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Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Mittwoch 3. Februar 2016, 22:43
von Dampframme
In einem anderen Forum wo ich derzeit viel unterwegs bin läuft gerade das Thema "Sprüche"
Hierzu fällt mir nur volgendes ein, "Schuster bleib bei deinen Leisten". Die meisten von euch sind
doch 75-100 % über der erlaubten Geschwindigkeit , was will man mehr.
Kauft euch doch direkt ein Moped, die laufen auch 50 Kmh. :wink:

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Mittwoch 3. Februar 2016, 23:54
von TomL
Hallo,

ein digitales CDI- Modul für die Saxonette sollte vor allem allgemein verwendbar sein, d. h. es muss an alle individuellen Bedürfnisse anpassbar sein. Eine Digital- CDI, die ich nicht selbst an meine persönlichen Bedürfnisse anpassen kann nutzt mir nichts - dann kann ich auch beim analogen Original bleiben. Auch da gibt es verschiedene Versionen für den jeweiligen Bedarf.

Letztendlich bietet das CDI- Modul aber eine sehr weitreichende Beeinflussung des ZZP, besser als z. B. das Verdrehen des Polrades in Verbindung mit der "Rasenmäherzündspule" und dabei mechanisch wesentlich "schmerzfreier". Allzu viele Motoren sollte man jedenfalls nicht mehr für Experimente opfern.

@Saxomin:
Die Energieversorgung des Moduls sollte sich über die Stromversorgung der Zündanlage realisieren lassen. Die liefert rund 10 Watt um den Zündfunken zu erzeugen. Dabei wird leistungsmäßig nur die positive Halbwelle der erzeugten Wechselspannung zum "Sammeln" der Energie im Zündkondensator genutzt, die negative Halbwelle liefert -statt eines induktiven Gebers- quasi nur das Timing für den Zündimpuls, das heißt diese Leistung könnte man zusätzlich für die Versorgung der Schaltung nutzen. Außer natürlich im Moment der Zündung; durch die gemeinsame Masse aller Wicklungen wird dann alles kurzgeschlossen... Muss man halt Teilbereiche zeitabhängig abgrenzen und puffern, aber auf Batterien kann man da wohl verzichten. Ist schon etwas "tricky" da was Gescheites draus zu machen. Die originale analoge CDI ist schon "nicht ohne".

So ein Teil zur Serienreife entwickelt und in China massenhaft produziert wird wahrscheinlich preislich günstiger sein als das Original. Und bietet allen zeitgemäßen Komfort. Verkaufen lässt sich das allerdings wohl eher nicht, denn so all zu viele Saxonetten- Freaks, die das kaufen würden gibt´s glaub´ ich gar nicht mehr... die haben das schon alles. Allein durch Manipulation und selbst Optimierung der Zündung ist nur wenig mehr an Motorleistung zu erwarten. Motormanagement per Handy auch beim Tuning- Motor könnte da allerdings wieder der "zündende Funke" sein.

Tja, neue Saxonetten, die mit dem gesammelten Wissen Aller wahrscheinlich der Renner bei den akku-müden E-Bikern wären baut ja leider keiner mehr...

Viele Grüße
TomL

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Donnerstag 11. Februar 2016, 18:46
von Moppel57
Letzter Beitrag dazu 4,2. Ich fände es sehr schade das die Idee im Sand verläuft. Gr. Moppel57 :sad: (Schade das ich da So gar kein Plan von habe. ]:-> )

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Donnerstag 11. Februar 2016, 20:58
von DomZurHeide
Es gibt doch schon seit Jahren eine programmierbare Digitalzündung in Originalgröße mit allen notwendigen Schaltungen.
Ich finde es schade, dass eine gute Idee und eine gute Umsetzung zurückgehalten wird.
Irgendwann wird jemand die Lösung wieder erfinden und öffentlich posten.
Und er wird dann diese Lorbeeren dafür ernten und nicht der Pionier.

Ich weiß wovon ich hier schreibe, aber ich durfte dazu leider nicht zur Optimierung beitragen.

Das ist auch ein Grund, warum ich meine Saxonetten in gute Hände abgegeben habe!

dom

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Donnerstag 11. Februar 2016, 21:16
von Moppel57
Ja Dom. Das weiß ich auch. Und von mir aus kann er sein Wissen mit ins Grab nehmen. Aber da ist jetzt einer der es auch kann. Und den wollen wir laufen lassen? Gr. Moppel57

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Donnerstag 11. Februar 2016, 21:23
von DiDi
DomZurHeide hat geschrieben:Es gibt doch schon seit Jahren eine programmierbare Digitalzündung in Originalgröße mit allen notwendigen Schaltungen.
Ich finde es schade, dass eine gute Idee und eine gute Umsetzung zurückgehalten wird.
Irgendwann wird jemand die Lösung wieder erfinden und öffentlich posten.
Und er wird dann diese Lorbeeren dafür ernten und nicht der Pionier.

Ich weiß wovon ich hier schreibe, aber ich durfte dazu leider nicht zur Optimierung beitragen.

Das ist auch ein Grund, warum ich meine Saxonetten in gute Hände abgegeben habe!

dom
Hallo Dom
warum diese Echte Digitale das Licht der Öffentlichkeit nicht erblickt , weiß ich auch nicht , gesehen hat man Diese schon .
Echte Alternativen dazu ,scheitern nicht selten an der Theorie.
Gruss
DiDi

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Donnerstag 11. Februar 2016, 21:31
von Moppel57
Na warum ist doch wohl klar.
Damit nicht irgendeiner aus pusemuckel schneller fahren könnte. Gr. Moppel57 Achja, und damit nicht ein anderer DIE goldene Nase daran verdienen könnte wegen der Milionen Serien die dann den Markt überschwemmen.

