Kupplung

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Klaus-W

Kupplung

Beitrag von Klaus-W »

Hallo zusammen
Ich will mal das Thema"selbst beklebte Kupplung" ansprechen.Wie ich hörte,sind die Meisten damit zufrieden.Ich aber nicht.Dabei spielt es keine Rolle,ob der Belag aus dem Modellbau oder von sagenhaft ist.Nach geschätzten 800km fängt die Kupplung an durchzurutschen.Im kalten Zustand gibt es beim Anfahren kaum Kraftschluss.Wenn der Motor warm ist,legt sich das.Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?Erst habe ich gedacht,es liegt am Öl,aber jezt fahre ich schon lange das Eurol TTX.(welches auch nur teilsynthtisch ist,obwohl vorne draufsteht SYNTHETISCH.
Gruss Klaus
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Sporti
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Re: Kupplung

Beitrag von Sporti »

Hallo Klaus,

Bei mir fängt die Kupplung bei 10 % Steigung unter 15 Km/h an zu rutschen. Diese Geschwindigkeit muß ich durch mittreten mindestens halten.
Wird die Steigung größer, und meine Kraft weniger, muß ich schieben.
Mein Motor ist etwas kräftiger untenrum, zudem ist auch ziemlich viel Gewicht zu stemmen.
Bei Kicki gibt es keine Probleme, da sie unter 60 KG wiegt, kommt die jeden Berg hoch, ohne treten.

Ich denke, daß die Konstruktion an ihre Grenzen kommt, und die Kupplung nicht jedes hohe Drehmomemnt mehr übertragen kann, besonders wenn der Motor erheblich leistungsoptimiert ist.

Zudem kann eine nicht mehr so ganz optimaler Simmerring oder undichte Dichtflächen zur Kupplung das vorzeitige Durchrutschen erhöhen, wenn Getriebeeöl in den Kurbelraum kommen kann.

Ich habe die Probleme grundsätzlich, egal mit welcher Kupplung.

Ich denke, die Ursache des Durchrutschens liegt nicht alleine am Belag, sondern auch an der erhöhten Motorleistung.

Sporti
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Klaus-W

Re: Kupplung

Beitrag von Klaus-W »

Hallo Michael
ich gebe Dir recht,dass es mit Leistungsoptimierung des Motors zusammenhängt.Auch ich habe bei steileren Bergen oberhalb 10% und bei 15 kmh ,dass die Kupplung durchrurscht.Das hört sich an,als wenn man einen Gang runter schaltet.Zudem hatte ich bei meiner letzten Motorrevision festgestellt,dass sich in der Glocke innen ein Ölkohlerand gebildet hatte.Vielleicht sollte ich doch den Simmerring tauschen,obwohl der noch gar nicht so alt ist.
Klaus
TomL
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Re: Kupplung

Beitrag von TomL »

Hallo,

wenn eine Fliehkraftkupplung mehr Kraft bei niedrigeren Drehzahlen übertragen soll ist das weniger eine Sache der Beläge, sondern eher der Gewichte, die den Andruck und letztlich den Kraftschluss der Kupplung erzeugen. Die Beläge sind eigentlich nur das "relativ leicht" zu ersetzende Verschleißteil bei der Geschichte, prinzipiell würde die Kupplung auch ohne Beläge funktionieren. Auch bei der Saxonetten- Kupplung sind die Gewichte auf die Backen genietet und damit konstruktiv variabel angelegt.

Also, für dickere Motoren braucht´s einfach nur dickere Gewichte. Wundert mich eigentlich, dass da scheinbar noch niemand drauf gekommen ist, oder täusche ich mich? Wäre vielleicht auch wieder ein interessantes Versuchsprojekt für die versierte Tüftlerrunde hier.

