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Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Sonntag 27. März 2016, 22:45
von TomL
Hallo,

frohe Ostern erstmal.

Schade, dass die neue "Digitalzündung" leider gar keine solche ist und es sich nur um ein modifiziertes analoges T-Modul handelt. Elektrotechnisch schlecht gemacht ist das Teil auch noch - billigste Bauteile, fehlender Überspannungsschutz. Meine Meinung: kann man sich schenken... auch wenn ich jetzt wieder den Spaßverderber mache, aber das ist ein echt faules Osterei. Aber war das Ei des Columbus glaub´ ich auch. Nur - der konnte sich das leisten...

Viele Grüße

TomL

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Sonntag 27. März 2016, 23:35
von spartarie
Negativismus vom feinsten....
Man kann doch zumindest die Testergebnisse abwarten.

Noch ein frohe Ostern weiter...für alle.

Gruss Arie

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Sonntag 27. März 2016, 23:47
von HiMo
TomL hat geschrieben:Hallo,

frohe Ostern erstmal.

Schade, dass die neue "Digitalzündung" leider gar keine solche ist und es sich nur um ein modifiziertes analoges T-Modul handelt. Elektrotechnisch schlecht gemacht ist das Teil auch noch - billigste Bauteile, fehlender Überspannungsschutz. Meine Meinung: kann man sich schenken... auch wenn ich jetzt wieder den Spaßverderber mache, aber das ist ein echt faules Osterei. Aber war das Ei des Columbus glaub´ ich auch. Nur - der konnte sich das leisten...

Viele Grüße

TomL

Hallo TomL ,

:klugscheiss: 3 x EIN ! ! !
Deinen negativen überflüssigen Kommentar hättest du Dir sparen können !
Hast Du einen besseren Vorschlag oder überhaupt einen Vorschlag ?

Sicher werden Analoge Schaltvorgänge nicht immer komplett Digitalisiert.
Wenn Analoge Prozesse jedoch mit Hilfe eines Mikroprozessor angesteuert
und beeinflußt werden ist dieses schon ein wichtiger und richtiger Schritt zum Digitalen Prozess.

:klugscheiss: AUS

ein frohes Osterfest euch allen

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Montag 28. März 2016, 17:21
von TomL
Hallo HiMo, hallo Saxonettengemeinde,
HiMo hat geschrieben:Deinen negativen überflüssigen Kommentar hättest du Dir sparen können !Hast Du einen besseren Vorschlag oder überhaupt einen Vorschlag ?
mein Vorschlag wäre, einfach beim "entdrosselten" Originalmodul zu bleiben. Da ist wenigstens erwiesen, dass es auch tausende von Kilometern mit der Saxonette aushält.
HiMo hat geschrieben:Sicher werden Analoge Schaltvorgänge nicht immer komplett Digitalisiert.Wenn Analoge Prozesse jedoch mit Hilfe eines Mikroprozessor angesteuertund beeinflußt werden ist dieses schon ein wichtiger und richtiger Schritt zum Digitalen Prozess.
Analoge Schaltvorgänge? "Schalten" ist an sich schon digital. Lampe aus = 0, Lampe an =1. Eine digitale Zündung ist da etwas diffiziler. Aber wo bitte soll in dieser Schaltung denn ein Mikroprozessor sein? Ich kann mich auch täuschen, aber mich erinnert die gezeigte Schaltung eher an einen analogen Timer (z. B. NE555), der da als Impulsformer genutzt wird. Mag ja funktionieren, ist aber nix Neues und hat erst recht nichts mit einer Digitalzündung zu tun.
Software braucht man da höchstens in Form eines Taschenrechners, um Kondensator und Widerstand in Abhängigkeit zur Impulsdauer zu berechnen. Also nix mit Kennfeldprogrammierung oder so. Von dem Beschiss mal abgesehen ist das technisch beim Original effektiver und sicherer gelöst. Wobei- ich habe natürlich auch nichts gegen "Jugend forscht" ... aber dann muss man doch nicht gleich so angeben, von wegen "Digitalzündung"... Und Alle glauben dran und fahren drauf ab... ohne jede unabhängige sachkundige Beurteilung, wo Ihr doch sonst immer alles so genau wissen wollt. Ein wenig skurril finde ich das dann schon.