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Donnerstag 11. Februar 2016, 21:54
von DiDi
Moppel57 hat geschrieben:Na warum ist doch wohl klar.
Damit nicht irgendeiner aus pusemuckel schneller fahren könnte. Gr. Moppel57 Achja, und damit nicht ein anderer DIE goldene Nase daran verdienen könnte wegen der Milionen Serien die dann den Markt überschwemmen.
Ob es so einfach erklärbar ist , bin mir nicht sicher .
Gruß
DiDi

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Donnerstag 11. Februar 2016, 23:47
von summi-ost
Ich denke auch, das DiDi da recht hat.
So einfach kann man das nicht betrachten. Was das Ding alles können soll ist leicht gesagt und große Erwartungen sind schnell geäußert.
Aber letztendlich kommt es darauf an, das es zuverlässig und auch erschwinglich ist.
Eine "Massenfertigung" lohnt da, meines Erachtens, sowieso nicht, da der Kreis der Saxonettenfahrer überschaubar ist. Und der Kreis potentieller Interessenten noch überschaubarer.
Es würde also auf jeden Fall eine manuelle Fertigung werden.... wie sich das auf die Kosten auswirkt kann sich jeder ausmalen.
Dazu kommt, das natürlich eine Zuverlässigkeit in allen Betriebsbereichen und Fahrzuständen erwartet wird, inklusive der ständigen Beanspruchung durch Vibrationen usw.
Ich denke das sind Gründe warum es bisher nur Einzelstücke gibt und ich denke das wird auch der "junge Wilde" feststellen, wenn er seine Ideen zur "Serienreife" bringen möchte. Ich wünsche es ihm auf jeden Fall ein gutes Gelingen, auch wenn ich ein Verfechter einer vernünftigen, CDI-freien, zuverlässigen Zündspule bin.
lg,reiner

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Freitag 12. Februar 2016, 04:11
von Dieter-K
Die Digitalzündung

brauchte einen Tag mit 10 Arbeitsstunden um komplett gefertigt zu werden.
Vom Ätzen der Platine, über das Bestücken, über das Löten der Programmier- und Schaltanschlüsse, über das Testen bis hin zum Vergießen und dem nochmaligen Abschlusstest.
Leider funktionierten von drei gefertigten Zündungen gerade mal zwei, manchmal auch nur eine. Ich habe meine Digitalzündung nicht gemacht, um reich zu werden, sondern weil ich eine solche Zündung für leistungsfähiger hielt als unsere T-Module und selbst unbedingt eine haben wollte.

Saxonetten-Heinis sind oft gut situierte Leute, mit Wohnmobil und ausgeglichenem Girokonto.
Saxonetten-Heinis sind oft genug arme Schlucker, Betrüger gegenüber anderen Saxonettefahrern, Preisdrücker aus Armut oder aus Gewohnheit.

Für Letztere habe ich die Digitalzündung nicht gebaut. Die können - mir egal womit - herumfahren. Die Rasenmäherzündung von Honda ist doch mindestens so leistungsfähig wie meine. Wenn da nicht das Leistungsmanko im Drehzahlenkeller wäre.

Wenn ich hier Pläne, Stücklisten, Zeichnungen und das Programm veröffentlichen würde - Keiner könnte die Zündung nachbauen, weil Ihr nicht gut genug löten könnt. 1,6mm SMD oder gar 0,8mm große Bauteile bekommen die Wurstfinger doch gar nicht mehr gehandhabt. Und die Augen machen da auch längst nicht mehr mit.
Das Ganze wäre nur was für professionelle Geschäftemacher mit automatischen Belichtungs- und Ätzanlagen und Bestückungsautomaten mit anschließendem Reflow-Löten im Bad.

Also nervt nicht herum! Ich verspreche euch, mehr als einer oder zwei aus unserem Haufen könnten das nicht.
Wenn wir das Modul in die Standlichtbox bauen und das Platzangebot dort nutzen, gut, dann würde auch die Löterei etwas leichter.

Jeder, der mich nicht schon im Forum oder sonst wo böse angepinkelt hat, und mit seiner Entwicklung so weit ist, dass Zündfunken überhaupt kommen, darf auf meine Unterstützung beim Aufbau des Programms hoffen. Damit er keine "Schlacker-Zündung" programmiert, die bis zu 10° vor und 10°hinter dem eigentlich gewollten Zündzeitpunkt auslöst. Und dann hat so eine Zündkurve schnell mal über 1000 zu programmierende Wertepaare in einer Kurve. Ich habe immer nur in der kompaktesten Sprache programmiert, die der Hauptchip versteht. In Assembler, und der Speicher des niedlichen Kleinrechners auf dem Board war so ziemlich bis zum letzten Byte ausgenutzt.

Nix für Dünnbrettbohrer, Gelegenheitsbastler, selbst ernannte Fachleute, sondern was für harte Arbeiter, die mit Ausdauer und guter Gerätschaft (Oszilloskop, Stroboskop, Multimeter, Dummymotor, Gradscheiben, digital geregeltem Edellötkolben (wie Weller ESD81) und am besten einem Leistungsprüfstand an die Sache heran gehen.

Wie leistungsfähig dann das Ganze ist, erkennt man NIE aufgrund von Postings und Forumgeschwafel, sondern nur im konkreten Leistungsvergleich mehrerer Motoren untereinander.
Wer sich nie mit Anderen gemessen hat, hat den Status des Glaubens und der Hoffnung auf die Qualität der eigenen Arbeit nie überwunden.

Ist leider so - bis zur nächsten Raserrunde...

Dieter