Ich Studiere Mechatronik in Aachen, bin fast fertig. Auch wenn ich eher Theoretisch veranlagt bin, reizt es mich immer wieder an Dingen rumzuschrauben. Leider geht das aufgrund meiner Zweifelhaften Handwerkskünsten hin und wieder auch mal schief. So wie Heute:
Vor gut einer Woche bin ich in den Besitzt einer gut erhaltenen Saxonette von 1987 mit 199er Motor gekommen. Da ich den Menschen dem sie gehörte bevor er verstorben ist Persöhnlich kannte, glaube ich ihm auch das sie wenig bewegt worden ist und gut in Schuss ist.
Leider waren die Reifen unbrauchbar und die hintere Felge hatte einen nicht zu ignorierenden Riss. Also habe ich mir neue Reifen und eine neue gebrauchte Felge besorgt, zusätzlich noch eine neue CDI. Der Gedanke das der Motor den Sprit einfach so durchschmoddert, war mir irgendwie zuwieder. Da ich den Motor langfristig schonen will, bekommt er auch das gute Alkylatbenzin mit unter Hochdruck eingebrachten Öl. Aber dazu später mehr.
Heute Morgen war es dann so weit, ich wollte mit der Umrüstung beginnen. Und so schnell das Hinterrad mitsamt Motor vom Rahmen gelöst war, so schnell war es auch wieder vorbei. Ich bin am Kettenritzel verzweifelt, irgendwie hatte ich mir dir Konstruktion anders vorgestellt. Nach langem gerüttel und Sinnfreiem Lösen und Festmachen der ein oder anderen schraube kam mir irgendwann Getriebeöl entgegen. Da habe ich dann mal lieber aufgehört.
Das ganze war doch leicht frustrierend, ich hatte eigentlich vor mit dem Rad Abends noch etwas zu fahren.
Ein nahe gelegene Fahrrad-Händler Konnte/wollte mir nicht helfen (Das hat einen Motor, das fassen wir nicht an) und ein andere hatte Mittwochs Nachmittags allgemein geschlossen.
Gegen Nachmittag ist mir dann Eingefallen das Sporti ja garnicht mal so weit weg wohnt, 15 Minuten mit dem Auto. Nachdem ich ihm eine kurze PM geschrieben habem hat sich ergeben das ich doch einfach sofort vorbei kommen könnte. Gesagt, getan.
Das Kettenritzel war innerhalb von Sekunden gelöst, die Lager die ich versehentlich alle gelockert habe innerhalb von Minuten justiert. Ganz begeistert von Michaels umfangreicher Sammlung habe ich mich noch etwas durch seine Archive führen lassen. Unglaublich was für eine Faszination ein so kleiner, eigentlich einfacher Motor ausüben kann. Vom klemmenden Buckelkolben bis zur gebrochenen Wurmwelle ( Als ich das Bauteil sah, musste ich zuerst an ein Schneckengetriebe denken bis mir Michael geizeigt hat wie es wirklich funktioniert. Ach du meine güte, wer hat sich denn derartigen Klumpatsch ausgedacht! Die bricht ja schon beim Ansehen)..
Bin ich froh das ich das 3-Stufige Getriebe habe..
Nachdem dann noch kurz die neuen reifen aufgezogen worden sind ( Ich muss zugeben, auch wenn ich es auch alleine geschafft hätte, hätte ich mich dabei selten dämlich angestellt und ungefähr 3 mal so lange gebraucht... Da sieht man mal wie wenig es einem hilft wenn man fast fertiger Ingenieur ist. )
Morgen werde ich das Hinterrad und den Motor wieder dran schrauben, mal sehen wie sich das Saxonette so fährt
Einen schönen Abend noch,
Andi
//Edit:
Das Forum ist gruselig. Es ersetzt einfach Worte...