das CDI- Modul eben aus. Folge: der Motor hält länger, weil er von viel zu frühen und viel zu späten Zündfunken verschont bleibt.
Bei der CDI der Saxonette kommt hinzu, das hier eine Drehzahlbegrenzung integriert wurde, weil das eben der Gesetzgeber so verlangt. Durch Anbohren des CDI- Moduls an einer bestimmten Stelle kann man die Drehzahlbegrenzung wohl unterbrechen, was aber nicht jedem und auch nicht mit jedem Modul dauerhaft zufriedenstellend gelingt und in keinem Fall die Zuverlässigkeit des Moduls erhöht. Abgesehen davon ist man dann quasi illegal unterwegs - kein Versicherungsschutz, Fahren ohne Führerschein und solche fiesen Tatvorwürfe könnten da auf einen zukommen.
Dabei ist die originale CDI- Zündung immer noch die präziseste, wartungsärmste und langlebigste Zündanlage, die es gibt.
Lieber TomL,
du kommst als ganz netter Mensch hier im Forum rüber. Darum poste ich auch ganz nett.
Die originale Zündspule stellt nicht für Jahrzehnte den exakten Zündzeitpunkt sicher. Sie gleicht auch keine Toleranzen aus. Sie ist dumm wie Brot!
Zudem ist Ihre Zündkurve suboptimal. Das wurde in einer Diplomarbeit untersucht und dokumentiert. Darauf aufbauend gab es das T-Modul, auch als Ergebnis derselben Diplomarbeit. Der Autor war sich damals darüber im klaren, dass auch das T-Modul nicht optimal war.
Die jüngsten Entwicklungen waren eine Digitalzündung, die in der Tat zündet, wie man es haben möchte. Meine Wenigkeit hat die entwickelt und gebaut.
So ziemlich zeitgleich wurde von anderen Leuten mit diversen Rasenmäherspulen experimentiert. Mit dem Erfolg, dass bisher keine kaputt ging, der Funke "vor Kraft nicht laufen kann", der Kabelsalat entfällt, das Motörchen leistungsmäßig richtig aus dem Vollen schöpft.
Prüfrex Zündspulen sind wenig temperaturfest. Kaum einer, der hier mit Mehrleistung unterwegs ist, der noch keine durchgebrannte Prüfrex hat hinnehmen müssen. Aber auch Normalschnelle hatten ihre Ausfälle. Hunderte Prüfrex gingen im Laufe der Jahre über die Wupper (= kaputt)!
Illegal unterwegs schreibst du. Fahren ohne Fahrerlaubnis trifft nur dann zu, wenn man überhaupt keinen Führerschein hat. Kein gemeldetes Mitglied wüsste ich so adhoc, das keinen Autoführerschein hat. Damit wird es nichts mit diesem Argument.
Im Falle eines Unfalls...fehlt noch in deiner Aufzählung. Meine Antwort: Ja, aber nur dann, wenn das Mehr an Geschwindigkeit für den Unfall ursächlich war. Bei mir persönlich gilt das übrigens nicht. Nicht nur meine Saxonette darf 45 km/h - so am Rande. Bei Anderen gilt das auch nicht. Teilweise haben die Mofo-Zulassung und dürfen schneller fahren.
Ich hab da noch ein Argument: Wenn du mit 2° Spätzündung (also NACH OT) mit deinem Originalmodul bei 21 km/h unterwegs bist, verölst du dir den Auspuff, den Auslass, das Kurbelgehäuse, das Kolbenhemd. "Wir warten auf den Kolbenfresser" ist dann das Untermotto des Hobbies. Dazu spuckst du so giftige unverbrannte Abgase raus, dass die EU ein Verbot dieser Art der Drosselung gefordert hat. Der CO-Ausstoß eines so gedrosselten kleinen Zweitakters entspricht dem von 1700 PKW mit G-Kat.
Wenn du weiter solche Details unter die Leute bringst, ohne dich vorher zu belesen, dann hätte ich eine Forumempfehlung für dich. Dort rasen sie zwar auch, aber tun so, als wären alle brav und schreiben nichts darüber. Wir haben dieser Schizophrenie dort eine Absage erteilt und uns hier zusammengeschlossen.
Offen gesagt - Dieter
PS: Ein paar mal editiert, weil viel Info drin steckt. Letzte Änderung 24.00 Uhr
Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 22:58
von TomL
Hallo Reiner,
bevor es zu Missverständnissen kommt: der Beitrag sollte keine Anti- Werbung für Deine hochentwickelten Spezial- Zündspulen sein, sondern gibt quasi nur meine persönliche Meinung zum Thema "CDI- ja oder nein" wieder.
Im Modellsport gibt es Leute, die aus ihren 23 ccm - Motoren locker 3 PS herausholen, deren Zündanlage hat auch kein CDI- Modul, und das bei Nenndrehzahlen von 20000 U/min. Die fahren damit Rennen, wo es um hundertstel Sekunden geht. Also funktionieren tut`s schon, das hab` ich verstanden.
