Qualm und Aus

Saxonette, Spartamet und andere
eneuh

Re: Qualm und Aus

Beitrag von eneuh »

fehntjer hat geschrieben:Moin,
so wie es sich für mich liest sind die Klinken im Freilauf des Kettenrades gemeint. Weil "rückwärts" treten hat mit der Nabenhülse nix zu tun.
Entweder neues Kettenritzel oder dies überholen und reinigen...
Gruss Dieter
@fehntjer:
Ups, dann habe ich da was falsch verstanden. Dann hilft wohl nur ein neues Ritzel oder wie Du schon schreibst, reinigen! @}->--
Sparky

Re: Qualm und Aus

Beitrag von Sparky »

Hallo Sadim,
Lagerspiele einstellen ist ja eine ganz wichtige Sache,
bei der man leicht was falsch machen kann.

Allgemein gesprochen
gibt es dabei - und zwar egal wo - Lenker, Vorderrad, Hinterrad...
immer zwei Muttern auf einer Welle, an denen man drehen kann:

1. Zum Lager hin eine Stellmutter, mit der das Lagerspiel eingestellt wird.
die darf niemals festgeknallt werden, sonst ist das Lager hin.
Immer sachte von Hand anziehen, bis das Spiel weg ist.
2. Weiter außen ist noch eine Kontermutter.
Die muss festgezogen werden, aber die Stellmutter darf sich nicht mitdrehen!
Die Stellmutter muss also gegengekontert werden, so dass sie sich nicht mitdreht!
Und dann gibt es noch die Feinheit, dass die Stellmutter dabei eigentlich
etwas zurückgedreht werden sollte, weil das Anziehen der Kontermutter
das Spiel auch noch minimal verringert.
(Die Stellmutter wird ja von der Kontermutter in Richtung Lager gedrückt).

Wenn man diese Zusammenhänge kapiert hat, dann kann man jedes Lager einstellen!
Grüße - Sparky :wink: *THUMBS UP*

Nachtrag: Ob das Hinterrad wirklich zuviel Spiel hat, kann man auch durch Ruckeln am Rad
relativ zum Rahmen feststellen. In Querrichtung ist das Lagerspiel deutlich zu spüren.
Sadim

Re: Qualm und Aus

Beitrag von Sadim »

auf die beschriebene art war kein spiel fest zu stellen.
ich hab dann die halterung vom auspuff an der kurbelgarnitur gelöst, dort war ein deutliches seitliches spiel zu merken das 3-5 mm betrug (mit daumen und zeigefinger hin und her geschoben, also ohne kraft, man konnte deutlich merken wo das spiel vorbei war)
hinterrad ausgebaut - und die mutter wieder angezogen bis ein wiederstand zu bemerken war - sehr gut zu spüren wenn man erst mal "etwas" fester anzieht und dann wieder löst und erneut anzieht.
das erste anziehen dient dem zurechtrücken vonn allen teilen, beim zweiten anziehen (dem richtigen) geht es nur darum soweit anzuziehen bis man einen wiederstand bemerkt, dann sollte es spielfrei sein.

nach dem einbau des rades erneutes prüfen an der auspuffhalterung an der krubelgarnitur, lässt sich zwar immer noch seitlich etwas verschieben (1-2mm) aber das kraftniveau das man benötigt ist höher und es ist gleichmäßig ansteigend mit dem weg. daher dürfte es nun wohl spielfrei sein. (keine bewegung mehr fühlbar die ohne eine gewisse krafteinwirkung geht)

abschließend rad hinten angehoben und das rad angeschukt, gleichmäßiger lauf des rades.
(wie viele umdrehungen es macht ist ne andre geschichte da es darauf an kommt wie heftig man es anschukt, wichtig ist der gleichmäßige lauf ;)
(obwohl ich denke das ich ehr nen hauch zu stramm angezogen habe, aber das wird sich zeigen nach einer probefahrt, da kann es noch sein das sich durch das gewicht des fahrers noch mal was setzt.)

