wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Saxonette, Spartamet und andere
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Rudi
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Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von Rudi »

Sparky hat geschrieben:
Rudi hat geschrieben: ...Ohne Sauerstoff keine Reaktion also in die Ansaugluft einmischen.
Gruß Rudi-HH
Hallo Rudi und @all,
Lachgas braucht keinen Sauerstoff, sondern liefert welchen.
Lachgas ist ja Distickstoffoxid, also N2O.
Grüße - Sparky :wink: *THUMBS UP*
Ups ja hast recht N2O
Sagt ja schon die Chemische Formel...
Also eigentlich ein Sauerstoff Lieferant bei dem Stickstoff nur das Nebenprodukt ist?
Dann kann man ja gleich mit Sauerstoff aus der Flasche fahren oder? :/

Gruß Rudi-HH
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Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. :-/
Das Gegenteil ist schon schwieriger. :-)
Kurt Tucholsky
Sparky

Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von Sparky »

Rudi hat geschrieben:Dann kann man ja gleich mit Sauerstoff aus der Flasche fahren oder? :/
Gruß Rudi-HH
...das könnte man, aber bei einem Zuviel davon UND dann noch reichlich anfetten...
...da verbrennt einem der Motor gleich mit (wenn er nicht vorher explodiert).

Bei 100% N2O hat man nur maximal 33% Sauerstoff zur Verfügung.
Weil Luft auch ca. 20% davon hat, kann man mit N2O
nicht ganz so viel falsch machen wie mit reinem Sauerstoff.
Außerdem läßt sich N2O unter Druck verflüssigen,
d.h. man schleppt keine so schwere Gasflasche mit sich 'rum.
Hier noch ein link, da geht es irgendwo auch um die ABE...
http://de.wikipedia.org/wiki/Distickstoffmonoxid

Grüße - Sparky
Zuletzt geändert von Sparky am Samstag 28. Januar 2012, 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
Sparky

Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von Sparky »

...praktischer wäre es, einfach dem Benzin einen Sauerstoffträger beizumischen,
weil man dann den Vergaser nicht nur via Choke für kurze Zeit,
sondern mit einer anderen Bedüsung dauerhaft fetter einstellen könnte...
http://de.wikipedia.org/wiki/Nitromethan
(Genaugenommen liefe er damit nicht "fett", sondern schlicht kraftvoller.)

Rein damit in's Benzin, größere Düse, und losfahren...
Allerdings ist das Zeug wohl auch nicht billig, sofern man es
überhaupt bekommt, ohne auf irgendeiner "Watchlist" @= zu landen.

Woher bekommen eigentlich die Modellbau-Fritzen ihren Sprit?
Das klappt doch offenbar auch irgendwie...
Oder nur gegen Unterschrift oder was?

Fragt sich Sparky
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Rudi
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Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von Rudi »

Nitromethan?
Klar kenne ich das hatte ich in den 70- 80 Jahren mal versuchsweise in einigen Mofas gefahren aber nur als Zusatz 20% war das höchste.

Inspiriert haben mich Comics (Jo Bar)
Damit Lief eine Zündapp 2 Gang Mofa, statt vorher 55 km/h, ca 70 km/h, soweit ging mein Tacho, glaube ich, damals.
Genommen habe ich das aus dem Modell RC bereich.
War schon schön nur nicht haltbar.. @= ]:-> *THUMBS DOWN*:
Nach 3-5 KM Volle Kanne gab es eine :mad: SEHR WARME DAUERHAFTE VERBINDUNG VON ERHEBLICHEN BEREICHEN IM MOTOR. :mad:

Also Saxonette mit Nitromethan?
:stop: nicht wirklich.
Da nehme ich dann doch, für Beschleunigungsrennen, mein RedBull gestärkten Zusatz Kack-stelzen-antrieb zur Hilfe. 8-) :mcgreen:
Gruß Rudi-HH
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Kurt Tucholsky
Sparky

Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von Sparky »

