Buckelkolben der zweiten Generation

Saxonette, Spartamet und andere
Dieter-K

Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Fans kräftiger Motoren,

seit einiger Zeit hatte ich einen von Didis Buckelkolben der zweiten Generation hier herumliegen.
Jetzt ist er eingebaut. Ein C-Kolben in einem C-Gehäuse.

Das ausgemessene Kolbenlaufspiel beträgt 3/100mm. Der Kolben sank im Zylinder langsam nach unten (ich hätte die Zeit für euch messen sollen!)
Der Kolben hat jetzt etwa 100km hinter sich, wobei ich es die ersten Kilometer etwas behutsam angehen ließ.

Ich habe mal versucht, den Motorklang akustisch einzufangen.
Keine Sorge: Reibbänder sind verkürzt und können nicht herausspringen.
Meine Digitalzündung gibt den Zündfunken.
3-Stufer im 399er Gehäuse

:wink: - Dieter




PS: Kalt bedeutet hier: 21°C Zündspulentemperatur und Ansaugluft-Temperatur.
24 Vollgas-km später und mit temperaturbedingt spürbar besser passendem Benzin-/Luftgemisch:
66°C an der Zündspule und 47°C Temperatur der Ansaugluft direkt vor dem Luftfilter
winfried

Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von winfried »

Hallo Dieter,

eine beeindruckende Demonstration des Beschleunigungsverhaltens Deines Motors im
warmen Zustand.
Stabiler Gleichlauf im unteren Drehzahlbereich, ebenso im hohen Drehzahlbereich.
Der Buckel mit Deinem Modul kombiniert kann was!

Gruß - Winfried
hoeppy

Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von hoeppy »

Ja, er beschleunigt ein frei drehendes Rad, woran sieht man hier das Potential des Motors?
McMaly

Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von McMaly »

Hallo Hoeppy,

Dieters Getriebeübersetzung dürfte doch auch Dir bekannt sein, oder? Seeeeehr lang. :smile:

Bedeutet – das „Hochdrehen“ fällt dem Motor wesentlich schwerer, als dem „Normaltriebwerk“, weil das Rad mehr Umdrehungen proportional zu den anliegenden Kurbelwellenumdrehung machen muss.

Wenn man sich die Mühe macht im Netz einmal vergleichbare „Präsentationen“ anzuschauen, wird dem geneigten Betrachter auffallen, das diese – potentiell alle kürzer übersetzten – auch modifizierten – Motore sich beim Hochdrehen allesamt deutlich schwerer tun. :*)

Daraus könnte man eventuell folgern, das Dieters Motörchen sehr gut „im Futter“ steht. :wink:

Grüße Matthias
hoeppy

Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von hoeppy »

Wo steht das dort eine lange Übersetzung verbaut ist?

Wie gesagt, das Video gibt keinen Rückschluß auf das tatsächliche Potential des Motors, da das Rad ja frei drehen kann.
winfried

Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von winfried »

Hi hoeppy,

tut mir echt leid, Dich so verunsichert zu haben. Sorry.
Mir ging es wirklich nur darum, Dieter für das Ergebnis seiner
Kombination Buckel und selbstentwickelte Digitalzündung zu loben.

Ich hatte schon, und das kannst Du natürlich nicht wissen, die Gelegenheit bei
unserem Treffen vorigen Jahres in Wehlingsheide, genau diese Saxonette ausgiebig
probezufahren. Diese Saxo von Dieter lief damals schon mit ihrem langen Getriebe
wie der Teufel.
Inzwischen ist der stabile Lauf in allen Drehzahlbereichen für mich beeindruckend. Buckel
und Digitalmodul bewirken heute noch mehr "Bums" bei diesem Motor, den ich schon damals zu den
Saxomotoren mit der höchsten Kraftentfaltung zählte. Im Vergleich zu meinem Motor (Buckel, Frühzündung und
offenes Modul) ist Dieters Motor um viele Klassen besser. Das höre ich in diesem Video deutlich.....
und das wollte ich Dieter eigentlich mitteilen.

Gruß - Winfried
DiDi
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Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von DiDi »

Meiner Kenntnis nach soll das Video primär ,die Geräuschentwicklung des in der Überschrift angezeigten Gegenstands ,
verdeutlichen ,

Es ist allgemein bekannt das Dieter K. mit seiner MotorenTechnik immer auf dem Stand des neuesten war ,
welchen Stand dieser Motor hat ,wird man dann bei dem nächsten Treffen sicher begutachten können 8-)

Gruß DiDi
Für den inneren Schweinehund gibt es eine Erklärung aus der Evolution ; er muss uns zugelaufen sein .
Dieter-K

Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Hoeppy,

Didi hat den eigentlichen Zweck meines Videos beschrieben: Es soll zeigen, dass sein Nachbau des Mahle Buckelkolbens maßlich jetzt so ausgereift ist, dass er sicher und ohne Zusatzgeräusche im Gehäuse mit dem vorgesehenen Kennbuchstaben läuft.