Aber bitte... lasst euch ruhig veräppeln, ich halt` mich ab jetzt wieder hier ´raus, nur das es bitte später nicht heißt, man hätte nicht vor einem potentiellen Fake zu warnen versucht.

Viele Grüße
TomL

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Montag 28. März 2016, 17:33
von HiMo
Hallo TomL ,

Lasse mich gerne Belehren und höre auch zu , *THUMBS UP*
. . . aber wieso kann denn die Maschine nach 5 Minuten abgeschaltet werden ?
Fragen über Fragen :redface:

aber evtl. war ich auch zu vorschnell mit meiner Bemerkung - ich muß auch etwas ruhiger werden . :handshake: :trinken:

Wir werden sehen was die Tester das Modul beurteilen - Bin gespannt .

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Montag 28. März 2016, 17:45
von TomL
Hallo HiMo,

ob das Teil nun nach fünf Minuten abschaltet, weil es nicht mehr kann oder weil es so programmiert wurde wird nirgendwo belegt. Überhaupt wird da nirgendwo konkret etwas belegt. Das das Modul irgendwie funktioniert mag ja sein. Die Frage ist tatsächlich, wie lange es das dann macht. Aber eigentlich müßig darüber nachzudenken - eine Digitalzündung macht erst dann Sinn, wenn man sie selbst programmieren und damit an seine individuellen Bedürfnisse anpassen kann.

In diesem Sinne - noch ein schönes "Restosterfest"...

TomL

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Montag 28. März 2016, 19:07
von Saxomin
TomL hat geschrieben:Hallo HiMo,

ob das Teil nun nach fünf Minuten abschaltet, weil es nicht mehr kann oder weil es so programmiert wurde wird nirgendwo belegt. Überhaupt wird da nirgendwo konkret etwas belegt. Das das Modul irgendwie funktioniert mag ja sein. Die Frage ist tatsächlich, wie lange es das dann macht. Aber eigentlich müßig darüber nachzudenken - eine Digitalzündung macht erst dann Sinn, wenn man sie selbst programmieren und damit an seine individuellen Bedürfnisse anpassen kann.

In diesem Sinne - noch ein schönes "Restosterfest"...

TomL
5 min Laufzeit bei max. Drehzahl ist programmiert. Wie lange die Module elektrisch halten kann ich auch nicht vorraussehen (wie denn auch?). Aus diesem Grund gebe ich eine lebenslange Austauschgarantie auf die noch kommenden Module (ohne Begrenzung) weil:

- ich will ein lauffaehiges Produkt entwickeln, mit dem auch ich noch Jahre durch die Gegend fahren kann ohne das es kaputt geht
- ich will wissen wie gut die Qualitaet der verbauten Bauteile ist
- ich will wissen was, wann, warum, defekt ist
- ich will noch ein wenig mehr Erfahrungen mit ZZP beim 2Takter sammeln

Wer mehr erfahren moechte darf mal nach "geplanter Obsoleszenz" googlen und raten warum ich kein Freund von solchen Abfall produzierenden Praktiken bin.

Auftraege fuer kundenspezifische Drehzahlkurven werden demnaechst angenommen.


B.

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Montag 28. März 2016, 20:38
von TomL
Hallo Saxomin,

also die elektrische Lebensdauer kann man schon vorhersehen. Insbesondere dann, wenn man physikalische Gegebenheiten außer Betracht lässt hält das resultierende Produkt in aller Regel nicht besonders lange. Ob das mit Absicht oder aus Unwissenheit geschieht kommt letztendlich aufs Gleiche raus. Wer das mit Absicht macht hat allerdings schon `ne kriminelle Ader...

Naja, ich schlag´ jetzt einfach mal vor, was ich auf jeden Fall einbauen würde: 1. den Varistor. Im jetzigen Zustand wird die Schaltung bei einer noch so kleinen Unterbrechung im Versorgungskreis sofort zerstört. Kann bei der Saxonette aber passieren; alles vibriert, über Flachstecker mit der Versorgungswicklung verbunden, eine ganz kurze Unterbrechung besorgt den Exodus. Wenn ich einen relativ hochwertigen Prozessor verbaue und den auch noch selber programmiere würde ich den doch auch maximal schützen, oder? Also nicht jetzt was das eventuelle Copyright auf die Software betrifft, sondern erstmal elektrisch und funktional. Der Varistor muss also sein.