Rudi hat geschrieben:Nitromethan?
... War schon schön nur nicht haltbar.. @= ]:-> *THUMBS DOWN*:
Nach 3-5 KM Volle Kanne gab es eine :mad: SEHR WARME DAUERHAFTE VERBINDUNG VON ERHEBLICHEN BEREICHEN IM MOTOR. :mad:
Also Saxonette mit Nitromethan?
:stop: nicht wirklich.
Gruß Rudi-HH
Hallo Rudi,
Nach 3-5 KM? Da wäre mit N2O garantiert dasselbe passiert.
Ich dachte eher an einige 100m Steigungsstrecke, nur als Booster für derlei "besondere Anlässe".
Optimal wäre bei Nitromethan eine Zugabe hinter dem Vergaser, vor die Membran, via Dekoventilanschluss.
Weil das ja eine Flüssigkeit ist, reichte davon schon ein kleiner Volumenstrom aus, um einen Effekt zu erzielen.
Z.B. über einen Schlauch mit kleiner kalibrierter Öffnung, durch die man das Zeug über eine Höhendifferenz
aus einem kleinen leichten Extratank einfach zulaufen lässt. Man könnte auch etwas Zweitaktöl dazugeben.
(Änderung: Bei reinem Nitromethan nicht, weil davon nur 5...15% des Benzinvolumenstroms hinzukommen).
Das Gesamtgemisch würde dadurch nur unwesentlich fetter, weil Nitromethan einen Großteil
des für die Verbrennung erforderlichen Sauerstoffs im Molekül quasi schon dabei hat.
Insofern ist Nitromethan viel einfacher anzuwenden als das gasförmige N2O...
Grüße - Sparky :wink: *THUMBS UP*
Zuletzt geändert von Sparky am Dienstag 31. Januar 2012, 22:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Rudi
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Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von Rudi »

Hallo Sparky
Kann man einfach austesten ..
Ich glaube das der Sprit für die kleinen RC 2 Takter immer noch Nitomethan enthält.
Wenn es wieder wärmer ist werde ich mal mit eine Mischung experimentieren aber nur sehr kurz...
http://www.rollertuningpage.de/24-kymco ... ost2748735

Gruß Rudi-HH
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Zuletzt geändert von Rudi am Sonntag 29. Januar 2012, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. :-/
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Kurt Tucholsky
timo h.

Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von timo h. »

Gute Ideen, ich habe hier auch noch 16% Nitromethansprit hier für meinen RC Verbrenner.

Gruß, Timo
Sparky

Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von Sparky »

timo h. hat geschrieben:Gute Ideen, ich habe hier auch noch 16% Nitromethansprit hier für meinen RC Verbrenner.
Gruß, Timo
Hallo Timo,
ich dachte mindestens an ein Gemisch von Nitromethan/Benzin 1:1 plus Zweitaktöl.
Je höher der Nitromethangehalt (!), desto definierter wäre die "Quasi-Aufladung",
ohne dass der Rest des normalen Benzingemischs aus dem Vergaser nennenswert gestört wird.
Direkt als Flüssigkeit zugeführt, und zwar NICHT über die Vergaserdüsen, sondern zusätzlich (!),
in den Dekoventilanschluss oder den Vergaserstutzen sollte es eigentlich reines Nitromethan sein,
weil dann das vom Vergaser zugeführte Benzingemisch am wenigsten gestört bzw. angefettet wird.

Bei 16% Nitromethan, Rest vermutlich Methanol ... da wird man erstens nicht viel spüren.
Zweitens führt ein Zuviel davon zusammen mit dem normalen Gemisch schnell zur Überfettung.
Ohne Zweitaktöl im Nitromethan+Methanol sollte man das trotzdem nicht ausprobieren.
Löst sich das "normale" Zweitaktöl überhaupt in Methanol oder ist das ein Spezialöl?
(da hab' ich keine Ahnung davon).
Grüße - Sparky
timo h.

Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von timo h. »

Hm, aber 100%´iges Nitro zu bekommen ist sehr schwierig.

Damit ich das jetzt richtig verstehe:

Du wolltest das Nitro 1:1 mit Benzin mischen, also zum Beispiel 50ml Nitromethan und 50ml normales Gemisch in einen kleinen Extratank und das dann separat einführen?

Entweder über den Membrananschluss oder aber direkt in den Vergaserstutzen, da wo der Luftfilter drauf sitzt?

Gruß, Timo

P.S.: Der Modellbausprit ist eine Mischung aus Methanol, Nitro und Rizinusöl, oder anderen Ölen.
Sparky

Re: wo führe ich das Nitro/Lachgas in den Motor ?

Beitrag von Sparky »

Hallo Timo,
zusammenfassend kann ich sagen:

1. Wenn man reines Nitromethan hätte, dann wären keine Veränderungen am Vergaser erforderlich.
Die Zufuhr würde einfach zusätzlich (!) zum regulären Gemisch erfolgen, wohin genau wäre dann nicht so wichtig,
entweder in den Dekoventilanschluss oder in den Vergaseransaugstutzen.
Wenn man "nur" eine 1:1 Mischung hat, dann für dieses Verfahren besser eine mit Methanol als eine mit Benzin!
Diese Variante (reines Nitromethan) hätte viele Vorteile:
a. Auch ohne Nitromethan könnte ganz normal gefahren werden.
b. Das Nitromethan käme nur unwesentlich/nicht ständig mit dem Vergaser in Kontakt (keine Korrosion...).
c. Die Vergaserbedüsung könnte bleiben wie sie ist.

2. Wenn man nur eine "schwache" Mischung mit wenig Nitromethan hat, egal ob mit Benzin oder mit Methanol,
dann MUSS man die über die Vergaserdüsen zuführen, weil das Gemisch mit obigem Verfahren 1 sonst zu fett wird.
Gemischt mit Methanol müßte man dann eine deutlich größere Düse wählen, mit Benzin nur eine etwas größere.
Vorteil dieser Variante ist nur, dass man auch eine "schwache" Nitromethanmischung kraftfördernd einsetzen kann.
Hier überwiegen aber die Nachteile:
a. Man kann nur noch mit dem Nitromethangemisch fahren, ohne Nitro wäre es zu fett.
b. Das Nitromethan hat ständigen Kontakt mit dem Vergaserinnenleben (Korrosion?...).
c. Eine andere Bedüsung ist erforderlich.

Hoffentlich nerve ich niemanden mit diesen rein theoretischen Erörterungen,
die sich allerdings zwingend aus der Verbrennungschemie ergeben...
Nächtliche Grüße - Sparky :redface:

Nachtrag:
Man könnte doch eine "schwache" Nitromethan-Benzin-Mischung einsetzen,
ohne deswegen gleich die Vergaserbedüsung ändern zu müssen:
1. T-Stück in den Benzinzufuhrschlauch oberhalb der Vergasermembran.
2. Sobald man dort das Spezialgemisch zur Krafterhöhung manuell zulaufen lässt,
wobei das reguläre Benzin vom Nitro-Spezialgemisch ersetzt wird,
die in den Motor strömende Gemischmenge mit dem CHOKE manuell erhöhen.
Wegen des Benzinvorrats in der Schwimmerkammer setzt die Wirkung allerdings verzögert ein...

Der nachfolgende link verblüfft sogar mich:
http://www.spritmixer.de/oxid/Rohstoffe ... 99-95.html
Geht einfacher als ich dachte - dieses bedenkliche Zeug zu kaufen...
Wenn in reiner Form, dann NICHT mit irgendwas mischen, auch nicht mit Zweitaktöl!
Das könnte die Stoßempfindlichkeit erhöhen!...
Zuletzt geändert von Sparky am Dienstag 31. Januar 2012, 22:56, insgesamt 1-mal geändert.
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