Winfried ist den Motor aus dem Video gefahren, als er noch einen Flachkolben und ein NL-Getriebe hatte. Meinen anderen flotten Motor ist er auch gefahren, der ist allerdings schon seit 2007 lang übersetzt.
Im Video ist jetzt auch der Motor im Berceau-Rahmen lang übersetzt. Das heißt, bei meinem Zahnradsatz 47% länger als ein NL- bzw. 82% länger als ein D-Getriebe. Man sieht das, wenn man die Drehbewegung der Pedale im zweiten Teil des Videos mit dem Motorgeräsch versucht mit der eigenen Erfahrung in Einklang zu bringen. Die Pedale rasen bei relativ niedrigen Drehzahlen, die Beschriftung des Reifens auch. McMaly weiß das auch so. Ich hab's ihm vorher gesagt. :wink:


Das Hinterrad ist physikalisch eine Schwungmasse, die beim Hochdrehen beschleunigt werden muss. Wegen des langen Getriebes wird diese Schwungmasse bei mir im oben angegebenen Verhältnis stärker beschleunigt als bei den bekannten Getrieben.

Tatsächlich messen Tuner die Leistung Ihrer Motoren "auf die Schnelle" im Leerlauf und im Stand aus dem Hochdrehverhalten. Die Summe der Massenträgheitsmomente der rotierenden Teile ist ihnen bekannt. Im Prinzip wird recht einfach überschlägig durch Hochdrehen in der Box geschaut, ob der Motor auf der Höhe ist nach der Formel:
W=0,5 x I x (omega2² - omega1²).
W: Beschleunigungsarbeit
I: Massenträgheitsmoment (wird bestimmt und ist für alle drehenden Teile bekannt aus Versuch am pyhsischen Pendel und Satz nach Steiner)
omega2 = 2 x pi x Drehzahl (am Ende des Hochdrehens)
omega1 = dito am Anfang des Hochdrehens.
Man schließt also aus dem Hochdrehen und dem damit verbundenen Beschleunigen ausschließlich rotierender Massen auf die Leistung eines Motors.
Je schneller die gewählte Enddrehzahl erreicht wird, umso höher die Leistung, denn Leistung ist Arbeit durch Zeit.

Genauso überschlägig hat Winfried akustisch aus der Höhe der Drehzahländerung und der dabei verstrichenen Zeit, den Schluss gezogen, dass der Motor nicht zu den Langweilern gehört. Recht hat er, und das Verfahren ist völlig in Ordnung.

So schnell reagierende Drehzahl-/Zeitmessgeräte wie Racing -Teams besitze ich nicht. Deshalb benutze ich andere Verfahren, um die Motorleistung zu messen.
Der T Ü V R h e i n l a n d hat jedenfalls meine Leistungsmessungen und das Verfahren anerkannt. Genau gesagt die überregional gefürchtete T Ü V-Z e n t r a l e A M G R A U E N S T E I N in Köln (gesperrt geschreiben wegen Google).
Siehe hier: viewtopic.php?f=2&t=3430
und siehe zum erschreckenden Vergleich einen hervorragend laufenden Serienmotor dort: viewtopic.php?f=2&t=3453

Der K1-Motor gehört zu meinem Moped und hat die Zulassung bis 45km/h, der K3 gehört zu meinem zweiten, neuen :mcgreen: Moped und muss für die Abnahme digital eingebremst werden.

Ich gehe davon aus, dass Hoeppy die Berichte im Nachbarforum gelesen hat. Dieser hier aus 2007 bezieht sich auf meine damals noch illegale Saxonette mit dem bis heute unveränderten K1-Motor: http://www.hilfsmotor.eu/forum/Saxonett ... #fpost1150

Erschrecken wollen wir hier aber Niemanden. Wir sind nur gelegentlich schnell unterwegs.

Liebe Grüße - Dieter
hoeppy

Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von hoeppy »

Alles klar Dieter, dann wünsche ich eine allseits Unfallfreie Fahrt damit, und das meine ich auch so, nicht ironisch.
Bei dieser langen Übersetzung bin ich erstaunt wieviel Drehmoment der Motor mitbringen muß um aus dem Stand mit 30ccm so losgehen zu können wie alle sagen.
Ich meine ich bin ebenfalls eine "Maschine" gefahren die mit Standart NL aus dem Stand abgeht wie eine Rakete(verglichen mit Standart getunten Motor) und ihre 50 erreicht, und das mit Standardvergaser.
Welche technischen Veränderung dazu nötig sind konnte ich bis jetzt noch nicht erfahren, ich meine klar, diese Motoren sind ein "gedrosseltes Gesamtkunstwerk" , wie von Dir schon ausführlich beschrieben.

Die Einlassmembran trägt sicherlich einen Großen Teil dazu bei, alleine schon durch den scharfen Knick, normalerweise sollte die Membran im spitzen Winkel zur Strömungsrichtung liegen.

Ich sag immer, Versuch macht klug, die Summe alle Verbesserungen macht dann einen gut laufenden Motor und da lässt sich keiner gerne in die Karten gucken.


Gruss hoeppy
hotte

Re: Buckelkolben der zweiten Generation

Beitrag von hotte »

hoeppy hat geschrieben:
Ich sag immer, Versuch macht klug, die Summe alle Verbesserungen macht dann einen gut laufenden Motor und da lässt sich keiner gerne in die Karten gucken.


Gruss hoeppy
moin hoeppy

Da muß ich aber staunen, hatte immer gedacht das Forum ist mal gegründet worden weil hier über TUNING geschrieben werden soll und darf, wie aber soll das funktionieren wenn keiner die KARTEN offen macht??? :/

Gruß hotte
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