Viele Grüße

TomL
Klaus-W

Re: Kupplung

Beitrag von Klaus-W »

Hallo
die selbstgeklebten Beläge stammen aus dem Modellbau und sind dort für Trockenkupplungen geeignet.Ich denke,dass sie bei unseren Betriebsbedingungen(vom Benzin-Oel Gemisch)einfach einen zu geringen Reibwert haben.Gut,bei hohen Drehzahlen spielt das keine grosse Rolle mehr.Bei einer Erhöhung der Gewichte würde die Kupplung wahrscheinlich viel zu früh greifen,wenn der Motor noch keine Leistung hat.Ich hatte früher noch stärkere Motoren als jetzt(Kanaltuning Buckelkolben,Hollandgetriebe und 10mm TK)und und in keinem Betriebszustand rutschte die Kupplung durch,allerdings war es eine Originalkupplung.Das lässt mich grübeln.
Gruss Klaus
summi-ost

Re: Kupplung

Beitrag von summi-ost »

Einen gewissen Einfluss hat möglicherweise auch der Zustand der Kupplungsglocke.
Ich habe schon Kupplungsglocken gesehen, die waren wie spiegelblank poliert.
Ich könnte mir vorstellen, das ein Zusammenwirken von ungeeignetem Belag, Gemischöl, sehr glatter Kupplungsglocke und sehr strammer Kupplungsfeder den Reibwert und damit den Kraftschluss negativ beeinflussen.
Noch vergessen: Der originale Belag ist ein gepresstes produckt aus Faserteilchen, Metallteilchen, Kunstharz und noch andern Zuschlagstoffen. Die sind homogen im Belag verteilt. Beim abnutzen der Kupplung kommt immer wieder eine neue, gleiche Schicht.

lg,reiner
Klaus-W

Re: Kupplung

Beitrag von Klaus-W »

Noch ein postscriptum
Wenn ich den Kupplungsbelag in diesem Fall überprüfe,stelle ich fest,dass der Belag blank und glatt ist,wie ein Kinderpopo.Etwas Bremsenreiniger und leich drüber schmirgeln und es klappt wieder.Auch stelle ich fest,dass der Belag überhaupt nicht verschleisst,darum gehe ich von einem Reibwert nahe null aus.Ein bestimmter Reibwert ist aber zum Anfahren erforderlich,denn die Zentrifugal(oder sind es Pedal)kräfte reichen hier noch nicht aus.
Gruss Klaus
summi-ost

Re: Kupplung

Beitrag von summi-ost »

Hallo Klaus,
das meinte ich ja mit ungeeignetem Belag. Der poliert sich selbst und die Glocke blank.
Der originale Belag behält seine vorgegebene Rauhigkeit.
Adäqater Ersatz ist schwierig zu finden. Ich weiß, das viele beläge aus dem Modellbau verwendet werden, aber einen wirklich guten konnte ich darunter nicht finden.
Wir haben mal den Belag LR 801 ( http://www.leicht-gmbh.de/cms/Werkstoff ... -a-49.html )
der Firma Leicht ( http://www.leicht-gmbh.de ) verwendet.
Der entsprach allen Anforderungen, aber ließ sich sehr schlecht kleben. Und er war auch sehr preisintensiv.

...aber Timo macht doch gute Kupplungen.....???
lg,reiner
Ergänzung: Als Kleber ist eigentlich nur einkompontiger Kleber geeignet, der unter Hitze und Anpressdruck der Klebeflächen aushärtet.
z.B. Ural-Bremsbackenkleber oder möglicherweise 2K-Kleber Loctite 9492.
Klaus-W

Re: Kupplung

Beitrag von Klaus-W »

#Rainer
Ich verwende Araldit 71,das ist ein Backkleber auf Phenolbasis.Hält bombig.Von Uhu endfest 300,wie es von einem Belagverkäufer empfohlen wird,bin ich nicht überzeugt.
Gruss Klaus
summi-ost

Re: Kupplung

Beitrag von summi-ost »

Hallo Klaus,
den mein ich ja mit einkomponentigen Kleber, der unter Hitze und Anpressdruck aushärtet.
Der Ural-Bremsbackenkleber funktioniert auf gleicher Basis.
2K-J.B.Weld überzeugt nicht, den 2K-Loctite haben wir selber nicht probiert, bloß gelesen, das er geeignet sein soll.
lg,reiner
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