Und 2.: Keine Elkos. Jeder Elektroniker weiß, Elkos sind keine "echten" Kondensatoren. Wenig belastet halten sie manchmal lange, aber gerade wenn´s mal warm wird ist es dann auch schnell vorbei. Also raus damit; auf die paar Cent mehr für vernünftige und dauerhaltbare mkp-Folienkondensatoren kommt es nicht an. Platz ist ja offensichtlich auch genug.

So, und was dann für die "Tester" interessant wäre beim - nennen wir´s mal Modul 2.0- wäre eine ausreichende technische Dokumentation inclusive Anleitung zum "sinnvollen Selbstbau" von Zündkennlinien. Denn: Eine Zündkennlinie reproduzieren die Zündanlagen alle, ob Original, T- Modul oder CDI-frei. Ist halt Geschmacksache, ob man die Motorcharakteristik durch Verdrehen des Polrades oder am PC optimiert bzw. perfekt an sein möglicherweise schon anderweitig modifiziertes Moped anpasst. Letztendlich geht es dabei um absolutes Feintuning; die Funktionalität der verwendeten Technik wird dabei vorausgesetzt.

VG TomL

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Montag 28. März 2016, 21:28
von Moppel57
Statt jetzt gegeneinander zu arbeiten wäre es was ich jetzt so lese sicher besser ein miteinander gewesen. Könntet Ihr beide Euch nicht Mal telefonisch einen Gedanken Austausch vorstellen? Gr. Moppel57

Re: Digitalzuendung Saxonette

Verfasst: Dienstag 29. März 2016, 23:41
von Dieter-K
TomL hat geschrieben:Hallo,

frohe Ostern erstmal.

Schade, dass die neue "Digitalzündung" leider gar keine solche ist und es sich nur um ein modifiziertes analoges T-Modul handelt.
Viele Grüße

TomL
Da liegt ja wohl ein echter Irrtum vor!

1. Ein Zündmodul, das auf dem T-Modul basiert, ist doch deshalb nicht automatisch analog!
Wenn der Mikrocontroller das Auslösen des Thyristers oder Triacs übernimmt statt des im T-Modul üblichen Diacs, DANN IST ES EIN DIGITALMODUL.

2. Wo gibt es denn "billigste Bauteile"? Meine Mikrocontroller haben mich Euro 1,00 pro Stück gekostet. Teuer sind weder Widerstände noch Thyristoren sondern nur Kondensatoren. Und da gibt es kaum bessere als die, die ich dort auf der Platine sehe. Ordentliche Wimas MKP4-400. Ist doch alles gut.

Ein MKP10-630 ist an gleicher Stelle ein reiner Angst-Kondensator und unnötig.
Nasskondensatoren an wichtiger Stelle habe ich von Panasonic genommen. Die kosten gut das 5 bis 10-fache von dem chinesischen No-name Murks. Das war es dann aber auch.
Nasskondensatoren (Elektrolytkondensatoren) sind regelmäßig nach 10 bis 15 Jahren zu erneuern, weil sie ihre Kapazität verlieren. Chinesische No-Names sind oft schon nach dem Einlöten außerhalb der Spezifikation.

3. Varistoren und Z-Dioden zum Schutz der Schaltung habe ich zwar auch verbaut. Ich kann aber bestätigen, dass der Thyristor "über Kopf zündet" (mal googlen!), wenn ein Fehler vorliegt und die Spannung im Zündkondensator immer mehr ansteigt. Kaputt geht da nichts. Und schädigende Überspannungen werden im Hauptkondensator erst gar nicht erreicht, wenn man den passenden Thyristor/Triac gewählt hat (also z.B. keinen, der bis 800 Volt spezifiziert ist!)

Allgemein:
Bei mir tut noch ein Spannungsregler seinen Dienst, um den Mikrocontroller glatt und gleichmäßig mit dem nötigen Saft zu versorgen. Spannungsregler seh ich hier nicht. Aber die Unterseite der Platine hat ja genug Platz.

PIC vs. Atmel, ich habe Letztere verbaut.

Der größte Vorteil eines technisch an die Saxonette angepassten Digitalmoduls ist die Kraft von unten. Die ist einer analogen Konstantzündung überlegen und erst recht einer mit abfallender Zündkurve. Das Polrad verdrehen können ja hier mittlerweile fast Alle.

Grüße - Dieter