Anlaufdrehmoment 70 gramm bei 24 cm was ca. 0,167 N/M entspricht (ich denke damit kann man leben, vor allem weil man dabei ist ja noch die kraft der überholkupplung /freilauf vom motor und der kette ab zu ziehen hat.
Zuletzt geändert von Sadim am Donnerstag 15. Juli 2010, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
Sparky

Re: Qualm und Aus

Beitrag von Sparky »

Sadim hat geschrieben:Anlaufdrehmoment 70 gramm bei 24 cm was ca. 0,167 N/M entspricht (ich denke damit kann man leben, vor allem weil man dabei ist ja noch die kraft der überholkupplung vom motor ab zu ziehen hat.
Jedenfalls ist es ziemlich richtig gerechnet (es sind genau 0,165 Nm, also Newton MAL Meter).
0,070 kg x 9,81 m/s^2 (ergibt Newton) x 0,24 m = 0,165 Nm.
Das ist nicht zuviel und entsteht wohl im Fett der Lager und der Freiläufe.
Die Kupplungsglocke dreht sich dabei aber NICHT (die Kupplung sowieso nicht).
(Die Kupplungsglocke dreht sich nur bei Rückwärtsdrehen des Hinterrads.
Dann greifen die Nabenhülsen-Sperrklinken, und man spürt die Getriebereibung!)
Kannste so lassen, würd' ich sagen...

Benzinstand in der Schwimmerkammer:
Bis zur Dichtung hochsteigen soll das gar nicht.
4 mm unterhalb Dichtung ist fast schon zu hoch.
Dass die Schwimmerkammer außen etwas ölig aussieht, ist aber voll normal!
Grüße - Sparky :wink:
Sadim

Re: Qualm und Aus

Beitrag von Sadim »

also leiser ist es jetzt jedenfalls, auch wenn immer noch was scheppert ;)
was mich da jetzt ehr besorgt ist das ich mal plötzlich das gefühl hatte das da mal was ruckartig gebremst hätte, war zwar nur ne sekunde, aber vorsicht ist da ja der bessere weg.
kann es sein das da schmiermittel fehlt in der radachse? welches schmiermittel nehmt ihr denn da?
( ich hatte ja nicht alles außeinander genommen ;( nicht aus faulheit, sondern ehr aus platzmangel)
reicht es wenn ich den konus noch mal löse und dann etwas fett rein schmiere? wie sieht es denn mit dem nadellager aus? wie kann man das am besten schmieren?
ich vermute mal das die schmiere nach 20 jahren nicht mehr so gut ist oder mengenmäßig einfach was fehlt :'(
Dieter-K

Re: Qualm und Aus

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Sadim,

die ganze Radnabe wird vom Getriebeöl mitgeschmiert. Deshalb sind da auch zwei Wellendichtringe.
Da muss nichts gefettet werden. Manche Leute fetten dort bei der Montage, damit die Lagerringe kleben bleiben. Aber eigentlich ist das nicht nötig.

Dieter
Sadim

Re: Qualm und Aus

Beitrag von Sadim »

auf jeden fall hab ich nun noch ein scheppern entdeckt, der ganze auspuff scheppert nun. wenn ich jetzt mit dem fus auf den befestigungsarm des auspuffs drücke ist es viel leiser! der ganze befestigungsarm vibriert stark - was kann man denn da machen? ist das befestigungsrohr offen zum auspuff hin? oder kann man da ein kleines loch bohren und einfach quarzsand einfüllen und verstöpseln?
(muss ich mal bei gelegenheit überprüfen ob die dichtung doch was abgekriegt hat)
insgesamt ist es nun aber deutlich leiser, dafür vibriert es jetzt deutlich mehr :mad:
didiwagener
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Re: Qualm und Aus

Beitrag von didiwagener »

Hallo Sadim
Schaust Du mal hier http://www.hilfsmotor.eu/forum/Saxonett ... fpost25663
Und an die Zweifler :Der Auspuff funktioniert immer noch. Allerdings - ein neuer Knattermann kostet ja nicht die Welt. War einfach nur ein Versuch.

Gruß Dietmar
„Es wird geliebt der Verrat,aber nicht der Verräter.“
Sparky

Re: Qualm und Aus

Beitrag von Sparky »

Sadim hat geschrieben:...wenn ich jetzt mit dem Fuß auf den Befestigungsarm des Auspuffs drücke ist es viel leiser!
Der ganze Befestigungsarm vibriert stark - was kann man denn da machen?
Hallo Sadim,
Der "Befestigungsarm", das ist die Drehmomentstütze.
Diese Stütze braucht man beim Bremsen und beim Vortrieb.
Weil aber der Motor nur einen Zylinder hat, entwickelt sich das Drehmoment sehr ungleichmäßig über jeweils eine Motorumdrehung. Dadurch entstehen auch die Vibrationen. Die werden mit dem weichen "Salmiakgummi" vorne in der Aufnahme etwas gedämpft, aber sonst sind die unvermeidlich - da kann man gar nix machen.
(So ein Möff für Arme hat ja leider keine Achtzylindermaschine...) :'(

Wenn's im Auspuff klappert, sind innen Rohre lose, Schweißpunkte abgerostet...
Entweder mit Schraube tricksen wie didiwagener oder neuer Auspuff.
Gruß - Sparky :wink:
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