Mein Fazit: selbst die beste Technik hält nur solange, bis sie kaputt geht. Es kommt bei der Saxonette eben auch darauf an, was man damit machen will. Ursprünglich ist sie als solides Alltagsgefährt konzipiert worden. Man kann aber auch eine Rennmaschine daraus machen, die zwar kurzzeitig alle Rekorde bricht, dafür aber ständig sehr intensiver Pflege und dauernder Reparatur bedarf.
50 Grad Frühzündung hört sich da für mich echt kriminell an, 5 Grad sind schon wieder okay, die Saxo hat glaub` ich 2° standartmäßig, ist eben auf lange Haltbarkeit ausgelegt. Ich fahr` dann lieber gemütlich durch den Wald als auf der Straße frisierte Roller zu jagen. Oder mal nach Portugal. Dauert zwar etwas länger, aber das ist -wie so vieles im Leben- eben reine Geschmacksache. Die Zeit muß man sich nehmen. Irgendwie ist ja auch der Weg das Ziel. Gerade das "entschleunigte" Fahren mit der Saxonette gibt einem manchmal die Gelegenheit, die Welt etwas differenzierter und aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Zum Schnellfahren gibt es genug andere Fahrzeuge.
In diesem Sinne - einen guten Start in die neue Woche und noch viele schöne Saxonetten- Kilometer wünscht Euch
Tom
Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 23:18
von Dieter-K
TomL hat geschrieben: 50 Grad Frühzündung hört sich da für mich echt kriminell an, 5 Grad sind schon wieder okay, die Saxonette hat glaub` ich 2° standartmäßig, ist eben auf lange Haltbarkeit ausgelegt.
Glauben ist das richtige in der Kirche! Die Saxonette hat nominell (Werksangabe) 17° Frühzündung. Tatsächlich startet der Motor bei 17°, steigt dann um 2000/min auf 22° an und fällt...
Ach, sieh es dir besser selbst an.
Die Toleranz durch ungleich eingepresste Kurbelzapfen kann gerne mal +/- 2° betragen. So kommt man an serienmäßig besser laufende Motoren (+) oder müde Kisten (-).
Die als "Original" gekennzeichnete Kurve stammt vom Modul der Motoplat-Zündung. Prüfrex fällt vergleichsweise sehr viel steiler.
Fakten sind immer fein. Besonders fundierte!
Grüße - Dieter
Original CDI - für den Motor das beste?
Verfasst: Sonntag 15. Juni 2014, 23:34
von summi-ost
Hallo Tom,
der Motor ist von hause aus gedrosselt, nicht nur über die Zündung sondern auch über andere Massnahmen, die werksmässig vorhanden sind.
Leistungsmässig arbeitet er in der untersten Leistungskategorie.
Das ist gewollt und man nimmt dabei sicherlich auch in Kauf, das durch die unwirtschaftliche Verbrennung auch der Wirkungsgrad sehr gering ist.
Man kann nun durch geeignete Massnahmen diese Drosselungen beseitigen, das geht in kleinen einfachen Schritten aber auch durch aufwendige Massnahmen.
Das Ziel und in der Regel auch das Ergebnis ist es Kraft und Motorlauf zu verbessern. Die Steigerung der Endgeschwindigkeit ist ein Nebeneffekt.
Solltes du mal Gelegenheit haben so einen NL-Motor mit Blacky-01 zu fahren, wirst du merken, das man den ganz entspannt mit etwa 1/4 bis 1/3 Gas so um die 25kmh fahren kann.
Mit dem original-Teil bist du da schon mit dem Gas auf Anschlag.....
Man muss damit nicht schnell fahren, man kann !
Man kann aber auch mit 20-25 kmh ganz entspannt dahincruisen, notfalls auch bis Portugal - und das mit deutlich optimierten Motormanagement.
Ach und übrigens 2° / 5°...nee, nee, die Originale Zündung hat einen ZZP von etwa 22°- 17°vOT, verstellt. Das macht die Blacky-01 , aber mit deutlich stärkerem Funken, auch.
Mit einer Polradverstellung von etwa einem 1/2 Keil verschiebst du diese Kurve um knapp 10° auf gute 30° & 25°vOT.
Hab gerade gesehen der Dieter hat das schon gepostet, exakter als ich das kann!
Da war ich wohl zu langsam.
Das geht natürlich auch mit der Originalzündung.
Jedoch diese Massnahme allein optimiert den Motorlauf natürlich noch nicht, aber einen Versuch kannst du ja mal machen.
..und noch was 30° bedeutet nicht 3mm vOT und 50° heißt nicht 5mm vOT.
Das ist abhängig von Kurbelauslenkung, Hub usw. dazu bin ich auch zu doof, aber wenn man diese Werte alle kennt, gibt es Umrechnungstabellen.
Ich glaube Dieter K. kann und weiß wie es geht.... ich bin da mehr der Praktiker.
Also du siehst, das Problem ist vielschichtiger als man denkt............
ebenfalls einen schönen guten.....Morgen!
lg,reiner
PS: Werbung oder Antiwerbung....., kein Problem...Werbung brauche ich dafür nicht und für Antiwerbung ist etwas zu spät.